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	<title>Scriptorium - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Kriegswesen_der_Republik_Venedig&amp;diff=2450</id>
		<title>Kriegswesen der Republik Venedig</title>
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		<updated>2023-10-21T11:13:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Venedigs Militär im 12. Jahrhundert war geprägt durch die enge Verknüpfung der Republik mit dem Meer, und seiner byzantinischen Vergangenheit. Dieser Artikel geht auf die Marine und die Landstreitkräfte der Republik ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Marine==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marine der Republik machte Venedig zu einer der schlagkräftigsten Mächte der Levante. Anders als in Genua, wo sich die meisten Schiffe in privatem Besitz befanden, lag die große Mehrheit von Venedigs Handelsschiffen und alle seine militärischen Galeeren im Besitz des Staates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schiffstypen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten venezianischen Schiffe waren Galeeren.&lt;br /&gt;
Handelsschiffe waren bauchiger, schwerfälliger und langsamer als militärische Schiffe.&lt;br /&gt;
Was militärische Schiffe anging, waren im 12. Jahrhundert in Venedig noch einige ältere Dromonen im Einsatz; allerdings wurden jene nach und nach den der moderneren Galea sottile, der „schlanken Galeere“, verdrängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvois===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Venedig organisierte seine Flotten in Konvois - in der venezianischen Mundart Muda genannt. Eine Muda umfasste eine Anzahl von Handelsschiffen, die von Galeeren beschützt wurden. Jeden Frühsommer verließen, nach straff organisierten Plänen, Konvois Venedig in die Richtung seiner überseeischen Besitzungen und Handelsposten. Die Konvois kehrten im Herbst dann wieder nach Venedig zurück, bevor Winterstürme die Überfahrt allzu schwierig machten. Die Konvois inkludierten ausschließlich Schiffe in staatlichem Besitz; auf ihnen mieteten venezianische Händler Speicherplatz für ihre Waren, nach dem Charterprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Arsenal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die venezianischen Schiffe wurden im Arsenal von Venedig hergestellt und gewartet; die fast industrielle Effizienz des Arsenals bedeutete, dass die Marine immer auf dem neuesten Stand gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Besatzung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Venezianische Schiffe wurden kommandiert von einem Sopracomito, der als Kapitän fungierte; ein Konvoi wurde kommandiert von einem Admiral, dem ein Proveditore, also Verwalter, zur Seite stand (bei größeren Konvois waren es zwei).&lt;br /&gt;
Der Großteil der Besatzung waren Ruderer; dies waren freie Leute, die für ihre Dienste einen Sold bekamen. Oft aber waren sie auch verschuldete Männer, denen ihre Schuld nach einer gewissen Dienstzeit erlassen wurde, oder Gefangene die sich durch ihren Dienst die Freiheit erarbeiteten. Galeerensklaven waren in der Marine Venedigs selten. Ruderer ruderten das Schiff, löschten in Häfen Waren, stockten die Wasser- und Nahrungsbestände wann immer nur möglich an Bord auf, und ergriffen die Waffen wenn ihr Schiff geentert wurde (oder wenn es darum ging ein feindliches Schiff zu entern).&lt;br /&gt;
Jedes Schiff hatte auch Marinesoldaten; das waren professionelle Waffenknechte, die in verschiedene Waffengattungen spezialisiert waren. Anders als in Genua schaute man auf Armbrustschützen hinab; am liebsten benutzte man Bogenschützen, die, wenn erforderlich, mit Feuerpfeilen operierten. Marinesoldaten befehligten auch beim Entern oder bei einem amphibischen Angriff die Ruderer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Landstreitkräfte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich Venedig vor allem als Seemacht erachtete, hatte es sich an Land viele Kämpfe auszufechten, besonders bei der Verteidigung seiner Besitzungen im Balkan, an seiner eigenen Lagune und seiner Handelsposten im Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Miliz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den meisten italienischen Städten stellte die Miliz den Kern der Landstreitkräfte dar. Die Milizen bildeten sich aus den Vierteln von Venedig; jedes davon hatte ein gewisses Aufgebot zu stellen. Anders als in späteren Jahren wurden Söldnerheere nur selten angeheuert.&lt;br /&gt;
Die venezianischen Adligen hatten in der Miliz als Offiziere zu dienen; ein Adliger befehligte in der Regel 25 Milizsoldaten. Von einem venezianischen Adligen wurden daher bestimmte Führungsqualitäten erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rittertum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Venedig hatte, aufgrund seiner byzantinischen Wurzeln, das Rittertum zwar wenig Tradition, war aber präsent.&lt;br /&gt;
Auf der einen Seite bestand die Ritterschaft des Sankt Markus - ein weltlicher Verband von venezianischen Adligen, welche die ritterliche Laufbahn durchschritten hatten. Sie wurden von der Republik für ihre Dienste durch Geldlehen bezahlt. Die Ritterschaft war relativ klein, aber stellte im Krieg eine schlagkräftige und schwer gepanzerte berittene Truppe für Venedig.&lt;br /&gt;
Auf der einen Seite gab es auch ein paar Ritter mit traditionellen Landlehen, vor allem in den dalmatinischen und istrischen Besitzungen der Republik. Die waren oft örtliche Adlige, welche den Dogen als ihren Lehnsherren akzeptiert hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Garnisonen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soldaten der Garnisonen Venedigs waren ein stehender Teil des Heeres, und bestand oft aus erfahrenen, treuen Waffenknechten.&lt;br /&gt;
Diese Garnisonen bestanden in der Stadt Venedig (insbesondere im Arsenal), sowie den Festungen und Burgen der festländischen und überseeischen Besitzungen der Republik.&lt;br /&gt;
Eine solche Garnison bestand auch in den überseeischen Handelsposten Venedigs, wie in der Loggia in Jerusalem. Das Kommando über diese Soldaten hielt der örtliche Konsul inne; er kann einen Hauptmann ernennen, der ihm dabei zur Seite steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegswesen der Seerepubliken]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Kriegswesen_der_Republik_Venedig&amp;diff=2449</id>
		<title>Kriegswesen der Republik Venedig</title>
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		<updated>2023-10-15T21:21:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Venedigs Militär im 12. Jahrhundert war geprägt durch die enge Verknüpfung der Republik mit dem Meer, und seiner byzantinischen Vergangenheit. Dieser Artikel geht auf die Marine und die Landstreitkräfte der Republik ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Marine==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marine der Republik machte Venedig zu einer der schlagkräftigsten Mächte der Levante. Anders als in Genua, wo sich die meisten Schiffe in privatem Besitz befanden, lag die große Mehrheit von Venedigs Handelsschiffen und alle seine militärischen Galeeren im Besitz des Staates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schiffstypen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten venezianischen Schiffe waren Galeeren.&lt;br /&gt;
Handelsschiffe waren bauchiger, schwerfälliger und langsamer als militärische Schiffe.&lt;br /&gt;
Was militärische Schiffe anging, waren im 12. Jahrhundert in Venedig noch einige ältere Dromonen im Einsatz; allerdings wurden jene nach und nach den der moderneren Galea sottile, der „schlanken Galeere“, verdrängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvois===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Venedig organisierte seine Flotten in Konvois - in der venezianischen Mundart Muda genannt. Eine Muda umfasste eine Anzahl von Handelsschiffen, die von Galeeren beschützt wurden. Jeden Frühsommer verließen, nach straff organisierten Plänen, Konvois Venedig in die Richtung seiner überseeischen Besitzungen und Handelsposten. Die Konvois kehrten im Herbst dann wieder nach Venedig zurück, bevor Winterstürme die Überfahrt allzu schwierig machten. Die Konvois inkludierten ausschließlich Schiffe in staatlichem Besitz; auf ihnen mieteten venezianische Händler Speicherplatz für ihre Waren, nach dem Charterprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Arsenal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die venezianischen Schiffe wurden im Arsenal von Venedig hergestellt und gewartet; die fast industrielle Effizienz des Arsenals bedeutete, dass die Marine immer auf dem neuesten Stand gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Besatzung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Venezianische Schiffe wurden kommandiert von einem Sopracomito, der als Kapitän fungierte; ein Konvoi wurde kommandiert von einem Admiral, dem ein Proveditore, also Verwalter, zur Seite stand (bei größeren Konvois waren es zwei).&lt;br /&gt;
Der Großteil der Besatzung waren Ruderer; dies waren freie Leute, die für ihre Dienste einen Sold bekamen. Oft aber waren sie auch verschuldete Männer, denen ihre Schuld nach einer gewissen Dienstzeit erlassen wurde, oder Gefangene die sich durch ihren Dienst die Freiheit erarbeiteten. Galeerensklaven waren in der Marine Venedigs selten. Ruderer ruderten das Schiff, löschten in Häfen Waren, stockten die Wasser- und Nahrungsbestände wenn immer nur möglich an Bord auf, und ergriffen die Waffen wenn ihr Schiff geentert wurde (oder wenn es darum ging ein feindliches Schiff zu entern).&lt;br /&gt;
Jedes Schiff hatte auch Marinesoldaten; das waren professionelle Waffenknechte, die in verschiedene Waffengattungen spezialisiert waren. Anders als in Genua schaute man auf Armbrustschützen hinab; am liebsten benutzte man Bogenschützen, die, wenn erforderlich, mit Feuerpfeilen operierten. Marinesoldaten befehligten auch beim Entern oder bei einem amphibischen Angriff die Ruderer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Landstreitkräfte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich Venedig vor allem als Seemacht erachtete, hatte es sich an Land viele Kämpfe auszufechten, besonders bei der Verteidigung seiner Besitzungen im Balkan, an seiner eigenen Lagune und seiner Handelsposten im Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Miliz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den meisten italienischen Städten stellte die Miliz den Kern der Landstreitkräfte dar. Die Milizen bildeten sich aus den Vierteln von Venedig; jedes davon hatte ein gewisses Aufgebot zu stellen. Anders als in späteren Jahren wurden Söldnerheere nur selten angeheuert.&lt;br /&gt;
Die venezianischen Adligen hatten in der Miliz als Offiziere zu dienen; ein Adliger befehligte in der Regel 25 Milizsoldaten. Von einem venezianischen Adligen wurden daher bestimmte Führungsqualitäten erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rittertum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Venedig hatte, aufgrund seiner byzantinischen Wurzeln, das Rittertum zwar wenig Tradition, war aber präsent.&lt;br /&gt;
Auf der einen Seite bestand die Ritterschaft des Sankt Markus - ein weltlicher Verband von venezianischen Adligen, welche die ritterliche Laufbahn durchschritten hatten. Sie wurden von der Republik für ihre Dienste durch Geldlehen bezahlt. Die Ritterschaft war relativ klein, aber stellte im Krieg eine schlagkräftige und schwer gepanzerte berittene Truppe für Venedig.&lt;br /&gt;
Auf der einen Seite gab es auch ein paar Ritter mit traditionellen Landlehen, vor allem in den dalmatinischen und istrischen Besitzungen der Republik. Die waren oft örtliche Adlige, welche den Dogen als ihren Lehnsherren akzeptiert hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Garnisonen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soldaten der Garnisonen Venedigs waren ein stehender Teil des Heeres, und bestand oft aus erfahrenen, treuen Waffenknechten.&lt;br /&gt;
Diese Garnisonen bestanden in der Stadt Venedig (insbesondere im Arsenal), sowie den Festungen und Burgen der festländischen und überseeischen Besitzungen der Republik.&lt;br /&gt;
Eine solche Garnison bestand auch in den überseeischen Handelsposten Venedigs, wie in der Loggia in Jerusalem. Das Kommando über diese Soldaten hielt der örtliche Konsul inne; er kann einen Hauptmann ernennen, der ihm dabei zur Seite steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegswesen der Seerepubliken]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Kriegswesen der Republik Venedig</title>
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		<updated>2023-10-15T21:19:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „Venedigs Militär im 12. Jahrhundert war geprägt durch die enge Verknüpfung der Republik mit dem Meer, und seiner byzantinischen Vergangenheit. Dieser Artike…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Venedigs Militär im 12. Jahrhundert war geprägt durch die enge Verknüpfung der Republik mit dem Meer, und seiner byzantinischen Vergangenheit. Dieser Artikel geht auf die Marine und die Landstreitkräfte der Republik ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marine der Republik machte Venedig zu einer der schlagkräftigsten Mächte der Levante. Anders als in Genua, wo sich die meisten Schiffe in privatem Besitz befanden, lag die große Mehrheit von Venedigs Handelsschiffen und alle seine militärischen Galeeren im Besitz des Staates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiffstypen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten venezianischen Schiffe waren Galeeren.&lt;br /&gt;
Handelsschiffe waren bauchiger, schwerfälliger und langsamer als militärische Schiffe.&lt;br /&gt;
Was militärische Schiffe anging, waren im 12. Jahrhundert in Venedig noch einige ältere Dromonen im Einsatz; allerdings wurden jene nach und nach den der moderneren Galea sottile, der „schlanken Galeere“, verdrängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konvois&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Venedig organisierte seine Flotten in Konvois - in der venezianischen Mundart Muda genannt. Eine Muda umfasste eine Anzahl von Handelsschiffen, die von Galeeren beschützt wurden. Jeden Frühsommer verließen, nach straff organisierten Plänen, Konvois Venedig in die Richtung seiner überseeischen Besitzungen und Handelsposten. Die Konvois kehrten im Herbst dann wieder nach Venedig zurück, bevor Winterstürme die Überfahrt allzu schwierig machten. Die Konvois inkludierten ausschließlich Schiffe in staatlichem Besitz; auf ihnen mieteten venezianische Händler Speicherplatz für ihre Waren, nach dem Charterprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Arsenal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die venezianischen Schiffe wurden im Arsenal von Venedig hergestellt und gewartet; die fast industrielle Effizienz des Arsenals bedeutete, dass die Marine immer auf dem neuesten Stand gehalten werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besatzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Venezianische Schiffe wurden kommandiert von einem Sopracomito, der als Kapitän fungierte; ein Konvoi wurde kommandiert von einem Admiral, dem ein Proveditore, also Verwalter, zur Seite stand (bei größeren Konvois waren es zwei).&lt;br /&gt;
Der Großteil der Besatzung waren Ruderer; dies waren freie Leute, die für ihre Dienste einen Sold bekamen. Oft aber waren sie auch verschuldete Männer, denen ihre Schuld nach einer gewissen Dienstzeit erlassen wurde, oder Gefangene die sich durch ihren Dienst die Freiheit erarbeiteten. Galeerensklaven waren in der Marine Venedigs selten. Ruderer ruderten das Schiff, löschten in Häfen Waren, stockten die Wasser- und Nahrungsbestände wenn immer nur möglich an Bord auf, und ergriffen die Waffen wenn ihr Schiff geentert wurde (oder wenn es darum ging ein feindliches Schiff zu entern).&lt;br /&gt;
Jedes Schiff hatte auch Marinesoldaten; das waren professionelle Waffenknechte, die in verschiedene Waffengattungen spezialisiert waren. Anders als in Genua schaute man auf Armbrustschützen hinab; am liebsten benutzte man Bogenschützen, die, wenn erforderlich, mit Feuerpfeilen operierten. Marinesoldaten befehligten auch beim Entern oder bei einem amphibischen Angriff die Ruderer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landstreitkräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich Venedig vor allem als Seemacht erachtete, hatte es sich an Land viele Kämpfe auszufechten, besonders bei der Verteidigung seiner Besitzungen im Balkan, an seiner eigenen Lagune und seiner Handelsposten im Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miliz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den meisten italienischen Städten stellte die Miliz den Kern der Landstreitkräfte dar. Die Milizen bildeten sich aus den Vierteln von Venedig; jedes davon hatte ein gewisses Aufgebot zu stellen. Anders als in späteren Jahren wurden Söldnerheere nur selten angeheuert.&lt;br /&gt;
Die venezianischen Adligen hatten in der Miliz als Offiziere zu dienen; ein Adliger befehligte in der Regel 25 Milizsoldaten. Von einem venezianischen Adligen wurden daher bestimmte Führungsqualitäten erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rittertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Venedig hatte, aufgrund seiner byzantinischen Wurzeln, das Rittertum zwar wenig Tradition, war aber präsent.&lt;br /&gt;
Auf der einen Seite bestand die Ritterschaft des Sankt Markus - ein weltlicher Verband von venezianischen Adligen, welche die ritterliche Laufbahn durchschritten hatten. Sie wurden von der Republik für ihre Dienste durch Geldlehen bezahlt. Die Ritterschaft war relativ klein, aber stellte im Krieg eine schlagkräftige und schwer gepanzerte berittene Truppe für Venedig.&lt;br /&gt;
