Rittercodex: Unterschied zwischen den Versionen

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Erstmal wurden ritterliche Tugenden beschrieben im Rolandslied, welches in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts aufgeschrieben wurde. Essentielle Pflichten eines Ritters waren:
 
Erstmal wurden ritterliche Tugenden beschrieben im Rolandslied, welches in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts aufgeschrieben wurde. Essentielle Pflichten eines Ritters waren:
  
-Gottesfurcht und Kirchentreue
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*Gottesfurcht und Kirchentreue
-Dienst am Lehensherren
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*Dienst am Lehensherren
-Schutz der Schwachen und Schutzlosen
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*Schutz der Schwachen und Schutzlosen
-Trost der Witwen und Waisen
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*Trost der Witwen und Waisen
-Zurückhaltung und Mäßigung im gesellschaftlichen Verhalten
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*Zurückhaltung und Mäßigung im gesellschaftlichen Verhalten
-Leben für Ruhm und Ehre
+
*Leben für Ruhm und Ehre
-Zurückweisung von Belohnung für Geld
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*Zurückweisung von Belohnung für Geld
-Kampf zur Wohlfahrt aller
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*Kampf zur Wohlfahrt aller
-Gehorsam gegenüber aller Autorität
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*Gehorsam gegenüber aller Autorität
-Erhalt der Ehre anderer Ritter
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*Erhalt der Ehre anderer Ritter
-Fairness gegenüber Feinden
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*Fairness gegenüber Feinden
-Treue gegenüber Leuten, denen man einen Schwur geleistet hat
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*Treue gegenüber Leuten, denen man einen Schwur geleistet hat
-Ehrlichkeit jedem Gegenüber
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*Ehrlichkeit jedem Gegenüber
-Durchhaltungsvermögen auch im Angesicht von Widrigkeiten
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*Durchhaltungsvermögen auch im Angesicht von Widrigkeiten
-Respekt gegenüber der Ehre von Damen
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*Respekt gegenüber der Ehre von Damen
-Keine Ablehnungen bei Herausforderungen von gleichgestellten Feinden
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*Keine Ablehnungen bei Herausforderungen von gleichgestellten Feinden
-Keine Flucht vor Feinden
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*Keine Flucht vor Feinden
  
 
Ritterliche Tugenden bekamen noch mehr gesellschaftliche Stärke durch die Sage des Königs Arthur und seiner Ritter der Tafelrunde. Ehre, Ehrlichkeit, Mut und Treue zeichneten die Ritter des Arthur aus.
 
Ritterliche Tugenden bekamen noch mehr gesellschaftliche Stärke durch die Sage des Königs Arthur und seiner Ritter der Tafelrunde. Ehre, Ehrlichkeit, Mut und Treue zeichneten die Ritter des Arthur aus.
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Im 14. Jahrhundert wurden ritterliche Tugenden knapper und eingängiger beschrieben. Zu jeder Zeit dürften Ritter diese Tugenden bekannt gewesen sein.
 
Im 14. Jahrhundert wurden ritterliche Tugenden knapper und eingängiger beschrieben. Zu jeder Zeit dürften Ritter diese Tugenden bekannt gewesen sein.
  
-Treue
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*Treue
-Wohlfahrt
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*Wohlfahrt
-Gerechtigkeit
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*Gerechtigkeit
-Weisheit
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*Weisheit
-Besonnenheit
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*Besonnenheit
-Mäßigung
+
*Mäßigung
-Entschlossenheit
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*Entschlossenheit
-Wahrheit
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*Wahrheit
-Freizügigkiet
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*Großzügigkeit
-Sorgfalt
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*Sorgfalt
-Hoffnung
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*Optimismus
-Mut
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*Mut
  
 
[[Kategorie:Alltag]]
 
[[Kategorie:Alltag]]

Version vom 24. August 2014, 18:57 Uhr

Von einem Ritter wurde nicht nur erwartet, dass er seinem Lehensherren gegenüber sich selbst sowie sein Gefolge im Falle eines Krieges stellte, und die Stärke und die Fähigkeit hatte, sich seinen feinden zum Kampf zu stellen, sondern auch, sich ritterlich zu verhalten. Dies bedeutete, dass ein Ritter einen gewissen Lebensstil pflegen musste, um sein Ansehen zu wahren - er musste gemäß des Rittercodex leben.

Es gab keinen in Stein gemeißelten Codex - es war ein moralisches System, das über Kampfregeln hinausging, und umfasste ritterliche Qualitäten wie Tapferkeit, Höflichkeit, Ehre und galantes Verhalten.

There was not an authentic Knights Code of Chivalry as such - it was a moral system which went beyond rules of combat and introduced the concept of Chivalrous conduct - qualities idealized by knighthood, such as bravery, courtesy, honor, and gallantry toward women.

Erstmal wurden ritterliche Tugenden beschrieben im Rolandslied, welches in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts aufgeschrieben wurde. Essentielle Pflichten eines Ritters waren:

  • Gottesfurcht und Kirchentreue
  • Dienst am Lehensherren
  • Schutz der Schwachen und Schutzlosen
  • Trost der Witwen und Waisen
  • Zurückhaltung und Mäßigung im gesellschaftlichen Verhalten
  • Leben für Ruhm und Ehre
  • Zurückweisung von Belohnung für Geld
  • Kampf zur Wohlfahrt aller
  • Gehorsam gegenüber aller Autorität
  • Erhalt der Ehre anderer Ritter
  • Fairness gegenüber Feinden
  • Treue gegenüber Leuten, denen man einen Schwur geleistet hat
  • Ehrlichkeit jedem Gegenüber
  • Durchhaltungsvermögen auch im Angesicht von Widrigkeiten
  • Respekt gegenüber der Ehre von Damen
  • Keine Ablehnungen bei Herausforderungen von gleichgestellten Feinden
  • Keine Flucht vor Feinden

Ritterliche Tugenden bekamen noch mehr gesellschaftliche Stärke durch die Sage des Königs Arthur und seiner Ritter der Tafelrunde. Ehre, Ehrlichkeit, Mut und Treue zeichneten die Ritter des Arthur aus.

Insgesamt waren die Geschichten um die Gefolgsleute von Karl dem Großen, wie Roland, und die von König Arthur, wie Lanzelot, unermesslich wichtig in der Herausentwicklung eines westlichen Rittercodex. Viele Prinzipien dieses Codex scheinen bis in die heutige Zeit in modernem Kriegsführungsrecht durch.

Im 14. Jahrhundert wurden ritterliche Tugenden knapper und eingängiger beschrieben. Zu jeder Zeit dürften Ritter diese Tugenden bekannt gewesen sein.

  • Treue
  • Wohlfahrt
  • Gerechtigkeit
  • Weisheit
  • Besonnenheit
  • Mäßigung
  • Entschlossenheit
  • Wahrheit
  • Großzügigkeit
  • Sorgfalt
  • Optimismus
  • Mut