Seidenstraße

Aus Scriptorium

Die Seidenstraße war eine wichtige Handelsroute, welche sich von Europa bis Ostasien (insbesondere China) entspannte. Benannt ist sie nach der Seide, eines der wichtigsten Handelsgüter, welche auf der Seidenstraße gehandelt wurde.

Die Seidenstraße war keine einzelne Straße, sondern ein Netzwerk von Handelsrouten. Die bedeutendsten Handelsrouten verliefen folgendermaßen:

  • Von Nordchina durch Zentralasien zur Krim und übers Schwarze Meer nach Konstantinopel
  • Von Südchina durch den Pazifik und den indischen Ozean nach Ägypten und dann durchs Mittelmeer nach Italien
  • Von Nordchina durch Persien und Anatolien nach Konstantinopel
  • Von Nordchina durch Persien und Syrien ins Heilige Land und dann durchs Mittelmeer nach Italien

Die letztgenannte Route war besonders wichtig für das Königreich Jerusalem und brachte viel Reichtum in Handelsdrehpunkte wie Antiochia, Tyrus und Akkon, aber auch die Stadt Jerusalem selbst.

Allerdings reiste im 12. Jahrhundert niemand die ganze Länge der Seidenstraße. Typischerweise verlief der Handel von Waren von China nach Europa in Etappen, beispielsweise nach folgendem Muster:

  • Ein chinesischer Händler brachte die Seide von China nach Transoxanien (das heutige Usbekistan).
  • Ein persischer Händler brachte die Seide von dort aus nach Baghdad.
  • Ein arabischer Händler brachte die Seide dann nach Akkon.
  • Ein italienischer Händler brachte die Seide von dort aus nach Venedig.

Das bedeutet, die Seidenstraße brachte viele exotische Waren nach Jerusalem, aber nicht viele Leute aus komplett abgelegenen Ländern.