Auf der einen Seite gab es auch ein paar Ritter mit traditionellen Landlehen, vor allem in den dalmatinischen und istrischen Besitzungen der Republik. Die waren oft örtliche Adlige, welche den Dogen als ihren Lehnsherren akzeptiert hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Garnisonen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soldaten der Garnisonen Venedigs waren ein stehender Teil des Heeres, und bestand oft aus erfahrenen, treuen Waffenknechten.&lt;br /&gt;
Diese Garnisonen bestanden in der Stadt Venedig (insbesondere im Arsenal), sowie den Festungen und Burgen der festländischen und überseeischen Besitzungen der Republik.&lt;br /&gt;
Eine solche Garnison bestand auch in den überseeischen Handelsposten Venedigs, wie in der Loggia in Jerusalem. Das Kommando über diese Soldaten hielt der örtliche Konsul inne; er kann einen Hauptmann ernennen, der ihm dabei zur Seite steht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Kategorie:Kriegswesen der Seerepubliken</title>
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		<updated>2023-10-15T21:19:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mehr zum Kriegswesen der Seerepubliken findet man in diesen Seiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kriegswesen der Republik Venedig]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kriegswesen der Republik Genua]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Kategorie:Kriegswesen der Seerepubliken</title>
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		<updated>2023-10-15T21:19:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „Mehr zum Kriegswesen der Seerepubliken findet man in diesen Seiten:  Kriegswesen der Republik Venedig Kriegswesen der Republik Genua“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mehr zum Kriegswesen der Seerepubliken findet man in diesen Seiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kriegswesen der Republik Venedig]]&lt;br /&gt;
[[Kriegswesen der Republik Genua]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=2445</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2023-10-13T09:59:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Tagtägliches:&amp;#039;&amp;#039; [[Tagesablauf]] | [[Klosterleben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lebenslauf:&amp;#039;&amp;#039; [[Kindheit]] | [[Hochzeit]] | [[Ehe]] | [[Kindheit]] | [[Vormundschaft]] | [[Tod]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der Mensch des Mittelalters:&amp;#039;&amp;#039; [[Körpergröße]] | [[Gewalttätigkeit]] | [[Aberglaube]] | [[Ehre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Häusliches Leben:&amp;#039;&amp;#039; [[:Kategorie:Haushalt|Haushalte]] |  [[:Kategorie:Wohnen|Wohnen]] | [[Möbel]] | [[Beleuchtung]] | [[Heizung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kleidung und Mode:&amp;#039;&amp;#039; [[Männliche Kleidung]] | [[Weibliche Kleidung]] | [[Kopfbedeckung]]en | [[Haarschnitt]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
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&amp;#039;&amp;#039;Kriegsführung:&amp;#039;&amp;#039; [[Fränkisches Kriegswesen]] | [[Fatimidisches Kriegswesen]] | [[Seldschukisches Kriegswesen]] | [[Byzantinisches Kriegswesen]] | [[:Kategorie:Kriegswesen der Seerepubliken|Kriegswesen der Seerepubliken]]&lt;br /&gt;
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&amp;#039;&amp;#039;Kriegskonzepte:&amp;#039;&amp;#039; [[Kreuzzug]] | [[Offene Schlacht]] | [[Raubzug]] | [[Seekrieg]] | [[Belagerung]] | [[Kriegsgefangenschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kampfteilnehmer:&amp;#039;&amp;#039; [[Ritter]] | [[Edelknecht]] | [[Edelknappe]] | [[Waffenknecht]] | [[Söldner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;#039;&amp;#039;Kampftechniken:&amp;#039;&amp;#039; [[Schwertkampf]] | [[Speerkampf]] | [[Ringkampf]] | [[Berittener Kampf]] | [[Kampf mit Schild]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Militärische Verbände:&amp;#039;&amp;#039; [[Königliche Haustruppe]] | [[Jerusalemer Garnison]] | [[:Kategorie:Geistliche Kriegerorden|Geistliche Kriegerorden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Konzepte:&amp;#039;&amp;#039; [[Diagnostik]] | [[Heilkräuter]] | [[Hygiene]] | [[Frauenheilkunde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&amp;#039;&amp;#039;Landeskunde:&amp;#039;&amp;#039; [[Flora der Levante]] | [[Fauna der Levante]] | [[Klima der Levante]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Pilger&amp;diff=2444</id>
		<title>Pilger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Pilger&amp;diff=2444"/>
		<updated>2023-06-02T12:00:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Königreich Jerusalem war ein bedeutendes Ziel für Pilger aus Europa, die das Heilige Land besuchen wollten, insbesondere Jerusalem, das als eine der wichtigsten Stätten des Christentums galt. Pilgerreisen hatten eine tiefe religiöse Bedeutung, da Gläubige das Land besuchen wollten, in dem Jesus Christus gelebt, gepredigt und gelitten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pilgerwesen hatte auch erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf das Königreich Jerusalem. Die Pilger brachten beträchtlichen Reichtum mit sich, um ihre Reisen zu finanzieren und religiöse Stätten zu unterstützen. Dies führte zu einer erhöhten Nachfrage nach Unterkünften, Verpflegung, Transportmitteln und Souvenirs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Städte und Gemeinden entlang der Pilgerrouten und insbesondere in Jerusalem profitierten von dieser wirtschaftlichen Aktivität. Handwerker, Gasthäuser, Händler und Dienstleister profitierten vom Pilgerverkehr, indem sie Waren und Dienstleistungen für die Pilger bereitstellten. Souvenirs, religiöse Reliquien und Andenken wurden verkauft, um die Bedürfnisse der Pilger zu befriedigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Infrastruktur des Pilgerwesens wurde im Laufe der Zeit weiterentwickelt, um den Ansturm der Pilger zu bewältigen. Herbergen, Hospize und Pilgerhospitäler wurden eingerichtet, um Unterkunft und medizinische Versorgung für die Pilger zur Verfügung zu stellen. Diese Einrichtungen wurden von religiösen Orden, Adligen und wohlhabenden Bürgern unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pilgerwesen war auch ein bedeutender Wirtschaftszweig für die [[Seerepublik|Seemächte]] des Mittelmeerraums wie [[Republik Genua|Genua]] und [[Republik Venedig|Venedig]]. Diese Städte kontrollierten die wichtigen Handelsrouten und organisierten den Transport der Pilger per Schiff. Die Seemächte erlangten beträchtlichen Reichtum und politischen Einfluss, indem sie die Pilgerreisen erleichterten und von den damit verbundenen Handelsaktivitäten profitierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pilgerwesen im Königreich Jerusalem war auch eng mit dem Schutz der Pilger verbunden. Da die Pilger oft über große Entfernungen reisten und auf unsicheren Straßen unterwegs waren, war ihre Sicherheit ein wichtiges Anliegen. Dies führte zur Bildung von [[Ritterorden]] wie den [[Templer]]n und den [[Johanniter]]n, die den Schutz der Pilger übernahmen und deren Sicherheit gewährleisteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt trug das Pilgerwesen im 12. Jahrhundert zur wirtschaftlichen Entwicklung des Königreichs Jerusalem bei. Die Pilger brachten Wohlstand mit sich und unterstützten die lokalen Wirtschaften entlang der Pilgerrouten. Gleichzeitig wurde das Pilgerwesen von den Seemächten des Mittelmeerraums genutzt, um ihre eigenen Handelsaktivitäten zu fördern. Die Pilgerreisen waren somit ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Stabilität und den Wohlstand des Königreichs Jerusalem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Pilgerorte in Jerusalem waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grabeskirche - Grab von Jesus Christus (im christlichen Viertel)&lt;br /&gt;
* Via Dolorosa - Stätte der Passion Christi (im syrischen Viertel)&lt;br /&gt;
* Kalvarienberg - Hügel, auf dem Jesus Christus gekreuzigt wurde (westlich des Jaffatores, außerhalb der Stadtmauern)&lt;br /&gt;
* Berg Zion - Ort, an dem Jesus und seine Jünger das letzte Abendmahl hielten (südlich des armenischen Viertels, außerhalb der Stadtmauern)&lt;br /&gt;
* Tempelberg - Tempel der biblischen Könige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Republik_Genua&amp;diff=2443</id>
		<title>Republik Genua</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Republik_Genua&amp;diff=2443"/>
		<updated>2023-06-02T10:34:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Republik Genua (auch bekannt als die &amp;quot;Erlauchteste Republik des Sankt Georg&amp;quot;) war eine italienische [[Seerepublik]], die um das Jahr 1005 entstanden war und sich im 12. Jahrhundert zu einer der mächtigsten Seemächte des Mittelmeerraums entwickelte hatte. Genua hatte eine florierende Handelsflotte und beherrschte wichtige Seewege, was zu beträchtlichem Wohlstand und politischem Einfluss führte. Nominell unterstand die Stadt dem Heiligen Römischen Kaiser, und der Bischof von Genua war ihr Vorstand. In Wirklichkeit jedoch wurde die Macht von zwei Konsulen ausgeübt, welche durch den genuesischen Adel gewählt wurde. Die Genuesen waren entschlossene Rivalen der [[Republik Venedig]], auch wenn Genua durch das gesamte Mittelalter hindurch nie an Venedigs Macht hinanreichen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die Venezianer, welche die Kreuzfahrerstaaten erst nach der Eroberung von Jerusalem zu unterstützen begannen, waren die Genuesen von Anfang an auch bei den Kreuzzügen dabei. Es war mit der Hilfe von genuesischen Technikern, dass die Belagerungsgeräte, mit denen Jerusalem eingenommen wurde, gebaut wurden. Als Dank wurde ihnen eine ganze Straße in der Stadt gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genua profitierte von den lukrativen Handelsmöglichkeiten im östlichen Mittelmeerraum, insbesondere im Seidenhandel und im Handel mit Gewürzen. Die Genueser gründeten Kolonien und Handelsniederlassungen entlang der Küste des Königreichs Jerusalem, insbesondere in Städten wie Akkon, Tyrus und Jaffa. Diese Kolonien dienten als wichtige Handelsstützpunkte und ermöglichten es Genua, seine wirtschaftlichen Interessen im östlichen Mittelmeerraum zu schützen und auszubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Republik Genua hatte auch enge politische Beziehungen zum Königreich Jerusalem. Genuesische Schiffe spielten eine entscheidende Rolle bei der Versorgung und Unterstützung der Kreuzfahrerstaaten während der zahlreichen militärischen Konflikte mit muslimischen Herrschern in der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 12. Jahrhunderts schloss Genua ein Bündnis mit dem Königreich Jerusalem und den anderen Kreuzfahrerstaaten gegen die muslimischen Seldschuken und andere feindliche Mächte. Dieses Bündnis ermöglichte es Genua, Handelsprivilegien zu erhalten und seine Stellung im östlichen Mittelmeerraum zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 12. Jahrhunderts erlebte die Beziehung zwischen Genua und dem Königreich Jerusalem jedoch auch Spannungen und Konflikte. Es kam zu Machtkämpfen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen den Genuesern und den anderen Handelsmächten, darunter auch die Republik Venedig. Die Genuesen rangen mit den Venezianern oft darüber, wer mehr Einfluss im Königreich Jerusalem hatte. Beide gaben sich als treue Verbündete des Königreichs, und bemühten sich darum, sich darin zu überbieten, Jerusalem mit Zuwendungen zu überhäufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Herausforderungen blieb die Republik Genua bis zum Ende des 12. Jahrhunderts ein wichtiger Handelspartner und politischer Verbündeter des Königreichs Jerusalem. Ihre Präsenz im östlichen Mittelmeerraum trug zur Stabilität und Prosperität des Königreichs bei, während sie gleichzeitig von den wirtschaftlichen Möglichkeiten und politischen Vorteilen profitierten, die diese Beziehung mit sich brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Adelsfamilien Genuas zälten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boccanegra, Fieschi, Grimaldi, Doria, Spinola, Embriaco, Adorno, Zaccaria, Gattilusio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Länder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Kirchengericht&amp;diff=2442</id>
		<title>Kirchengericht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Kirchengericht&amp;diff=2442"/>
		<updated>2023-06-02T10:21:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im 12. Jahrhundert gab es im Königreich Jerusalem, einem der Kreuzfahrerstaaten im Heiligen Land, ein spezielles Kirchengerichtssystem, das auf dem kanonischen Recht der katholischen Kirche basierte. Dieses Gerichtssystem hatte die Aufgabe, kirchliche Angelegenheiten zu regeln, religiöse Vergehen zu ahnden und die Disziplin innerhalb des Klerus aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im EInklang mit dem kanonischen Recht wurde im Kirchengericht das [[Kirchliches Verfahren|kirchliche Verfahren]] angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kirchliche Gerichtsamkeit bestand aus einer Hierarchie von Gerichten. An der Spitze stand das päpstliche Gericht, das von der römischen Kurie in Rom geleitet wurde. Es hatte die oberste Rechtsprechungsgewalt und entschied über wichtige Angelegenheiten, die das Königreich Jerusalem betrafen. Das päpstliche Gericht war insbesondere zuständig für die Ernennung von Bischöfen und die Behandlung von schwerwiegenden kirchlichen Streitigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des päpstlichen Gerichts gab es das Patriarchatsgericht von Jerusalem, das von dem lateinischen Patriarchen von Jerusalem geleitet wurde. Dieses Gericht hatte die Zuständigkeit über kirchliche Angelegenheiten im Königreich, einschließlich der Rechtsprechung in Fragen des kanonischen Rechts, der Ehe, der Morallehre und der Disziplin innerhalb des Klerus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gab es lokale Gerichte, die von Bischöfen oder Erzbischöfen geleitet wurden und für bestimmte geografische Gebiete im Königreich zuständig waren. Diese Gerichte behandelten alltägliche Streitigkeiten und Vergehen auf lokaler Ebene. Sie hatten die Autorität, Zeugenaussagen anzuhören, Beweise zu prüfen und Urteile zu fällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Richter an den kirchlichen Gerichten waren in der Regel Kleriker, die sowohl über theologisches als auch rechtliches Wissen verfügten. Sie wurden als Konsultoren oder Offiziale bezeichnet und hatten die Aufgabe, Rechtsstreitigkeiten zu verhandeln und Entscheidungen im Einklang mit dem kanonischen Recht zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kirchlichen Gerichte im Königreich Jerusalem hatten Zuständigkeit über eine Vielzahl von Fällen. Dazu gehörten Ehescheidungen, Eheannullierungen, Erbschaftsstreitigkeiten, Klagen gegen Kleriker wegen moralischer Verfehlungen oder Häresie sowie Streitigkeiten über Kirchengüter. Sie waren auch für Disziplinarverfahren gegen Mitglieder des Klerus zuständig, um sicherzustellen, dass sie ihren religiösen Pflichten nachkamen und den kanonischen Normen entsprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kirchliche Gerichtssystem spielte eine wichtige Rolle im Königreich Jerusalem, da die katholische Kirche eine zentrale Institution war und das tägliche Leben der Menschen stark von der Religion geprägt war. Die Gerichte trugen zur Aufrechterhaltung der religiösen Ordnung und Disziplin innerhalb der Kirche bei und spielten eine bedeutende Rolle bei der Regelung von Streitigkeiten und dem Schutz der Rechte der Gläubigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Kirchengericht&amp;diff=2441</id>
		<title>Kirchengericht</title>
