Levante

Aus Scriptorium

Als Levante (ital. für „Sonnenaufgang“, was für den Osten und das Morgenland steht) bezeichnet man im weiteren Sinne die Länder des östlichen Mittelmeeres, folglich alle Länder, die östlich von Italien liegen, besonders die griechische Halbinsel und die griechischen Inseln in der Ägäis, die mediterranen Küstengebiete Anatoliens, Zypern, Palästina, Syrien und Ägypten. Im engeren Sinn umfasst die geografische Bezeichnung Levante Küsten und Hinterland der Anrainerstaaten der östlichen Mittelmeerküste, eine Gegend, die von den Kreuzfahrerstaaten vereinnahmt ist. Das Königreich Jerusalem liegt in der südlichen Levante.

Aus europäischer Sicht erhielt die Levante durch die intensiven Handelsbeziehungen mit italienischen Stadtstaaten eine besondere Bedeutung, die bereits lange vor den Kreuzzügen im frühen Mittelalter mit dem Reich der Rhomäer und den Reichen der Muslime etabliert waren. Die Levante war ein wichtiger Umschlagplatz für Orientwaren, die über den Indischen Ozean und die asiatischen Karawanenwege herangeschafft wurden und die man gegen europäische Erzeugnisse wie zum Beispiel Tuche eintauschte.