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		<updated>2023-06-02T10:18:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im 12. Jahrhundert gab es im Königreich Jerusalem, einem der Kreuzfahrerstaaten im Heiligen Land, ein spezielles Kirchengerichtssystem, das auf dem kanonischen Recht der katholischen Kirche basierte. Dieses Gerichtssystem hatte die Aufgabe, kirchliche Angelegenheiten zu regeln, religiöse Vergehen zu ahnden und die Disziplin innerhalb des Klerus aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Königreich Jerusalem bestand das Kirchengericht aus einer Hierarchie von Gerichten. An der Spitze stand das päpstliche Gericht, das von der römischen Kurie in Rom geleitet wurde. Es hatte die oberste Rechtsprechungsgewalt und entschied über wichtige Angelegenheiten, die das Königreich Jerusalem betrafen. Das päpstliche Gericht war insbesondere zuständig für die Ernennung von Bischöfen und die Behandlung von schwerwiegenden kirchlichen Streitigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des päpstlichen Gerichts gab es das Patriarchatsgericht von Jerusalem, das von dem lateinischen Patriarchen von Jerusalem geleitet wurde. Dieses Gericht hatte die Zuständigkeit über kirchliche Angelegenheiten im Königreich, einschließlich der Rechtsprechung in Fragen des kanonischen Rechts, der Ehe, der Morallehre und der Disziplin innerhalb des Klerus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gab es lokale Gerichte, die von Bischöfen oder Erzbischöfen geleitet wurden und für bestimmte geografische Gebiete im Königreich zuständig waren. Diese Gerichte behandelten alltägliche Streitigkeiten und Vergehen auf lokaler Ebene. Sie hatten die Autorität, Zeugenaussagen anzuhören, Beweise zu prüfen und Urteile zu fällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Richter an den kirchlichen Gerichten waren in der Regel Kleriker, die sowohl über theologisches als auch rechtliches Wissen verfügten. Sie wurden als Konsultoren oder Offiziale bezeichnet und hatten die Aufgabe, Rechtsstreitigkeiten zu verhandeln und Entscheidungen im Einklang mit dem kanonischen Recht zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kirchlichen Gerichte im Königreich Jerusalem hatten Zuständigkeit über eine Vielzahl von Fällen. Dazu gehörten Ehescheidungen, Eheannullierungen, Erbschaftsstreitigkeiten, Klagen gegen Kleriker wegen moralischer Verfehlungen oder Häresie sowie Streitigkeiten über Kirchengüter. Sie waren auch für Disziplinarverfahren gegen Mitglieder des Klerus zuständig, um sicherzustellen, dass sie ihren religiösen Pflichten nachkamen und den kanonischen Normen entsprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kirchliche Gerichtssystem spielte eine wichtige Rolle im Königreich Jerusalem, da die katholische Kirche eine zentrale Institution war und das tägliche Leben der Menschen stark von der Religion geprägt war. Die Gerichte trugen zur Aufrechterhaltung der religiösen Ordnung und Disziplin innerhalb der Kirche bei und spielten eine bedeutende Rolle bei der Regelung von Streitigkeiten und dem Schutz der Rechte der Gläubigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<updated>2023-06-02T10:17:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im 12. Jahrhundert gab es im Königreich Jerusalem, einem der Kreuzfahrerstaaten im Heiligen Land, ein spezielles Kirchengerichtssystem, das auf dem kanonischen Recht der katholischen Kirche basierte. Dieses Gerichtssystem hatte die Aufgabe, kirchliche Angelegenheiten zu regeln, religiöse Vergehen zu ahnden und die Disziplin innerhalb des Klerus aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Königreich Jerusalem bestand das Kirchengericht aus einer Hierarchie von Gerichten. An der Spitze stand das päpstliche Gericht, das von der römischen Kurie in Rom geleitet wurde. Es hatte die oberste Rechtsprechungsgewalt und entschied über wichtige Angelegenheiten, die das Königreich Jerusalem betrafen. Das päpstliche Gericht war insbesondere zuständig für die Ernennung von Bischöfen und die Behandlung von schwerwiegenden kirchlichen Streitigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des päpstlichen Gerichts gab es das Patriarchatsgericht von Jerusalem, das von dem lateinischen Patriarchen von Jerusalem geleitet wurde. Dieses Gericht hatte die Zuständigkeit über kirchliche Angelegenheiten im Königreich, einschließlich der Rechtsprechung in Fragen des kanonischen Rechts, der Ehe, der Morallehre und der Disziplin innerhalb des Klerus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gab es lokale Gerichte, die von Bischöfen oder Erzbischöfen geleitet wurden und für bestimmte geografische Gebiete im Königreich zuständig waren. Diese Gerichte behandelten alltägliche Streitigkeiten und Vergehen auf lokaler Ebene. Sie hatten die Autorität, Zeugenaussagen anzuhören, Beweise zu prüfen und Urteile zu fällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Richter an den kirchlichen Gerichten waren in der Regel Kleriker, die sowohl über theologisches als auch rechtliches Wissen verfügten. Sie wurden als Konsultoren oder Offiziale bezeichnet und hatten die Aufgabe, Rechtsstreitigkeiten zu verhandeln und Entscheidungen im Einklang mit dem kanonischen Recht zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kirchlichen Gerichte im Königreich Jerusalem hatten Zuständigkeit über eine Vielzahl von Fällen. Dazu gehörten Ehescheidungen, Eheannullierungen, Erbschaftsstreitigkeiten, Klagen gegen Kleriker wegen moralischer Verfehlungen oder Häresie sowie Streitigkeiten über Kirchengüter. Sie waren auch für Disziplinarverfahren gegen Mitglieder des Klerus zuständig, um sicherzustellen, dass sie ihren religiösen Pflichten nachkamen und den kanonischen Normen entsprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kirchliche Gerichtssystem spielte eine wichtige Rolle im Königreich Jerusalem, da die katholische Kirche eine zentrale Institution war und das tägliche Leben der Menschen stark von der Religion geprägt war. Die Gerichte trugen zur Aufrechterhaltung der religiösen Ordnung und Disziplin innerhalb der Kirche bei und spielten eine bedeutende Rolle bei der Regelung von Streitigkeiten und dem Schutz der Rechte der Gläubigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswesen}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Kirchengericht&amp;diff=2439</id>
		<title>Kirchengericht</title>
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		<updated>2023-06-02T10:17:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „Im 12. Jahrhundert gab es im Königreich Jerusalem, einem der Kreuzfahrerstaaten im Heiligen Land, ein spezielles Kirchengerichtssystem, das auf dem kanonische…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im 12. Jahrhundert gab es im Königreich Jerusalem, einem der Kreuzfahrerstaaten im Heiligen Land, ein spezielles Kirchengerichtssystem, das auf dem kanonischen Recht der katholischen Kirche basierte. Dieses Gerichtssystem hatte die Aufgabe, kirchliche Angelegenheiten zu regeln, religiöse Vergehen zu ahnden und die Disziplin innerhalb des Klerus aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Königreich Jerusalem bestand das Kirchengericht aus einer Hierarchie von Gerichten. An der Spitze stand das päpstliche Gericht, das von der römischen Kurie in Rom geleitet wurde. Es hatte die oberste Rechtsprechungsgewalt und entschied über wichtige Angelegenheiten, die das Königreich Jerusalem betrafen. Das päpstliche Gericht war insbesondere zuständig für die Ernennung von Bischöfen und die Behandlung von schwerwiegenden kirchlichen Streitigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des päpstlichen Gerichts gab es das Patriarchatsgericht von Jerusalem, das von dem lateinischen Patriarchen von Jerusalem geleitet wurde. Dieses Gericht hatte die Zuständigkeit über kirchliche Angelegenheiten im Königreich, einschließlich der Rechtsprechung in Fragen des kanonischen Rechts, der Ehe, der Morallehre und der Disziplin innerhalb des Klerus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gab es lokale Gerichte, die von Bischöfen oder Erzbischöfen geleitet wurden und für bestimmte geografische Gebiete im Königreich zuständig waren. Diese Gerichte behandelten alltägliche Streitigkeiten und Vergehen auf lokaler Ebene. Sie hatten die Autorität, Zeugenaussagen anzuhören, Beweise zu prüfen und Urteile zu fällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Richter an den kirchlichen Gerichten waren in der Regel Kleriker, die sowohl über theologisches als auch rechtliches Wissen verfügten. Sie wurden als Konsultoren oder Offiziale bezeichnet und hatten die Aufgabe, Rechtsstreitigkeiten zu verhandeln und Entscheidungen im Einklang mit dem kanonischen Recht zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kirchlichen Gerichte im Königreich Jerusalem hatten Zuständigkeit über eine Vielzahl von Fällen. Dazu gehörten Ehescheidungen, Eheannullierungen, Erbschaftsstreitigkeiten, Klagen gegen Kleriker wegen moralischer Verfehlungen oder Häresie sowie Streitigkeiten über Kirchengüter. Sie waren auch für Disziplinarverfahren gegen Mitglieder des Klerus zuständig, um sicherzustellen, dass sie ihren religiösen Pflichten nachkamen und den kanonischen Normen entsprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kirchliche Gerichtssystem spielte eine wichtige Rolle im Königreich Jerusalem, da die katholische Kirche eine zentrale Institution war und das tägliche Leben der Menschen stark von der Religion geprägt war. Die Gerichte trugen zur Aufrechterhaltung der religiösen Ordnung und Disziplin innerhalb der Kirche bei und spielten eine bedeutende Rolle bei der Regelung von Streitigkeiten und dem Schutz der Rechte der Gläubigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Kategorie:Rechtswesen}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Seldschukensultanat&amp;diff=2438</id>
		<title>Seldschukensultanat</title>
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		<updated>2023-06-02T10:08:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Seldschukensultanat war ein bedeutendes muslimisches Reich, das vom 11. bis zum 13. Jahrhundert existierte. Es wurde von der türkischen Seldschuken-Dynastie gegründet und erstreckte sich über weite Teile des Nahen Ostens, Anatoliens und Teile Zentralasiens. Das Sultanat wurde von einem Sultans regiert, der als oberster Herrscher fungierte, aber auch auf die Unterstützung von regionalen Herrschern angewiesen war, die als Emire und Atabegs bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Emire waren regional mächtige Anführer, die innerhalb des Seldschukensultanats große autonome Gebiete regierten. Sie wurden vom Sultan ernannt und waren für die Verwaltung ihrer Territorien verantwortlich. Sie sammelten Steuern, führten militärische Operationen durch und gewährten Schutz für ihre Untertanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Atabegs waren eine weitere Gruppe von mächtigen regionalen Herrschern im Seldschukensultanat. Sie hatten ähnliche Funktionen wie die Emire, aber ihre Hauptaufgabe bestand darin, junge und unerfahrene Sultane zu erziehen und zu schützen. Die Atabegs dienten als Regenten und Mentoren für die minderjährigen Sultane und hatten oft großen Einfluss auf die Politik des Sultanats. Beispiele für solch regionale Seldschukenherrscher waren der Emir von Damaskus, der Emir von Homs und der Atabeg von Aleppo und Mosul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Emire und Atabegs spielten eine entscheidende Rolle bei der Stabilität und Verwaltung des Seldschukensultanats. Sie führten nicht nur ihre eigenen Gebiete, sondern stärkten auch die zentrale Autorität des Sultans, indem sie ihn mit militärischer Unterstützung und politischem Rat versorgten. Sie waren wichtig für die Verteidigung des Reiches gegen äußere Bedrohungen und die Durchsetzung der Autorität des Sultans gegenüber aufständischen oder rebellischen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass die Beziehungen zwischen dem Sultan, den Emiren und Atabegs oft von Rivalitäten, Machtkämpfen und wechselnden Allianzen geprägt waren. Einige Emire oder Atabegs nutzten ihre Macht, um sich von der zentralen Autorität des Sultans abzusetzen und eigene Ambitionen zu verfolgen. Dies führte manchmal zu Konflikten innerhalb des Sultanats und trug letztendlich zum Niedergang des Seldschukensultanats bei, als neue Mächte aufstiegen und die regionale Kontrolle übernahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Länder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Seldschukensultanat&amp;diff=2437</id>
		<title>Seldschukensultanat</title>
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		<updated>2023-06-02T10:06:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „Das Seldschukensultanat war ein bedeutendes muslimisches Reich, das vom 11. bis zum 13. Jahrhundert existierte. Es wurde von der türkischen Seldschuken-Dynast…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Seldschukensultanat war ein bedeutendes muslimisches Reich, das vom 11. bis zum 13. Jahrhundert existierte. Es wurde von der türkischen Seldschuken-Dynastie gegründet und erstreckte sich über weite Teile des Nahen Ostens, Anatoliens und Teile Zentralasiens. Das Sultanat wurde von einem Sultans regiert, der als oberster Herrscher fungierte, aber auch auf die Unterstützung von regionalen Herrschern angewiesen war, die als Emire und Atabegs bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Emire waren regional mächtige Anführer, die innerhalb des Seldschukensultanats große autonome Gebiete regierten. Sie wurden vom Sultan ernannt und waren für die Verwaltung ihrer Territorien verantwortlich. Sie sammelten Steuern, führten militärische Operationen durch und gewährten Schutz für ihre Untertanen. Einige der berühmtesten Emire des Seldschukensultanats waren Zengi, der Emir von Aleppo, und sein Sohn Nur ad-Din, die für ihren erfolgreichen Widerstand gegen die Kreuzzüge bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Atabegs waren eine weitere Gruppe von mächtigen regionalen Herrschern im Seldschukensultanat. Sie hatten ähnliche Funktionen wie die Emire, aber ihre Hauptaufgabe bestand darin, junge und unerfahrene Sultane zu erziehen und zu schützen. Die Atabegs dienten als Regenten und Mentoren für die minderjährigen Sultane und hatten oft großen Einfluss auf die Politik des Sultanats. Einer der bekanntesten Atabegs war Zengi, der auch als Emir von Aleppo agierte und später seinen Sohn, Nur ad-Din, zum Atabeg ernannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Emire und Atabegs spielten eine entscheidende Rolle bei der Stabilität und Verwaltung des Seldschukensultanats. Sie führten nicht nur ihre eigenen Gebiete, sondern stärkten auch die zentrale Autorität des Sultans, indem sie ihn mit militärischer Unterstützung und politischem Rat versorgten. Sie waren wichtig für die Verteidigung des Reiches gegen äußere Bedrohungen und die Durchsetzung der Autorität des Sultans gegenüber aufständischen oder rebellischen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass die Beziehungen zwischen dem Sultan, den Emiren und Atabegs oft von Rivalitäten, Machtkämpfen und wechselnden Allianzen geprägt waren. Einige Emire oder Atabegs nutzten ihre Macht, um sich von der zentralen Autorität des Sultans abzusetzen und eigene Ambitionen zu verfolgen. Dies führte manchmal zu Konflikten innerhalb des Sultanats und trug letztendlich zum Niedergang des Seldschukensultanats bei, als neue Mächte aufstiegen und die regionale Kontrolle übernahmen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Landwirtschaft_in_den_H%C3%BCgeln&amp;diff=2436</id>
		<title>Landwirtschaft in den Hügeln</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Landwirtschaft_in_den_H%C3%BCgeln&amp;diff=2436"/>
		<updated>2023-01-11T22:43:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „Dieser Artikel stellt das Dorfleben im Spielort Qalunia vor.  ==Geographie==  ===Grundlagen===  Palästina im allgemeinen und die judäischen Berge im besonder…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel stellt das Dorfleben im Spielort Qalunia vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grundlagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Palästina im allgemeinen und die judäischen Berge im besonderen sind eine von Hügeln geprägte Landschaft. Jerusalem liegt im Zentrum der judäischen Berge, einem aus Kalkstein bestehenden Bergsattel, welcher von tiefen und meistens schmalen Tälern durchzogen ist. Die steinigen Hänge und Hügelkuppen sind von einer spärlichen Schicht kalk- und tonreicher Erde bedeckt, welche allerdings sehr fruchtbar ist sofern die Erdschicht eine ausreichende Tiefe hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Beschaffenheit der Gesteinsschichten sind die Hügel Judäas, Samarias und Galiläas schon im natürlichen Zustand leicht terrassiert. Diesen Zustand haben die Menschen schon vor Urzeiten weiter ausgebaut und um ihre Dörfer herum aufwändige Terrassen angelegt. Hierbei werden die reichlich vorhandenen Bruchsteine genutzt um entlang der Vorderkante einer Terrasse eine Mauer zu errichten. Der Hohlraum hinter dieser Mauer wird dann mit Erde gefüllt. Man erhält somit mehrere schmale Felder, welche über eine tiefe Erdschicht verfügen und für den Ackerbau genutzt werden können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=2435</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=2435"/>
		<updated>2023-01-11T22:26:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&amp;#039;&amp;#039;Kampftechniken:&amp;#039;&amp;#039; [[Schwertkampf]] | [[Speerkampf]] | [[Ringkampf]] | [[Berittener Kampf]] | [[Kampf mit Schild]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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|style=&amp;quot;width: 50%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Tagesablauf&amp;diff=2434</id>
		<title>Tagesablauf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Tagesablauf&amp;diff=2434"/>
		<updated>2021-07-13T16:32:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel beschreibt den typischen Ablauf eines Wochentages aus der Perspektive von verschiedenen Menschen des Mittelalters. Die Zeiten werden dabei in moderner und in mittelalterlicher Zeitrechnung angegeben. Im Mittelalter waren Minuten und Sekunden zwar schon bekannt, aber nicht im allgemeinen Gebrauch - eher sagte man z.B. eine Viertelstunde als 15 Minuten, oder ein Augenblick statt eine Sekunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Stunde des Tages hat in diesem Kapitel ihr eigenes Kapitel. Ist die Tageszeit mit einem bestimmten christlichen, muslimischen oder jüdischen Gebet assoziiert, ist dies auch im Titel aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundeinheiten des Tages eines Christen waren die 8 kanonischen Tagzeiten, auch Horen genannt – Nachtfeier, Matutin, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet. Am Beginn jeder dieser Tagzeiten (und zusätzlich auch zum Beginn der Frühmesse) werden von allen Kirchen Glocken geläutet – dies ist die verlässlichste Art und Weise, um die Zeit in Jerusalem zu erahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beachten ist, dass die Zeitmessung nicht sehr genau war, und der Tag mit Sonnenaufgang begann und mit Sonnenuntergang endete. Daher waren die nächtlichen Tagzeiten im Winter viel länger und im Sommer kürzer – und genau anders herum bei den Tagzeiten, die während des Tages stattfanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==12-3 Uhr – Nachtfeier==&lt;br /&gt;
Zu Mitternacht klingen gedämpft und vergleichsweise leise Glocken durch die Stadt. Klöster und Kirchen feiern zu dieser Zeit die [[Stundengebet|Nachtfeier]] – der erste Teil der Mette. Diese Nachtfeier ist das erste verpflichtende Gebet für Geistliche und die Oblaten der geistlichen Orden. Hier wird um die Gesundheit der königlichen Familie, und für das Seelenheil der Toten, gebetet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit ist niemand außer Haus außer ein paar müde Mitglieder der Garnison, die zum Wachtdient eingespannt sind, ein paar vereinzelte Nachtwachen, die von verschiedenen Nachbarschaften organisiert worden sind, und natürlich kriminelle Elemente. Die Stadt befindet sich im Tiefschlaf – eine perfekte Zeit für Diebe und Einbrecher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Menschen schlafen; aber einige Haushalte – besonders in den langen Nächten des Winters – wachen zur Zeit des Glockenläutens für eine Stunde auf, um das Feuer anzuheizen, sicher zu stellen, dass alles abgeschlossen ist, Geschichten zu erzählen, und Geschlechtsverkehr zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==3-6 Uhr - Matutin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um drei Uhr werden abermals Glocken geläutet. Sie rufen die Geistlichen von Jerusalem zum zweiten [[Stundengebet]], dem Matutin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit stehen aber auch die ersten Jerusalemer, die keine Geistlichen sind, auf. Es handelt sich dabei um Leute wie zum Beispiel [[Bäcker]], welche aufstehen müssen, um zu beginnen, Brote zu backen, damit jene rechtzeitig bis zum Morgen fertig gebacken, aber noch frisch sind. Auch [[Diener]] müssen oft schon um diese Zeit aufstehen - Häuser wollen eingeheizt, Böden gekehrt und Wäsche gewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4.30 Uhr – die Morgengebete der drei Religionen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 4.30 Uhr, beim ersten Anbruch des Tageslichtes, stehen die meisten Menschen auf. Zum einzigen Mal außerhalb des Anfangs der Tagzeiten erklingen die Kirchenglocken – sie mahnen die Gläubigen zur Messe. Die Nachtwache hört zu dieser Uhrzeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Christen Jerusalems drängen sich noch vor dem Frühstück in die Kirche oder die Kapelle, um sich die [[Stundengebet|Frühmesse]], die etwa um 4.30 beginnt, anzuhören. Mit der täglichen Messe sollte jeder mittelalterliche Mensch den Tag beginnen. Aber auch schon der beste Christ hat schon mal die Frühmesse verschlafen. Priester bemühen sich von Montag bis Samstag, die Messe bündig zu halten (in etwa 20 bis dreißig Minuten); am Sonntag und an Feiertagen sind sie jedoch ausgeschmückt und können über eine Stunde dauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime derweil stehen ungefähr zur selben Zeit auf, um das erste ihrer fünf täglichen Gebete, das [[Salat|Fadschr-Gebet]], zu beten. In muslimischen Städten rufen die Muezzine von den Minaretten herab zum Gebet auf; in den meisten von Christen kontrollierten Städten ist dies jedoch nicht gestattet. Am Freitag versammeln sich alle Muslime zum Fadschr-Gebet gemeinschaftlich in der Moschee; an anderen Tagen ist es in Ordnung, das Gebet zu Hause zu vollführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden stehen ebenfalls um diese Zeit auf, um das Schacharit-Gebet, das [[Jüdische Gebete|jüdische Morgengebet]], zu beten. Üblicherweise wird dies zu Hause getan; am Samstag wird dafür die Synagoge vorgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Messe, das Fadschr-Gebet und das Schacharit-Gebet gehen die Einwohner Jerusalems frühstücken. Das typische [[Frühstück]] ist recht schlicht gehalten – nicht viel mehr als Brot, Wasser und eventuell ein paar Früchte. Manche Jerusalemer überspringen es sogar komplett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==6-9 Uhr - Prim==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 6 läuten die Glocken hell und laut zur Prim, die Sonne geht auf, und das Leben schwappt über die Stadt herein. Läden werden aufgemacht, Theken ausgefahren, Krämer beginnen durch die Straßen zu ziehen, und die Handwerker beginnen an ihren Arbeiten herumzuwerkeln oder lautstark Kunden anzuwerben. Der [[Marktvogt]] beginnt die Inspektion der Märkte und Läden. Das [[Bürgergericht]] findet sich zusammen, sodass die [[Schöffe]]n und der [[Vizegraf]] Urteile zu fällen beginnen kann. Edelleute benutzen oft diese Zeit, um mit den Amtsleuten ihres [[Adliger Haushalt|Haushaltes]] zu sprechen - zum Beispiel mit Vögten oder ihrem Seneschall. Edeldamen sind um diese Zeit oft mit Sticken beschäftigt. [[Ritter]] und [[Waffenknecht]]e verbringen diese Zeit, wenn sie nichts anderes zu tun hatten, mit Waffenübungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistliche und Oblaten beten zum Sonnenaufgang, pünktlich zum Glockenschlag, die Prim, die erste der sogenannte „kleine Horen“ – ein relativ kurzes Gebet, in welchem Gott um Hilfe angebetet wird. Im Anschluss an die Prim nehmen die Geistlichen ihre nicht-[[:Kategorie:Johanniterorden|Johanniterorden]] pflegen sich die Ordensleute um die Kranken, und die [[Templer]] begannen ihre Waffenübungen. Die [[:Kategorie:Benediktinerorden|Benediktinerinnen]] widmen sich Gartenarbeiten oder dem Lesen und Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==9-12 Uhr – Terz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen, und die Geistlichen beten die [[Stundengebet|Terz]], den vierten Gottesdienst und den zweiten der kleinen Horen. Manche Händler und Handwerker dürfen erst jetzt mit dem Verkauf von Waren anfangen - mit dieser Gewerbeeinschränkung konnten Leute, die gegen eine Regulation verstoßen hatten, sehr effektiv bestraft werden. Die Sitzung des Bürgergerichts dürfte bis zum Beginn der Terz abgeschlossen sein - wobei sich die Sache manchmal etwas zieht. Die [[Schöffe]]n können nach Hause eilen, um dort ihr Gewerbe aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Terz nehmen die Mönche und Nonnen nehmen das Studium ihrer Bücher wieder auf, oder beschäftigen sich mit Gartenarbeit oder Krankenpflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa um 10 erstirbt das Markttreiben und das Geklirr der übenden Krieger - es ist üblich, dass es jetzt [[Mittagessen]] gibt. Der Haushalt, egal ob im Kreise der Familie, einem Soldatenband oder einem geistlichen Orden, isst zusammen. Das Mittagessen ist sehr reichhaltig und die Hauptmahlzeit des Tages. Manchmal gibt es auch Gäste - für Angehörige des Adels gilt das Unterhalten von Gästen beim Mittagessen für besonders fein und ehrenhaft. Manche Leute aber haben keine Frau und auch keine Diener, die ihnen das Essen machen, und daher müssen sie zu den [[Garküche]]n des Malquisinats gehen, um dort ihren Hunger zu stillen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Mittagessens, um 11 Uhr, nimmt das Markttreiben nimmt wieder seinen Gang. Adlige vertreiben sich die Zeit mit der [[Beizjagd]] oder der Jagd mit Hunden, oder aber, wenn das Wetter nicht gut ist, mit [[Schach]] oder [[Würfelspiel]]en -der auch, bei gebildeten Leuten, mit [[Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==12-15 Uhr – Sext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit schlagen auch abermals die Kirchenglocken, denn die Geistlichen beten die [[Stundengebet|Sext]] zu Mittag. Die Sext ist die dritte der kleinen Horen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Sext dürfen die Mönche und Nonnen einen kleinen Mittagsschlaf halten. Auch die Angehörigen der [[Dienerschaft]] können das für eine halbe oder eine Stunde - sofern alle Überreste des Mittagessen abgeräumt sind. Das ist sehr willkommen, da Diener früh aufstehen müssen. Das Markttreiben nimmt weiter seinen Gang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime beten um die Zeit der Sext das [[Salat|Dhuhr-Gebet]]. Es dauert etwa 15 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden, derweil, beten nach dem Mittagessen das [[Jüdische Gebete|Mincha-Gebet]] – wörtlich aus Hebräischen übersetzt heißt dies Darbringung, da es sich aus einem Opferritual entwickelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==15-18 Uhr - Non==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen abermals, und die Geistlichen beten die [[Stundengebet|Non]], die letzte der kleinen Horen für den heutigen Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime beten in der Zeit, in der die Non gebetet wird, das [[Salat|Asr-Gebet]], das etwa 15 Minuten dauert, und dem oft eine kleine Jause folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Non beginnen die allerersten Läden zu schließen. Vor allem sind das Handwerksläden, die einen großen Bestellungsrückstand haben, und deren Meister in Ruhe die Bestellungen fertig stellen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr Läden schließen in den darauffolgenden Stunden. Um 4 am Nachmittag kann der Marktvogt seine Arbeit für heute beenden. Hinter den Kulissen aber arbeiten Handwerker oft weiter, vor allem wenn sie bei Aufträgen im Rückstand sind. Adlige derweil kehren von ihren Jagden zurück, wenn sie solche unternommen haben. Sie machen die Bahn frei für nicht-adlige [[Beizjagd]]-Enthusiasten, die nun ihrerseits mit ihren weniger wertvollen Jagdvögeln auf die Beiz gehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Arbeit, zwischen 4 und 5, ziehen die Handwerker und Arbeiter Jerusalems in die Gasthäuser und Schänken, oder alternativ ganz einfach nach Hause. Es wird [[Schach]] gespielt, aber auch anderen [[Brettspiele]] und auch Spiele mit Kugeln und Kegeln wurden gespielt. Andere Männer versammelten sich in Hinterhöfen, um dort die Kunst des Bogenschießens oder des Armbrustschießens zu üben - Kenntnisse darüber sind nützlich im Fall einer bewaffneten Auseinandersetzung, sei es mit Feinden des Königreichs oder im kleineren Rahmen. Hinter den Kulissen jedoch geht in den Handwerksstätten die Arbeit bei so manchen weiter, auch wenn der Verkaufsladen an sich geschlossen hat. Adlige derweil versammeln sich im großen Saal ihrer Anwesen oder Häuser. Wenn ein fahrender Sänger oder Erzähler zu Gast ist, ist es nun an der Zeit für diesen, seine Geschichten oder Lieder preis zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==18-21 Uhr - Vesper==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen abermals, und die Mönche beten die [[Vesper]], den Abendgottesdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime beten zu dieser Zeit den [[Salat|Maghrib]], das Gebet, welches ein Musliim zu absolvieren hat, wenn es draußen beginnt, dunkel zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sonnenuntergang zeigt die Zeit für das [[Abendessen]] an, welches sich ein jeder Mann von seiner Frau erwartet, wenn er von seiner Schänke, seinen Bogenschützenübungen oder seiner Beiz nach Hause kommt. Auf dem syrischen Platz beginnt nun möglicherweise eine Aufführung von fahrenden Leuten, die Gauklereien sowie Theaterstücke aufspielen. Manchmal ist das ein ungeordneter Klamauk, welcher in kompletten Unfug degeneriert. Wie dem auch sei, die Leute lieben es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Familien wird die Zeit nach dem Abendessen benutzt, um zusammen zu sitzen und sich Geschichten zu erzählen oder sich über den heutigen Tag auszutauschen. Die Gaststätten schließen, denn es wird als extrem unfein gesehen, noch jetzt zu dieser Zeit zu trinken. Leute, die morgen früh aufmüssen, gehen jetzt ins Bett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==21-24 Uhr – Komplet==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen abermals, und die Mönche beten das [[Komplet]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime enden den Tag mit dem letzten Gebet des Tages, dem [[Salat|Ischa]] – dies wird gebetet, wenn es komplett dunkel geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden derweil beschließen den Tag mit dem [[Jüdische Gebete|Maariv-Gebet]], dem jüdischen Abendgebet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute gehen spätestens nach dem Glockenschlag zum Komplet ins Bett. Es ist wichtig, zu festen Tageszeiten ins Bett zu gehen und aufzustehen, denn es gab noch keine Wecker und es war notwendig, den geeigneten inneren Rhythmus zu haben, um nicht zu verschlafen - wobei die Glocken am Morgen dabei helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht sind die [[Nachtwache]]n unterwegs. Diese bestehen aus Bürgern der Nachbarschaft, die sich dazu bereit erklären, in der Nacht schichtenweise mit einer Fackel herumzugehen und Ausschau zu halten nach Feuern, Übeltätern oder sonstigen Anomalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alltag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Tagesablauf&amp;diff=2433</id>
		<title>Tagesablauf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Tagesablauf&amp;diff=2433"/>
		<updated>2021-07-13T16:32:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel beschreibt den typischen Ablauf eines Wochentages aus der Perspektive von verschiedenen Menschen des Mittelalters. Die Zeiten werden dabei in moderner und in mittelalterlicher Zeitrechnung angegeben. Im Mittelalter waren Minuten und Sekunden zwar schon bekannt, aber nicht im allgemeinen Gebrauch - eher sagte man z.B. eine Viertelstunde als 15 Minuten, oder ein Augenblick statt eine Sekunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Stunde des Tages hat in diesem Kapitel ihr eigenes Kapitel. Ist die Tageszeit mit einem bestimmten christlichen, muslimischen oder jüdischen Gebet assoziiert, ist dies auch im Titel aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundeinheiten des Tages eines Christen waren die 8 kanonischen Tagzeiten, auch Horen genannt – Nachtfeier, Matutin, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet. Am Beginn jeder dieser Tagzeiten (und zusätzlich auch zum Beginn der Frühmesse) werden von allen Kirchen Glocken geläutet – dies ist die verlässlichste Art und Weise, um die Zeit in Jerusalem zu erahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beachten ist, dass die Zeitmessung nicht sehr genau war, und der Tag mit Sonnenaufgang begann und mit Sonnenuntergang endete. Daher waren die nächtlichen Tagzeiten im Winter viel länger und im Sommer kürzer – und genau anders herum bei den Tagzeiten, die während des Tages stattfanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==12-3 Uhr – Nachtfeier==&lt;br /&gt;
Zu Mitternacht klingen gedämpft und vergleichsweise leise Glocken durch die Stadt. Klöster und Kirchen feiern zu dieser Zeit die [[Stundengebet|Nachtfeier]] – der erste Teil der Mette. Diese Nachtfeier ist das erste verpflichtende Gebet für Geistliche und die Oblaten der geistlichen Orden. Hier wird um die Gesundheit der königlichen Familie, und für das Seelenheil der Toten, gebetet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit ist niemand außer Haus außer ein paar müde Mitglieder der Garnison, die zum Wachtdient eingespannt sind, ein paar vereinzelte Nachtwachen, die von verschiedenen Nachbarschaften organisiert worden sind, und natürlich kriminelle Elemente. Die Stadt befindet sich im Tiefschlaf – eine perfekte Zeit für Diebe und Einbrecher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Menschen schlafen; aber einige Haushalte – besonders in den langen Nächten des Winters – wachen zur Zeit des Glockenläutens für eine Stunde auf, um das Feuer anzuheizen, sicher zu stellen, dass alles abgeschlossen ist, Geschichten zu erzählen, und Geschlechtsverkehr zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==3-6 Uhr - Matutin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um drei Uhr werden abermals Glocken geläutet. Sie rufen die Geistlichen von Jerusalem zum zweiten [[Stundengebet]], dem Matutin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit stehen aber auch die ersten Jerusalemer, die keine Geistlichen sind, auf. Es handelt sich dabei um Leute wie zum Beispiel [[Bäcker]], welche aufstehen müssen, um zu beginnen, Brote zu backen, damit jene rechtzeitig bis zum Morgen fertig gebacken, aber noch frisch sind. Auch [[Diener]] müssen oft schon um diese Zeit aufstehen - Häuser wollen eingeheizt, Böden gekehrt und Wäsche gewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===4.30 Uhr – die Morgengebete der drei Religionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 4.30 Uhr, beim ersten Anbruch des Tageslichtes, stehen die meisten Menschen auf. Zum einzigen Mal außerhalb des Anfangs der Tagzeiten erklingen die Kirchenglocken – sie mahnen die Gläubigen zur Messe. Die Nachtwache hört zu dieser Uhrzeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Christen Jerusalems drängen sich noch vor dem Frühstück in die Kirche oder die Kapelle, um sich die [[Stundengebet|Frühmesse]], die etwa um 4.30 beginnt, anzuhören. Mit der täglichen Messe sollte jeder mittelalterliche Mensch den Tag beginnen. Aber auch schon der beste Christ hat schon mal die Frühmesse verschlafen. Priester bemühen sich von Montag bis Samstag, die Messe bündig zu halten (in etwa 20 bis dreißig Minuten); am Sonntag und an Feiertagen sind sie jedoch ausgeschmückt und können über eine Stunde dauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime derweil stehen ungefähr zur selben Zeit auf, um das erste ihrer fünf täglichen Gebete, das [[Salat|Fadschr-Gebet]], zu beten. In muslimischen Städten rufen die Muezzine von den Minaretten herab zum Gebet auf; in den meisten von Christen kontrollierten Städten ist dies jedoch nicht gestattet. Am Freitag versammeln sich alle Muslime zum Fadschr-Gebet gemeinschaftlich in der Moschee; an anderen Tagen ist es in Ordnung, das Gebet zu Hause zu vollführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden stehen ebenfalls um diese Zeit auf, um das Schacharit-Gebet, das [[Jüdische Gebete|jüdische Morgengebet]], zu beten. Üblicherweise wird dies zu Hause getan; am Samstag wird dafür die Synagoge vorgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Messe, das Fadschr-Gebet und das Schacharit-Gebet gehen die Einwohner Jerusalems frühstücken. Das typische [[Frühstück]] ist recht schlicht gehalten – nicht viel mehr als Brot, Wasser und eventuell ein paar Früchte. Manche Jerusalemer überspringen es sogar komplett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==6-9 Uhr - Prim==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 6 läuten die Glocken hell und laut zur Prim, die Sonne geht auf, und das Leben schwappt über die Stadt herein. Läden werden aufgemacht, Theken ausgefahren, Krämer beginnen durch die Straßen zu ziehen, und die Handwerker beginnen an ihren Arbeiten herumzuwerkeln oder lautstark Kunden anzuwerben. Der [[Marktvogt]] beginnt die Inspektion der Märkte und Läden. Das [[Bürgergericht]] findet sich zusammen, sodass die [[Schöffe]]n und der [[Vizegraf]] Urteile zu fällen beginnen kann. Edelleute benutzen oft diese Zeit, um mit den Amtsleuten ihres [[Adliger Haushalt|Haushaltes]] zu sprechen - zum Beispiel mit Vögten oder ihrem Seneschall. Edeldamen sind um diese Zeit oft mit Sticken beschäftigt. [[Ritter]] und [[Waffenknecht]]e verbringen diese Zeit, wenn sie nichts anderes zu tun hatten, mit Waffenübungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistliche und Oblaten beten zum Sonnenaufgang, pünktlich zum Glockenschlag, die Prim, die erste der sogenannte „kleine Horen“ – ein relativ kurzes Gebet, in welchem Gott um Hilfe angebetet wird. Im Anschluss an die Prim nehmen die Geistlichen ihre nicht-[[:Kategorie:Johanniterorden|Johanniterorden]] pflegen sich die Ordensleute um die Kranken, und die [[Templer]] begannen ihre Waffenübungen. Die [[:Kategorie:Benediktinerorden|Benediktinerinnen]] widmen sich Gartenarbeiten oder dem Lesen und Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==9-12 Uhr – Terz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen, und die Geistlichen beten die [[Stundengebet|Terz]], den vierten Gottesdienst und den zweiten der kleinen Horen. Manche Händler und Handwerker dürfen erst jetzt mit dem Verkauf von Waren anfangen - mit dieser Gewerbeeinschränkung konnten Leute, die gegen eine Regulation verstoßen hatten, sehr effektiv bestraft werden. Die Sitzung des Bürgergerichts dürfte bis zum Beginn der Terz abgeschlossen sein - wobei sich die Sache manchmal etwas zieht. Die [[Schöffe]]n können nach Hause eilen, um dort ihr Gewerbe aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Terz nehmen die Mönche und Nonnen nehmen das Studium ihrer Bücher wieder auf, oder beschäftigen sich mit Gartenarbeit oder Krankenpflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa um 10 erstirbt das Markttreiben und das Geklirr der übenden Krieger - es ist üblich, dass es jetzt [[Mittagessen]] gibt. Der Haushalt, egal ob im Kreise der Familie, einem Soldatenband oder einem geistlichen Orden, isst zusammen. Das Mittagessen ist sehr reichhaltig und die Hauptmahlzeit des Tages. Manchmal gibt es auch Gäste - für Angehörige des Adels gilt das Unterhalten von Gästen beim Mittagessen für besonders fein und ehrenhaft. Manche Leute aber haben keine Frau und auch keine Diener, die ihnen das Essen machen, und daher müssen sie zu den [[Garküche]]n des Malquisinats gehen, um dort ihren Hunger zu stillen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Mittagessens, um 11 Uhr, nimmt das Markttreiben nimmt wieder seinen Gang. Adlige vertreiben sich die Zeit mit der [[Beizjagd]] oder der Jagd mit Hunden, oder aber, wenn das Wetter nicht gut ist, mit [[Schach]] oder [[Würfelspiel]]en -der auch, bei gebildeten Leuten, mit [[Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==12-15 Uhr – Sext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit schlagen auch abermals die Kirchenglocken, denn die Geistlichen beten die [[Stundengebet|Sext]] zu Mittag. Die Sext ist die dritte der kleinen Horen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Sext dürfen die Mönche und Nonnen einen kleinen Mittagsschlaf halten. Auch die Angehörigen der [[Dienerschaft]] können das für eine halbe oder eine Stunde - sofern alle Überreste des Mittagessen abgeräumt sind. Das ist sehr willkommen, da Diener früh aufstehen müssen. Das Markttreiben nimmt weiter seinen Gang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime beten um die Zeit der Sext das [[Salat|Dhuhr-Gebet]]. Es dauert etwa 15 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden, derweil, beten nach dem Mittagessen das [[Jüdische Gebete|Mincha-Gebet]] – wörtlich aus Hebräischen übersetzt heißt dies Darbringung, da es sich aus einem Opferritual entwickelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==15-18 Uhr - Non==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen abermals, und die Geistlichen beten die [[Stundengebet|Non]], die letzte der kleinen Horen für den heutigen Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime beten in der Zeit, in der die Non gebetet wird, das [[Salat|Asr-Gebet]], das etwa 15 Minuten dauert, und dem oft eine kleine Jause folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Non beginnen die allerersten Läden zu schließen. Vor allem sind das Handwerksläden, die einen großen Bestellungsrückstand haben, und deren Meister in Ruhe die Bestellungen fertig stellen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr Läden schließen in den darauffolgenden Stunden. Um 4 am Nachmittag kann der Marktvogt seine Arbeit für heute beenden. Hinter den Kulissen aber arbeiten Handwerker oft weiter, vor allem wenn sie bei Aufträgen im Rückstand sind. Adlige derweil kehren von ihren Jagden zurück, wenn sie solche unternommen haben. Sie machen die Bahn frei für nicht-adlige [[Beizjagd]]-Enthusiasten, die nun ihrerseits mit ihren weniger wertvollen Jagdvögeln auf die Beiz gehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Arbeit, zwischen 4 und 5, ziehen die Handwerker und Arbeiter Jerusalems in die Gasthäuser und Schänken, oder alternativ ganz einfach nach Hause. Es wird [[Schach]] gespielt, aber auch anderen [[Brettspiele]] und auch Spiele mit Kugeln und Kegeln wurden gespielt. Andere Männer versammelten sich in Hinterhöfen, um dort die Kunst des Bogenschießens oder des Armbrustschießens zu üben - Kenntnisse darüber sind nützlich im Fall einer bewaffneten Auseinandersetzung, sei es mit Feinden des Königreichs oder im kleineren Rahmen. Hinter den Kulissen jedoch geht in den Handwerksstätten die Arbeit bei so manchen weiter, auch wenn der Verkaufsladen an sich geschlossen hat. Adlige derweil versammeln sich im großen Saal ihrer Anwesen oder Häuser. Wenn ein fahrender Sänger oder Erzähler zu Gast ist, ist es nun an der Zeit für diesen, seine Geschichten oder Lieder preis zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==18-21 Uhr - Vesper==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen abermals, und die Mönche beten die [[Vesper]], den Abendgottesdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime beten zu dieser Zeit den [[Salat|Maghrib]], das Gebet, welches ein Musliim zu absolvieren hat, wenn es draußen beginnt, dunkel zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sonnenuntergang zeigt die Zeit für das [[Abendessen]] an, welches sich ein jeder Mann von seiner Frau erwartet, wenn er von seiner Schänke, seinen Bogenschützenübungen oder seiner Beiz nach Hause kommt. Auf dem syrischen Platz beginnt nun möglicherweise eine Aufführung von fahrenden Leuten, die Gauklereien sowie Theaterstücke aufspielen. Manchmal ist das ein ungeordneter Klamauk, welcher in kompletten Unfug degeneriert. Wie dem auch sei, die Leute lieben es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Familien wird die Zeit nach dem Abendessen benutzt, um zusammen zu sitzen und sich Geschichten zu erzählen oder sich über den heutigen Tag auszutauschen. Die Gaststätten schließen, denn es wird als extrem unfein gesehen, noch jetzt zu dieser Zeit zu trinken. Leute, die morgen früh aufmüssen, gehen jetzt ins Bett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==21-24 Uhr – Komplet==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen abermals, und die Mönche beten das [[Komplet]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime enden den Tag mit dem letzten Gebet des Tages, dem [[Salat|Ischa]] – dies wird gebetet, wenn es komplett dunkel geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden derweil beschließen den Tag mit dem [[Jüdische Gebete|Maariv-Gebet]], dem jüdischen Abendgebet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute gehen spätestens nach dem Glockenschlag zum Komplet ins Bett. Es ist wichtig, zu festen Tageszeiten ins Bett zu gehen und aufzustehen, denn es gab noch keine Wecker und es war notwendig, den geeigneten inneren Rhythmus zu haben, um nicht zu verschlafen - wobei die Glocken am Morgen dabei helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht sind die [[Nachtwache]]n unterwegs. Diese bestehen aus Bürgern der Nachbarschaft, die sich dazu bereit erklären, in der Nacht schichtenweise mit einer Fackel herumzugehen und Ausschau zu halten nach Feuern, Übeltätern oder sonstigen Anomalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alltag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Katholische_Kirche&amp;diff=2432</id>
		<title>Katholische Kirche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Katholische_Kirche&amp;diff=2432"/>
		<updated>2021-07-13T14:50:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Weiterleitung nach Kategorie:Katholische Kirche erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Weihbischof&amp;diff=2431</id>
		<title>Weihbischof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Weihbischof&amp;diff=2431"/>
		<updated>2021-07-13T14:49:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein Weihbischof ist ein mit einem Titularbistum ausgestatteter Bischof ohne real existierendes [[Bistum]]. Er wird Diözesanbischöfen zur Unterstützung beigestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufgaben und Pflichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Unterstützung des Patriarchen bei Weihen und Spendung des Firmsakraments&lt;br /&gt;
*Visitation der lokalen Priesterschaft in Stellvertretung des Patriarchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Taufe&amp;diff=2430</id>
		<title>Taufe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Taufe&amp;diff=2430"/>
		<updated>2021-07-13T14:48:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Taufe ist der Vorgang, durch welchen ein Mensch, zumeist ein Säugling, in die Kirche eingeführt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Taufe im römischen Katholizismus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Details zum Ablauf des römisch-katholischen Taufgottesdienstes findet man auf der [[Ablauf des Taufgottesdienstes|entsprechenden Seite]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anerkennung von Taufen unter den Kirchen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Ostkirchen und der römisch-katholischen Kirche werden Taufen stets anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Prior&amp;diff=2429</id>
		<title>Prior</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Prior&amp;diff=2429"/>
		<updated>2021-07-13T14:48:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein Prior steht einer Versammlung von Geistlichen in Stellvertretung eines im vorgesetzten Geistlichen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Domkapitel]] der [[Grabeskirche]] von [[Jerusalem]] wird von einem Prior geleitet, der dem Kapitel vorsteht. Sein unmittelbarer Vorgesetzter ist der Patriarch, wobei er auch eine gewisse Unabhängigkeit von ihm besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rechte und Pflichten des Priors der Grabeskirche==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leitung des Kapitels der Grabeskirche&lt;br /&gt;
*Leitung der Domschule&lt;br /&gt;
*Einteilung der Kanoniker&lt;br /&gt;
*Einberufung der Kapitelsitzungen&lt;br /&gt;
*Verwaltung der Besitzungen des Kapitels&lt;br /&gt;
*Vertretung des Kapitels nach außen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Patriarchat_Jerusalem&amp;diff=2428</id>
		<title>Patriarchat Jerusalem</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Patriarchat_Jerusalem&amp;diff=2428"/>
		<updated>2021-07-13T14:48:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Patriarchat Jerusalem entstand  im Lauf des 4. Jahrhunderts als das jüngste aller ökumenischen (das heißt, von allen Kirchen anerkannten) Patriarchate. In der Hierarchie der ökumenischen Patriarchate steht es unten, da es weniger alt ist als die anderen Patriarchate, jene von Rom, Konstantinopel, Antiochia und Alexandria. Das Patriarchat Jerusalem stand seit jeher unter dem Einfluss der byzantinischen Kaiser, und war daher bis 1099, der Einnahme Jerusalems durch die Kreuzfahrer, [[Orthodoxie|orthodox]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1099 wurde der griechische Patriarch von Jerusalem aus seinem Amt verjagt und durch einen Lateiner ersetzt. Seit jenem Zeitpunkt war der Patriarch ein [[Franken|Franke]], zumeist aus Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Patriarch von Jerusalem war in der [[Kirchenhierarchie]] angesiedelt zwischen den Erzbischöfen und dem Papst; er agierte quasi als päpstlicher [[Legat]] im Königreich Jerusalem. Somit unterstanden ihm nicht nur, wie jedem Erzbischof, sogenannte Suffraganbistümer (untergeordnete kleinere Bistümer), sondern auch die Erzbistümer Tyrus, Nazareth und Caesarea.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein unmittelbarer Wirkungsbereich - seine Diözese – war die Stadt Jerusalem sowie die unmittelbar um Jerusalem gelegenen Städte und Dörfer. Ihm unterstanden auch die Klöster in und um Jerusalem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte auch weltliche Macht – er besaß ausgedehnte Besitzungen innerhalb von Jerusalem, sowie auch um die Stadt Jerusalem herum. Zudem hielt er die Baronie Nazareth als Lehen. De jure hat er dieses Lehen vom [[Fürst]]en von Tiberias; de facto ist dieses Lehensband kaum existent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Patriarch&amp;diff=2427</id>
		<title>Patriarch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Patriarch&amp;diff=2427"/>
		<updated>2021-07-13T14:48:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein Patriarch ist ein Kirchenoberhaupt das mit Jurisdiktionshoheit ausgestattet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Orthodoxe Patriarchen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die orthodoxen Patriarchen sind die ursprünglichen Patriarchen, die vor 1099 in der [[Levante]] an der Macht waren. In der Levante gab es anfangs zwei [[Griechisch-orthodoxe Kirche|orthodoxe]] Patriarchen, den von [[Jerusalem]] und den von [[Antiochia]]. Beide jedoch wurden von den lateinischen Patriarchen abgelöst, und mussten ins Exil nach [[Konstantinopel]] gehen, wo sie zur Zeit unter dem Schutz des oströmischen Kaisers leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es noch einen [[Syrisch-orthodoxe Kirche|syrisch-orthodoxen]] Patriarchen von Antiochia, der der syrisch-orthodoxen Kirche vorsteht, sowie einen [[Katholikos]] der [[Armenier]], der eine patriarchengleiche Stellung inne hält. Hinzurechnen muss man den Patriarchen von [[Alexandria]], der der Papst der Kopten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lateinische Patriarchen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich gab es nur einen [[:Kategorie:Römisch-katholische Kirche|lateinischen]] Patriarchen, nämlich den [[Papst]]. Er ist der Patriarch von Rom. Doch durch die Eroberung der Levante durch die Kreuzfahrer wurden die dortigen orthodoxen Patriarchen durch weitere lateinische Patriarchen ersetzt. Als Patriarchen gelten sie als Rechtsnachfolger der orthodoxen Patriarchen (sie haben auch die Besitzungen der dortigen Patriarchen übernommen), sodass die Spaltung in orthodoxe und katholische Patriarchen des [[Großes Abenländisches Schisma|große abendländische Schsma]] widerspiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind zwar dem Papst unterstellt, haben aber dennoch die wichtigste kirchliche Stellung in der Levante inne, und zahlreiche Vollmachten. Die lateinischen Patriarchen des Ostens sind der Patriarch von Jerusalem und der Patriarch von Antiochia. Beide haben über ihre Patriarche die Jurisdiktionshoheit. Sie stehen ihrer Stadt jeweils direkt als Metropolit vor, und haben unter sich mehrere Erzbistümer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Patriarch von Jerusalem==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Patriarch von Jerusalem ist das wichtigste katholische Amt im [[Königreich Jerusalem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der derzeitige Amtsinhaber ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm von Mesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rechte und Pflichte des Patriarchen von Jerusalem===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Funktion als oberster Richter des kanonischen Rechtes&lt;br /&gt;
*Funktion als oberster Aufseher des örtlichen Klerus&lt;br /&gt;
*Weihe von Priestern und Diakonen&lt;br /&gt;
*Weihen von Bischöfen mit Einverständnis des Papstes oder seines Legaten&lt;br /&gt;
*Erlassung von bischöflichen Dekreten&lt;br /&gt;
*Ernennungen und Entlassungen im Klerus&lt;br /&gt;
*Anwesenheitsrecht bei Sitzungen des Domkapitels&lt;br /&gt;
*Aussprache von Exkommunizierungen und Interdikten&lt;br /&gt;
*Spende des Firmsakraments&lt;br /&gt;
*Visitationen der lokalen Priesterschaft&lt;br /&gt;
*Vertretung des Patriarchats nach außen&lt;br /&gt;
*Krönung und Salbung des neuen Königs&lt;br /&gt;
*Erlässe von Dispensierungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Papst&amp;diff=2426</id>
		<title>Papst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Papst&amp;diff=2426"/>
		<updated>2021-07-13T14:47:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Papst ist das Oberhaupt der [[:Kategorie:Katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]]. Er repräsentiert den Heiligen Stuhl, dem alle römisch.katholischen Kirchen spirituell untertan ist, und ist zudem der Herrscher über den Kirchenstaat, der sich aus den päpstlichen Besitzungen in Italien zusammensetzt. Er besitzt umfangreiche Mächte; eine päpstliche Dispens kann sämtliche kirchliche Gesetze, die existieren, aufheben. Auch hat er das alleinige Recht, über die Einsetzung von Bischöfen zu bestimmen, was aber für bestimmte Regionen an einen [[Legatus a Latere]] delegiert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der offizielle Sitz des Papstes ist der Lateran in Rom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1130 gibt es zwei Männer, die gleichzeitig den Anspruch darauf erheben, der Papst zu sein: Innozenz II. und Anaklet II. Anaklet II. kontrolliert Rom, Innozenz II. aber kann sich auf mächtige Unterstützer in [[Frankreich]], dem [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] und [[England]] stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Papst&amp;diff=2425</id>
		<title>Papst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Papst&amp;diff=2425"/>
		<updated>2021-07-13T14:47:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Papst ist das Oberhaupt der [[:Kategorie:Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]]. Er repräsentiert den Heiligen Stuhl, dem alle römisch.katholischen Kirchen spirituell untertan ist, und ist zudem der Herrscher über den Kirchenstaat, der sich aus den päpstlichen Besitzungen in Italien zusammensetzt. Er besitzt umfangreiche Mächte; eine päpstliche Dispens kann sämtliche kirchliche Gesetze, die existieren, aufheben. Auch hat er das alleinige Recht, über die Einsetzung von Bischöfen zu bestimmen, was aber für bestimmte Regionen an einen [[Legatus a Latere]] delegiert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der offizielle Sitz des Papstes ist der Lateran in Rom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1130 gibt es zwei Männer, die gleichzeitig den Anspruch darauf erheben, der Papst zu sein: Innozenz II. und Anaklet II. Anaklet II. kontrolliert Rom, Innozenz II. aber kann sich auf mächtige Unterstützer in [[Frankreich]], dem [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] und [[England]] stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Konzil_von_Nablus&amp;diff=2424</id>
		<title>Konzil von Nablus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Konzil_von_Nablus&amp;diff=2424"/>
		<updated>2021-07-13T14:47:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Konzil von Nablus wurde 1120 in einer Übereinkunft des [[König]]s und des [[2. Stand]]es abgeschlossen. Es regelt die Beziehung zwischen Kirche und Staat, sowie eine Reihe von bestimmten Bestimmungen, die zum ersten Mal das Recht des [[:Kategorie:Königreich Jerusalem|Königreichs Jerusalem]] schriftlich festhalten. Der starke Einfluss der [[Scharia]] ist recht deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beziehung zwischen Kirche und Königtum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 1&lt;br /&gt;
Dem Patriarchen von Jerusalem sei hiermit auf Ewigkeit die Herrschaft Nazareth gegeben. Zudem wird ihm hiermit sein Besitz im Heiligen Land, insbesondere sein Besitz in Jerusalem, bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 2&lt;br /&gt;
Der König sucht um Vergebung bei der Kirche für seine früheren Vergehen an, und die Kirche soll immer dazu befähigt sein, ihn zu rügen und in Strafen aufzuerzwingen, sollte er wieder gegen die Rechte der Kirche handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 3&lt;br /&gt;
Der Patriarch vergibt dem König seine Vergehen, solange der Patriarch auf Ewigkeit das alleinige Recht über die Geistlichkeit im Heiligen Land hat, und der König sich nicht gerichtliche oder administrative Obrigkeit über die Kirche anmaßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eheliche Vergehen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 4&lt;br /&gt;
Wer sich mit einer verheirateten Frau vergeht, dem soll es verwehrt werden, sie wieder zu sehen. Wer sie dennoch wieder besucht, der soll sich einem Gottesurteil mit glühendem Eisen unterwerfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 5&lt;br /&gt;
Wer das Gottesurteil nicht besteht, dessen Männlichkeit soll abgeschnitten werden. Der Frau soll die Nase abgeschnitten werden, außer, ihr Mann bittet die Obrigkeit darum, dies nicht zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 6&lt;br /&gt;
Wenn ein Kleriker eine Frau besucht, so soll ihm das verwehrt werden. Besucht er sie noch einmal, muss ein geistliches Gericht ihn angemessen bestrafen. Besucht er sie danach noch einmal, muss er aus dem ersten Stand ausgeschlossen werden, und er muss bestraft werden wie ein Laie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 7&lt;br /&gt;
Wer eine verheiratete Frau dazu anstiftet, die Ehe zu brechen, soll genauso bestraft werden wie ein Ehebrecher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sodomie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 8&lt;br /&gt;
Wer Sodomie betreibt, soll verbrannt werden; dies gilt für beide Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 9&lt;br /&gt;
Wenn der passive Sodomit ein Greis oder ein Kind ist, muss jener nicht verbrannt werden, solange er Abbitte bei der Kirche leistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 10&lt;br /&gt;
Wer unter Kanon 9 nicht sofort die Sodomie meldet und Abbitte leistet, muss aber auch verbrannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 11&lt;br /&gt;
Sodomiten können begnadigt werden, müssen dann aber verbannt werden aus dem Königreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beziehungen mit Muslimen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 12&lt;br /&gt;
Wenn ein Lateiner willens eine sexuelle Beziehung mit einer Muslimin hat, muss er kastriert werden, und sie soll ihre Nase verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 13&lt;br /&gt;
Wenn ein Mann eine muslimische Sklavin hat und sie vergewaltigt, so soll diese vom Staat konfisziert werden, und er muss kastriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 14&lt;br /&gt;
Wenn ein Mann die muslimische Sklavin eines anderen Mannes vergewaltigt, muss er die selbe Strafe erleiden wie ein Ehebrecher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 15&lt;br /&gt;
Wenn eine Lateinerin eine Beziehung mit einem Muslim hat, so sollen beide dieselbe Strafe erleiden wie unter Kanon 12. Wenn sie aber vergewaltigt wird von einem Muslim, so soll sie keine Strafe erleiden, und die Männlichkeit des Muslim soll entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kleidung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 16&lt;br /&gt;
Muslime dürfen sich nicht in abendländische Trachten kleiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bigamie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 17&lt;br /&gt;
Wenn ein Mann eine zweite Frau heiratet, muss er, wenn er Selbstanzeige erstattet, ein Jahr Buße tun. Wenn er aber dabei erwischt wird, ohne dies zur Anzeige gebracht zu haben, so soll sein Gut konfisziert werden, und er wird ins Exil geschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 18&lt;br /&gt;
Wer Bigamie unwissentlich betreibt, soll nicht bestraft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 19&lt;br /&gt;
Wer sich von seiner Frau wegen Bigamie scheiden möchte, muss die Bigamie beweisen, entweder durch ein Gottesurteil mit heißen Eisen, oder durch 7 Zeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kleriker==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 20&lt;br /&gt;
Kleriker dürfen zur Selbstverteidigung zu den Waffen greifen, aber nicht wegen eines anderen Grundes. Auch dürfen Kleriker nicht wie Ritter auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 21&lt;br /&gt;
Ein Kleriker, der vom Glauben abkommt, muss entweder Abbitte leisten oder ins Exil gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Falsche Anklagen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 22&lt;br /&gt;
Wer wissentlich eine falsche Anklage macht, dessen Gut soll konfisziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Diebstahl==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 23&lt;br /&gt;
Wer Gut oder Geld im Wert von mehr als einem Bezant stiehlt, soll eine Hand, einen Fuß oder ein Auge verlieren. Wenn das gestohlene Gut weniger als einen Bezant wert ist, soll er gebrandmarkt werden und am Pranger ausgepeitscht werden. Die gestohlenen Güter sollen dem Eigentümer zurückgegeben werden. Wenn der Dieb sie nicht mehr hat, muss er selber Sklave des Beraubten werden. Wer noch einmal stiehlt, dem soll unabhängig vom Wert des gestohlenen Auge, Hand oder Fuß entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 24&lt;br /&gt;
Wenn der Dieb unter 14 ist, so soll er Sklave des Königs werden, bis er volljährig, also 18, ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Spezielle Jurisdiktion der Adligen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Kanon 25&lt;br /&gt;
Keine der Bestrafungen, die im Konzil vorgesehen sind, soll für die Adligen gelten, welche nur das Hohe Gericht von Jerusalem bestrafen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswesen]] [[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Hierarchie_der_Benediktinerinnen&amp;diff=2423</id>
		<title>Hierarchie der Benediktinerinnen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Hierarchie_der_Benediktinerinnen&amp;diff=2423"/>
		<updated>2021-07-13T14:46:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| align=&amp;quot;center&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[File:Benediktinerrank.png|Hierarchie der Benediktinerinnen]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Kirche]] [[Kategorie:Benediktinerorden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Heiliger_Stuhl&amp;diff=2422</id>
		<title>Heiliger Stuhl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Heiliger_Stuhl&amp;diff=2422"/>
		<updated>2021-07-13T14:45:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff des Heiligen Stuhls von Rom umfasst das [[Papst|Papsttum]] und all seine Institutionen. Der Begriff beschreibt die bischöfliche Jurisdiktion des Papstes, welche sich erstens über das Patriarchat [[Rom]], und zweitens über die gesamte römisch-katholische Kirche, erstreckt. Der Heilige Stuhl ist das Sprachrohr der gesamten Kirche nach außen. Der Heilige Stuhl ist eine unabhängige Einheit, mit der diplomatische Beziehungen unterhalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kurie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wichtigste Organ des Heiligen Stuhles ist die päpstliche Kurie. Von ihr aus wird die Kirche verwaltet. Sie beherbergt die päpstliche Rota, den höchsten aller kirchlichen Gerichte, und die päpstliche Kanzlei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Andere Heilige Stühle==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Heiligen Stuhl von Rom nennt sich auch das Erzbistum Mainz &amp;quot;Heiliger Stuhl&amp;quot;, das ist aber ein bloßer Ehrentitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Erster_Stand&amp;diff=2421</id>
		<title>Erster Stand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Erster_Stand&amp;diff=2421"/>
		<updated>2021-07-13T14:45:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;erste Stand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im römisch-katholischen Abendland ist der so genannte &amp;#039;&amp;#039;Lehrstand&amp;#039;&amp;#039; und umfasst alle [[Geistlicher|Geistlichen]] der [[Römisch-katholische Kirche|Kirche]], vom einfachen [[Mönch]] bis hinauf zum [[Papst]]. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Lehrstand&amp;#039;&amp;#039; wird hergeleitet von der Aufgabe des Klerus, die in der [[Seelsorge]] für die Mitglieder des [[Zweiter Stand|zweiten]] und des [[Dritter Stand|dritte Standes]] lag und für die ein gewisses Mass an Gelehrsamkeit notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klerus besaß die [[Geistliche Macht|geistliche Macht]] in der Welt und unterstanden in diesen Belangen nicht dem [[Kaiser]] oder einem anderen [[Fürst]]en, sondern lediglich dem Papst als höchstem Kleriker der Christenheit. Da die Kleriker nicht den [[Weltliche Macht|weltlichen Machthabern]] unterstehen, unterliegen sie auch nicht den weltlichen Gesetzen und der [[Weltliche Gerichtsbarkeit|weltlichen Gerichtsbarkeit]], sondern den kirchlichen [[Kanonisches Recht|Gesetzen]] und [[Kirchengericht|Gerichten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Klerus eigentlich nicht den weltlichen Machtstrukturen unterliegt, ist er dennoch in diese eingebunden. Viele hohe Geistliche, wie zum Beispiel [[Bischof|Bischöfe]], [[Erzbischof|Erzbischöfe]], [[Patriarch]]en und [[Abt|Äbte]] haben zusätzlich auch weltliche Macht, da sie als [[Landesherr|Landesherren]] und [[Fürst]]en über Territorien herrschen. Der mächtigste geistliche Fürst ist ohne Zweifel der Papst, der als Landesherr über den [[Kirchenstaat]] herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum zweiten und dritten Stand hat der erste Stand eine wichtige Besonderheit. Anders als bei den beiden anderen Ständen wird man in den ersten Stand nicht hineingeboren, sondern wird aus dem zweiten oder dritten Stand heraus aufgenommen, so dass selbst ein Mann von niederstem gesellschaftlichem Rang im Klerus Karriere machen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Stand kann in zwei Gruppen geteilt werden. Zum einen gibt es die so genannte &amp;#039;&amp;#039;Weltgeistlichkeit&amp;#039;&amp;#039; und zum anderen die so genannte &amp;#039;&amp;#039;Ordensgeistlichkeit&amp;#039;&amp;#039;. Beide Gruppen haben den primären Auftrag sich um das Seelenheil der Menschen zu kümmern, jedoch haben beide unterschiedliche Ansätze diese Aufgabe zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Weltgeistlichkeit&amp;#039;&amp;#039; besteht aus jenen Geistlichen, die in den Kirchen der christlichen Welt als direkte Anlaufstellen für die Menschen dienen und ihnen direkte Seelsorge bieten, wie zum Beispiel Bischöfe, [[Priester]] und [[Diakon]]e. Ihre Arbeit besteht aus der alltäglichen Arbeit in der Kirche und umfasst [[Messe]]n, [[Predigt]]en, [[Taufe]]n, [[Hochzeit]]en und [[Begräbnis]]se.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauen ist der Zugang zur Weltgeistlichkeit verwehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Ordensgeistlichkeit&amp;#039;&amp;#039; besteht aus den [[Mönchsorden|Orden]], deren Mitglieder ihr Leben völlig dem Wirken des göttlichen Werkes verschrieben haben und dabei nach verschiedenen [[Ordensregeln]] leben. Diese Regeln ordnen und regulieren das Leben in einem Orden und legen meist auch seine Auslegung des göttlichen Auftrages dar. Zu unterscheiden sind reine geistliche Orden, deren Mitglieder als Mönche in [[Kloster|Klöstern]] leben und [[Ritterorden|militärische Orden]], die ihr Leben dem Kampf für die Verteidigung der Christenheit verschrieben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Frauen gibt es spezielle Klöster, in denen sie als [[Nonne]]n ein gottgefälliges Leben führen können. Die meisten Nonnenklöster sind weibliche Ableger der grossen Mönchsorden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaft]] [[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Domschule&amp;diff=2420</id>
		<title>Domschule</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Domschule&amp;diff=2420"/>
		<updated>2021-07-13T14:45:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Domschule von Jerusalem wird betrieben vom [[Patriarch]]en und dem [[Domkapitel]]. Hier lernen Kinder und Jugendliche die [[Septem Artes Liberales]]. Zusätzlich können hier junge Erwachsene in der [[Theologie]], der [[Rechtswissenschaft]] oder der [[Medizin]] ausgebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Jungen kostet ein Jahr Septem Artes Liberales ein Pfund. Mädchen werden zugelassen, allerdings ist es für sie doppelt so teuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Schüler entstammen der Oberschicht, da nur diese sich Bildung für ihren Nachwuchs leisten konnte. Allerdings fand die Ausbildung zusammen in einem Zimmer statt. Die Schüler benutzten Knochen- oder Elfenbeingriffel, mit denen sie sich Notizen in ihre Wachstafeln machen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Institution festigte die Kirche ihren Einfluss in den oberen Schichten. Die hohe Qualität der Domschule von Jerusalem lockte Schüler aus dem ganzen Königreich an. Aus diesem Grund ist es, ungewöhnlich für das Hochmittelalter, gar nicht unüblich, dass ein in Jerusalem aufgewachsener Adliger lesen und schreiben konnte, weshalb die [[Alphabetisierung]] im Königreich Jerusalem allgemein höher war als im Abendland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung]] [[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Domkapitel&amp;diff=2419</id>
		<title>Domkapitel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Domkapitel&amp;diff=2419"/>
		<updated>2021-07-13T14:44:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Domkapitel ist ein Gremium von Geistlichen, die dazu erwählt wurden, eine Bischofskirche zu leiten. Im Falle Jerusalems unterstützen sie jedoch nicht den Bischof, sondern den Patriarchen. Die Mitglieder des Kapitels werden Kanoniker genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufgaben==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe des Kapitels ist es, den Patriarchen bei der Verwaltung des Patriarchats zu unterstützen. Zu verwaltungstechnischen Aufgaben gehören beispielsweise die Aufbewahrung und Verwaltung des Domschatzes, die Organisation von Instandhaltungsarbeiten an der Kirche und ähnliche Dinge.&lt;br /&gt;
Ein weiteres Aufgabengebiet des Kapitels ist die Mitwirkung bei der Liturgie. Wie der Gottesdienst abläuft, wird im von der katholischen Kirche festgelegten Rahmen vom Kapitel beeinflusst. Wenn der Patriarch nicht selbst den Gottesdienst leitet, tut es einer der Kanoniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Archidiakon&amp;diff=2418</id>
		<title>Archidiakon</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Archidiakon&amp;diff=2418"/>
		<updated>2021-07-13T14:44:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein Archidiakon ist ein Verwalter eines Teils eines [[Bistum]]s, bekannt als Archidiakonat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Archidiakon von Jerusalem==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Archidiakon von Jerusalem hat die kirchliche Verwaltung über die Stadt Jerusalem und die unmittelbare Umgebung inne. Er ist zusätzlich auch Kanzler des [[Patriarch]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rechte und Pflichten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Funktion als Kanzler des Patriarchen&lt;br /&gt;
*Verwaltung des Patriarchats in Stellvertretung des Patriarchen&lt;br /&gt;
*Ernennungen und Entlassungen im Klerus in Stellvertretung des Patriarchen&lt;br /&gt;
*Funktion als stellvertretender Richter des Patriarchen in eherechtlichen Angelegenheiten und kleineren kirchlichen Straftaten (er bildet in dieser Beziehung die erste Instanz; vom Gericht des Archidiakons kann an den Patriarchen appelliert werden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Ablauf_des_Taufgottesdienstes&amp;diff=2417</id>
		<title>Ablauf des Taufgottesdienstes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Ablauf_des_Taufgottesdienstes&amp;diff=2417"/>
		<updated>2021-07-13T14:44:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Taufe ist das erste Sakrament, das ein Christ in seinem Leben empfängt. Durch das Bad der Taufe wird der Mensch in Christus wiedergeboren. Das heißt: Er wird von der Erbsünde gereinigt, der Macht des Bösen entrissen und stattdessen Christus übereignet, der durch den Heiligen Geist göttliches Leben in ihn eingießt; außerdem wird der Getaufte durch dieses Sakrament der Kirche eingegliedert. Die Taufe prägt sich dem Getauften unauslöschlich ein, und er kann ihre Gnade nie mehr ganz verlieren, wenn er auch natürlich infolge eines sündenhaften Lebens nach seinem Tode mit der ewigen Verdammnis bestraft werden kann. Umgekehrt kann aber niemand, der die Taufe nicht empfangen hat, obwohl er die Möglichkeit dazu gehabt hätte, nach dem Tode in das ewige Leben eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der frühen Christenheit wurde die Taufe einer ganzen Gruppe von Bewerbern, die sich über Wochen oder sogar Monate auf dieses Sakrament vorbereitet hatten, zusammen gespendet, und zwar zentral in der Osternacht (= die Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag) vom Bischof. Im Hochmittelalter, als in Mitteleuropa praktisch alle Menschen Christen waren, verlor der Aspekt der Initiation, dass also die Taufe einen Menschen zu einem Mitglied der Kirche macht, im Bewusstsein der Menschen immer mehr an Bedeutung, weil es ja nichts Besonderes mehr war, dieser Kirche anzugehören. Stattdessen rückte die von den Sünden reinigende und das ewige Leben ermöglichende Wirkung der Taufe in den Vordergrund, verbunden mit der Angst davor, ungetauft zu sterben und damit fast schon automatisch nach dem Tode in die Hölle zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der hohen Säuglings- und Kindersterblichkeit ging man daher immer mehr dazu über, Kinder möglichst bald nach ihrer Geburt zu taufen, meist im Alter von wenigen Tagen (siehe auch unten die Nottaufe). Damit entfiel nicht nur die erwähnte Vorbereitungszeit auf die Taufe, das sog. Katechumenat, sondern es traten auch andere Veränderungen ein, von denen für die Feier der Taufe die folgenden besonders wichtig sind: Die Taufe wurde nicht mehr in einer zentralen Feier einer ganzen Gruppe von Bewerbern gespendet, sondern einzelnen Säuglingen kurz nach ihrer Geburt. Vor allem aber wurde die Taufe nicht mehr in der Bischofskirche durch den Bischof gespendet, sondern vor Ort, also meist in der Pfarrkirche, durch einen entsprechenden örtlichen Geistlichen. Das führte in der Praxis zu einer starken Vereinfachung des Taufrituals, die wohl noch über die Vereinfachungen, die sich schon in den schriftlichen Quellen finden, hinausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Taufe, die früher in einem feierlichen Gottesdienst erfolgte, konzentrierte sich seit dem Hochmittelalter daher immer stärker auf den eigentlichen Taufakt. In diesem wie auch im ganzen Taufgottesdienst waren einige ritualisierte Dialoge zwischen dem taufenden Priester und dem Täufling vorgesehen. Da ein Kind im Alter von wenigen Tagen natürlich nicht selbst sprechen konnte, antworteten seine Paten für ihn. In der folgenden Übersicht über einen Taufgottesdienst werden in den Dialogpassagen trotzdem die Abkürzungen &amp;quot;P&amp;quot; für den Priester und &amp;quot;T&amp;quot; für die Paten des Täuflings verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbereitung zu Beginn des Taufgottesdienstes vor dem Portal der Kirche==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorbereitung zu Beginn des Taufgottesdienstes findet vor dem Portal der Kirche statt, weil die Täuflinge ja noch nicht zur Gemeinschaft der Kirche gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen der Täuflinge und ihrer Paten werden aufgeschrieben; werden mehrere Täuflinge getauft, werden diese nach Geschlechtern getrennt aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ritualisierte Einleitungsfragen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;Der Friede sei mit euch.&amp;quot; - &amp;quot;Wie soll dieses Kind heißen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: [Taufname des Kindes = N]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;[N], was begehrst du von der Kirche Gottes?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Den Glauben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;Was gewährt dir der Glaube?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Das ewige Leben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;Willst du also zum ewigen Leben eingehen, so halte die Gebote. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele, und deinen Nächsten wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten. Das aber ist der Glaube, den einen Gott in der Trinität und die Trinität in der Einheit anzubeten, ohne die Personen zu verwechseln und ohne sie in ihrer Natur voneinander zu trennen. Vater und Sohn und Heiliger Geist sind je eigene Person. Gemeinsam ist diesen dreien aber die eine und nur die eine Gottheit.&amp;quot; - &amp;quot;Also weiche von dir der böse Geist, kehre bei dir ein der gute Geist, durch ihn, der da kommen wird. Verabscheue und verachte die Götzenbilder, verehre Gott, den allmächtigen Vater, und Jesus Christus, den eingeborenen Sohn, unseren Herrn.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dreimaliges exorzistisches Anblasen mit Begleitformel (Exsufflatio)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester bläst dem Täufling dreimal sanft ins Gesicht. Dann spricht er (P): &amp;quot;Fahre aus, unreiner Geist, und gib Raum dem Heiligen Geist, dem Tröster.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bezeichnung(en) mit dem Kreuz mit Begleitformeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem rechten Daumen zeichnet der Priester ein kleines Kreuz auf die Stirn des Täuflings und dann auf seine Brust (= Herz). Dazu spricht er (P): &amp;quot;[N], empfange das Zeichen des Kreuzes auf die Stirn und auf das Herz, den Inbegriff des Glaubens an die himmlische Lehre. Führe dein Leben so, dass du jetzt schon ein Tempel Gottes sein kannst. Erkenne frohen Herzens, dass du den Schlingen des Todes entkommen und in die Kirche Gottes eingetreten bist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gebet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;Lasset uns beten: Wir bitten dich, o Herr, erhöre gnädig unser Gebet und behüte diesen deinen auserwählten Diener (diese deine auserwählte Dienerin) [N] mit der nie versiegenden Kraft des Kreuzes unseres Herrn, dessen Zeichen ihm (ihr) aufgeprägt worden ist. Lass ihn (sie) den ersten Anteil an deiner großen Herrlichkeit bewahren und dadurch auf dem Wege deiner Gebote zur Glorie der Wiedergeburt gelangen. Durch Christus, unseren Herrn.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erste Handauflegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester legt seine rechte Hand auf den Kopf des Kindes und macht es dadurch zum Eigentum Gottes. Dabei betet der Priester laut (P): &amp;quot;Lasset uns beten: Allmächtiger, ewiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus, blicke gnädig herab auf diesen deinen Diener (diese deine Dienerin) [N], den (die) du in Gnaden zu den Anfängen des Glaubens berufen hast. Nimm von ihm (ihr) alle Blindheit des Herzens. Zerreiße alle Fesseln Satans, mit denen er (sie) gebunden war. Öffne ihm (ihr), o Herr, die Tür zu deiner Vaterliebe. Möge das Zeichen deiner Weisheit ihn (sie) durchdringen, auf dass er (sie), frei von allem Pesthauch böser Begierden, dir in deiner Kirche freudig diene, vom Dufte deiner Lehren angezogen, und lass ihn (sie) vorwärtsschreiten von Tag zu Tag. Durch Christus, unseren Herrn.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Salz-Zeremonie===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester schlägt mit der rechten Hand ein Kreuzzeichen über etwas Salz. Von diesem geweihten Salz legt er anschließend etwas in den Mund des Kindes. Hier liegt eine Zeichenhandlung vor: Salz bewahrt Speisen vor Fäulnis und gibt ihnen einen angenehmen Geschmack. So wird auch durch die Taufe die Fäulnis der Sünde im Getauften beseitigt; durch die Gaben des Heiligen Geistes, besonders durch die Gabe der Weisheit, wird der Getaufte Gott angenehm und wohlgefällig. Der Christ wird befähigt, &amp;quot;das Salz der Erde&amp;quot; (Mt 5,13) zu sein und der Forderung des Apostels Paulus nachzukommen: &amp;quot;Eure Worte seien immer freundlich, doch mit Salz gewürzt; denn ihr müsst jedem in der rechten Weise antworten können.&amp;quot; (Kol 4,6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;[N], empfange das Salz der Weisheit; es sei dir ein Heilmittel zum ewigen Leben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;Der Friede sei mit dir.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Und mit deinem Geiste.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;Lasset uns beten: Gott unserer Väter, du Urgrund aller Wahrheit, wir flehen dich an und bitten dich: Blicke gnädig herab auf diesen deinen Diener (diese deine Dienerin) und lass ihn (sie), der (die) nun dieses erste Salz verkostet, nicht mehr lange hungern nach Sättigung mit der himmlischen Speise. Allezeit sei er (sie) glühend vor Eifer, in der Hoffnung froh und im Dienste deines Namens beharrlich. Geleite ihn (sie), o Herr, wir bitten dich, zum erneuernden Bade der Wiedergeburt, auf dass er (sie) mit deinen Gläubigen die ewigen Güter erlange, die du verheißen hast. Durch Christus, unseren Herrn.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Exorzismus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;Ich beschwöre dich, unheiliger Geist, im Namen des Vaters [P schlägt mit der rechten Hand ein Kreuzzeichen über den Täufling] und des Sohnes [P schlägt mit der rechten Hand ein Kreuzzeichen über den Täufling] und des Heiligen Geistes [P schlägt mit der rechten Hand ein Kreuzzeichen über den Täufling]: Lass ab und weiche von diesem Diener (dieser Dienerin) Gottes. Der nämlich befiehlt es dir, der einst mit Füßen über das Meer gewandelt ist und dem sinkenden Petrus die Rechte gereicht hat. Beuge dich also dem Urteil, verworfener Geist, und lass die Ehre dem lebendigen und wahren Gott; lass die Ehre Jesus Christus, seinem Sohne, und dem Heiligen Geiste und weiche von diesem Diener (dieser Dienerin) Gottes, [N]. Denn unser Gott und Herr Jesus Christus hat ihn (sie) sich auserwählt und zu seiner heiligen Gnade und Segnung und zum Quell der Taufe berufen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem rechten Daumen zeichnet der Priester ein kleines Kreuz auf die Stirn des Täuflings. Dabei spricht er (P): &amp;quot;Und dieses Zeichen des heiligen Kreuzes, mit dem wir seine (ihre) Stirn besiegeln, sollst du, verworfener Geist, nie zu verletzen wagen. Durch Christus, unseren Herrn.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester legt seine rechte Hand auf den Kopf des Kindes und betet dabei laut (P): &amp;quot;Lasset uns beten: Herr, heiliger Vater, allmächtiger ewiger Gott, Urquell des Lichtes und der Wahrheit, deine ewige und allgerechte Vatergüte rufe ich herab auf diesen deinen Diener (diese deine Dienerin) [N]: Erleuchte ihn (sie) mit dem Licht deiner Erkenntnis. Mach ihn (sie) rein und heilig und gib ihm (ihr) das wahre Wissen, auf dass er (sie) würdig wird, zur Gnade deiner Taufe zu gelangen; er (sie) möge die feste Hoffnung, den rechten Sinn und die heilige Lehre bewahren. Durch Christus, unseren Herrn.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Traditio des Herrengebetes und des Glaubensbekenntnisses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur verwendet bei besonders feierlichen Taufgottesdiensten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester ruft zur Aufmerksamkeit und spricht langsam das Vaterunser vor. (P):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Vater unser, der Du bist im Himmel,&lt;br /&gt;
geheiligt werde Dein Name;&lt;br /&gt;
zu uns komme Dein Reich;&lt;br /&gt;
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden.&lt;br /&gt;
Unser tägliches Brot gib uns heute;&lt;br /&gt;
und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern,&lt;br /&gt;
und führe uns nicht in Versuchung,&lt;br /&gt;
sondern erlöse uns von dem Übel.&amp;quot;&lt;br /&gt;
lateinisch:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Pater noster, qui es in caelis:&lt;br /&gt;
sanctificetur nomen tuum.&lt;br /&gt;
Adveniat regnum tuum.&lt;br /&gt;
Fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.&lt;br /&gt;
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie.&lt;br /&gt;
Et dimitte nobis debita nostra, sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.&lt;br /&gt;
Et ne nos inducas in tentationem, sed libera nos a malo.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann spricht er (P): &amp;quot;Lernt das Glaubensbekenntnis, schreibt es euch auf, nicht auf verderbliches Material, sondern auf die Pergamentblätter eures Herzens.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend betet er alleine das Glaubensbekenntnis vor (das sog. Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel oder das Apostolische Glaubensbekenntnis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel oder &amp;quot;Große Glaubensbekenntnis&amp;quot;:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich glaube an den einen Gott,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den allmächtigen Vater,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöpfer des Himmels und der Erde,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und an den einen Herrn Jesus Christus,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes eingeborenen Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist aus dem Vater geboren vor aller Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott von Gott, Licht vom Licht,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahrer Gott vom wahren Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeugt, nicht geschaffen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eines Wesens mit dem Vater;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch ihn ist alles geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für uns Menschen&lt;br /&gt;
und um unseres Heiles willen&lt;br /&gt;
ist er vom Himmel herabgestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat Fleisch angenommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch den Heiligen Geist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus Maria, der Jungfrau,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und ist Mensch geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gekreuzigt wurde er sogar für uns;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unter Pontius Pilatus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat er den Tod erlitten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und ist begraben worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist auferstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
am dritten Tage, gemäß der Schrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist aufgefahren in den Himmel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und sitzet zur Rechten des Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird wiederkommen in Herrlichkeit,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gericht zu halten über Lebende und Tote,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und seines Reiches wird kein Ende sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube an den Heiligen Geist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Herrn und Lebensspender,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der vom Vater und vom Sohne ausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird mit dem Vater und dem Sohn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zugleich angebetet und verherrlicht,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er hat gesprochen durch die Propheten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube an die eine, heilige, katholische&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und apostolische Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bekenne die eine Taufe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zur Vergebung der Sünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erwarte die Auferstehung der Toten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Leben der zukünftigen Welt. Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lateinisch:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Credo in unum Deum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patrem omnipoténtem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
factórem caeli et terrae,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
visibílium ómnium et invisibílium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Et in unum Dóminum Iesum Christum,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fílium Dei unigénitum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Et ex Patre natum ante ómnia saecula.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deum de Deo, lumen de lúmine,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deum verum de Deo vero.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Génitum, non factum,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
consubstantiálem Patri:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
per quem ómnia facta sunt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Qui propter nos hómines et&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
propter nostram salútem descéndit de caelis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Et incarnátus est de Spíritu Sancto&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ex María Vírgine: Et homo factus est.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Crucifíxus étiam pro nobis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sub Póntio Piláto passus, et sepúltus est.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Et ressurréxit tértia die,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
secúndum Scriptúras.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Et ascéndit in caelum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sedet ad déxteram Patris:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Et íterum ventúrus est&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
cum glória judicáre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vivos et mórtuos:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
cuius regni non erit finis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Et in Spíritum Sanctum, Dóminum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
et vivificántem: qui ex Patre, Filióque procédit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Qui cum Patre et Fílio simul&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
adorátur et conglorificátur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
qui locútus est per Prophétas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Et unam sanctam cathólicam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
et apostólicam Ecclésiam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Confíteor unum baptísma&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in remissiónem peccatórum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Et exspécto resurrectiónem mortuórum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Et vitam ventúri saeculi. Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Das Apostolische Glaubensbekenntnis:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Schöpfer des Himmels und der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und an Jesus Christus,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
empfangen durch den Heiligen Geist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geboren von der Jungfrau Maria,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gelitten unter Pontius Pilatus,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gekreuzigt, gestorben und begraben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hinabgestiegen in das Reich des Todes,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
am dritten Tage auferstanden von den Toten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufgefahren in den Himmel;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von dort wird er kommen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu richten die Lebenden und die Toten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube an den Heiligen Geist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die heilige katholische Kirche,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinschaft der Heiligen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergebung der Sünden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auferstehung der Toten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und das ewige Leben. Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lateinisch:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Credo in Deum, Patrem omnipotentem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Creatorem caeli et terrae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Et in Iesum Christum,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Filium eius unicum,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dominum nostrum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
qui conceptus est de Spiritu Sancto,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
natus ex Maria Virgine,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
passus sub Pontio Pilato,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
crucifixus, mortuus, et sepultus,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
descendit ad inferos:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tertia die resurrexit a mortuis;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ascendit ad caelos;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sedet ad dexteram Dei Patris omnipotentis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
inde venturus est iudicare vivos et mortuos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Credo in Spiritum Sanctum,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sanctam Ecclesiam catholicam,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanctorum communionem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
remissionem peccatorum,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
carnis resurrectionem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vitam aeternam. Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester schließt mit den Worten (P): &amp;quot;Geht nun und lernt es, ohne auch nur ein Wort daran zu ändern. Das zu begreifen und zu bewahren, ist jeder fähig, ist jeder in der Lage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schlussexorzismus + Effata-Ritus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Schlussexorzismus legt der Priester dem Täufling wieder die rechte Hand auf. Er spricht (P): &amp;quot;Ich beschwöre dich wiederum, unheiliger Geist, im Namen Gottes, des allmächtigen Vaters [P schlägt mit der rechten Hand ein Kreuzzeichen über den Täufling] und im Namen Jesu Christi, seines Sohnes, unseres Herrn und Richters [P schlägt mit der rechten Hand ein Kreuzzeichen über den Täufling], und in der Kraft des Heiligen Geistes [P schlägt mit der rechten Hand ein Kreuzzeichen über den Täufling]: Weiche von diesem Geschöpfe Gottes [N], das unser Herr in Gnaden in seinen heiligen Tempel gerufen hat, auf dass es ein Tempel des lebendigen Gottes werde und der Heilige Geist in ihm wohne durch das Wasser der Wiedergeburt zur Vergebung aller Sünden. Durch Christus, unseren Herrn, der kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten und die Welt im Feuer.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester befeuchtet seinen rechten Daumen mit etwas Speichel und berührt damit die Ohren und die Nase des Kindes als Sinnbild für die Öffnung aller Sinne des Täuflings für die Botschaft des Heiles. Dabei spricht der Priester (P): &amp;quot;Effata, das heißt: Tu dich auf - dem Wohlgeruch der Gnade; du aber fliehe von hinnen, verworfener Geist, denn es naht das Gericht Gottes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lateinisch:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Effata, quod est adaperire; in odorem suavitatis; tu autem effugare, diabole, appropinquabit enim iudicium Dei.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einladung des Täuflings in die Kirche===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester legt das Ende seiner Stola, eines langen, geschmückten Schals, den er um den Hals trägt und Zeichen seiner priesterlichen Gewalt, auf das Kind. Dazu sagt er (P): &amp;quot;[N], tritt ein in Gottes Heiligtum, auf dass du Gemeinschaft habest mit Christus zum ewigen Leben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach zieht man in die Kirche ein und zum Taufbecken. Unterwegs kann ein Lied gesungen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der eigentliche Taufakt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Namenserfragung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfolgt hier nur noch, wenn sie nicht schon vor dem Portal der Kirche stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Absage an den Bösen (Abrenuntiatio)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;Im Namen dessen, der deine Sinne geöffnet hat, frage ich dich: [N], widersagst du dem Teufel?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Ich widersage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;Und allen seinen Werken?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Ich widersage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;Und all seinem Gepränge?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Ich widersage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Präbaptismale Salbung mit Katechumenenöl===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester salbt das Kind mit geweihtem Öl auf der Brust und zwischen den Schulterblättern. Auch dies ist ein Sinnbild: So wie das Öl geschmeidig zum Kampf macht und dem Gegner ein festes Zupacken erschwert, rüstet auch die Taufe zum Kampf mit dem Bösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sagt er (P): &amp;quot;Ich salbe dich mit dem Öle des Heiles in Christus Jesus, unserem Herrn, auf dass du das ewige Leben habest.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lateinisch: &amp;quot;(Et) ego te linio oleo salutis, in Christo Iesu domino nostro, in vitam aeternam.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erfragung des Taufwillens===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sprechen die Paten in Vertretung des Täuflings zuerst das Glaubensbekenntnis und dann das Vaterunser; Priester und übriges anwesendes Volk sprechen mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erfragung des Taufwillens entspinnt sich jetzt zwischen dem Priester und den Taufpaten der folgende Dialog:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;[N], glaubst du an Gott, den allmächtigen Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Ich glaube.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;Glaubst du an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der geboren wurde und gelitten hat?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Ich glaube.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;Glaubst du an den Heiligen Geist, an die heilige katholische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, den Nachlass der Sünden, die Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Ich glaube.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;[N], willst du getauft werden?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Ja, ich will es.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dreimaliges (kreuzförmiges) Untertauchen und trinitarische Taufformel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester spricht nun die Taufformel und taucht das Kind dabei dreimal - entsprechend den drei Glaubensfragen - ganz in das Taufbecken, und zwar &amp;quot;in modum crucis&amp;quot;, also kreuzförmig. Kranke Täuflinge werden stattdessen dreimal mit dem Wasser aus dem Taufbecken übergossen, und zwar auf ihre Stirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester steht dabei an der Westseite des Taufbeckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;[N], ich taufe dich im Namen des Vaters ([N], ego te baptizo in nomine Patris) [das Kind wird nach Osten gewendet ins Wasser getaucht] und des Sohnes (et Filii) [das Kind wird nach Süden gewendet ins Wasser getaucht] und des Heiligen Geistes (et Spiritus Sancti) [das Kind wird nach Norden gewendet ins Wasser getaucht].&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Postbaptismale Chrisamsalbung (Scheitelsalbung in Kreuzform) mit Begleitformel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paten übernehmen das Kind aus der Hand des Priesters, heben es aus dem Wasser und halten es dem Priester hin, damit dieser es erneut salbt. Diese Salbung &amp;quot;nach der Taufe&amp;quot; (= &amp;quot;postbaptismal&amp;quot;) verdeutlicht, in welch enge Lebensgemeinschaft das Kind jetzt mit Christus, dem Gesalbten, eingetreten ist. Außerdem erinnert diese Salbung an die Salbungen von Königen und Priestern im Alten Testament der Bibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Salbung soll ganz unmittelbar an das Untertauchen bei der Taufe erfolgen: Manchmal lässt man bei dieser Salbung sogar die Füßchen des Täuflings noch im Wasser des Taufbeckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Salbung selbst salbt der Priester den Scheitel des Kindes in Kreuzesform mit Chrisam. Dabei spricht der Priester (P): &amp;quot;Der allmächtige Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, hat dich wiedergeboren aus dem Wasser und dem Heiligen Geiste und hat dir Verzeihung aller deiner Sünden gewährt. Er salbe dich mit dem Chrisam des Heiles in Jesus Christus, unserem Herrn, zum ewigen Leben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lateinisch: &amp;quot;Deus omnipotens, Pater domini nostri Iesu Christi, qui te regeneravit ex aqua et Spiritu Sancto, quique dedit tibi remissionem omnium peccatorum, ipse te linet chrisma salutis, in vitam aeternam.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Anlegen der Stirnbinde bzw. des Taufkleides und Überreichung der Taufkerze===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester legt dem neugetauften Kind ein Tüchlein auf oder setzt ihm ein Häubchen auf (&amp;quot;cappa&amp;quot; oder &amp;quot;chrismale&amp;quot; genannt); dass der Priester dem Kind ein weißes Kleid anzieht, das den ganzen Leib des Neugetauften bedeckt, ist eher selten. Dabei spricht der Priester die folgende Formel (P): &amp;quot;Empfange das weiße Kleid und bringe es makellos vor den Richterstuhl unseres Herrn Jesus Christus, auf dass du das ewige Leben habest.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lateinisch: &amp;quot;Accipe (cappam), vestem candidam, sanctam et immaculatam, quam perferas ante tribunal Christi, in nomine Sanctae Trinitatis, in vitam aeternam.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend überreicht der Priester den Paten eine brennende Kerze, denn an dem Kind ist in seiner Taufe das Wort des Apostels Paulus in Erfüllung gegangen: &amp;quot;Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr durch den Herrn Licht geworden.&amp;quot; (Eph 5,8 ). Der Priester spricht dabei eine Begleitformel, die auf die brennenden Lampen der fünf klugen Jungfrauen anspielt (Mt 25,1-13) (P): &amp;quot;Empfange die (brennende) Kerze, und bewahre deine Taufunschuld ohne Tadel, damit du, wenn der Herr zum Hochzeitsmahle kommt, ihm entgegeneilen kannst am himmlischen Hof.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lateinisch: &amp;quot;Accipe lampadem (ardentem) irreprehensibilem custodi baptismum tuum, ut, cum dominus venerit ad nuptias, possis occurrere ei in aula coelesti.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedensgruß===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P: &amp;quot;[N], gehe hin in Frieden. Der Herr sei mit dir.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T: &amp;quot;Amen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nottaufe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits dargelegt, rückte im Hochmittelalter immer mehr die von den Sünden reinigende und das ewige Leben ermöglichende Wirkung der Taufe in den Vordergrund, verbunden mit der Angst davor, ungetauft zu sterben und damit fast schon automatisch nach dem Tode in die Hölle zu kommen. Angesichts der hohen Säuglings- und Kindersterblichkeit ging man daher immer mehr dazu über, Kinder möglichst bald nach ihrer Geburt zu taufen, meist im Alter von wenigen Tagen in der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Kinder verstarben jedoch schon vor diesem Termin oder sogar bei ihrer Geburt selbst. Für diese Fälle, in denen ein Taufgottesdienst wegen der unmittelbaren Todesgefahr nicht möglich war, gab (und gibt) es das Institut der Nottaufe. Eine Nottaufe durfte bei Todesgefahr von jedem Menschen, egal ob Nichtpriester, Mann oder Frau, ja theoretisch sogar von einem Ungläubigen vorgenommen werden. Der oder die Taufende gießt dabei möglichst reines Wasser - womöglich Weihwasser - in Kreuzesform auf die Stirn des Täuflings und spricht dabei gleichzeitig die Worte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hebammen wurden ermahnt, bei ihrer Geburtshilfe auf eine solche Nottaufe vorbereitet zu sein. Sie waren sogar verpflichtet, das Kind notzutaufen, wenn der Säugling noch teilweise im Leib der Mutter steckte, das Kind aber schon zu sterben drohte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Nottaufe ist gültig und wird nachher dem zuständigen Pfarrer mitgeteilt. Überlebt das Kind wider Erwarten und erholt sich, wird es nicht noch einmal getauft, auch nicht von einem Priester. Allerdings werden die übrigen Zeremonien eines Taufgottesdienstes, außer dem Taufakt selber, an dem Kind in der Kirche baldmöglichst nachgeholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Kategorie:Katholische_Kirche&amp;diff=2416</id>
		<title>Kategorie:Katholische Kirche</title>
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		<updated>2021-07-13T14:43:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „Die römisch-katholische ist neben der griechisch-orthodoxen Kirche eine der beiden großen christlichen Konfessionen des Mittelalters. Der katholischen Kirche…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die römisch-katholische ist neben der griechisch-orthodoxen Kirche eine der beiden großen christlichen Konfessionen des Mittelalters. Der katholischen Kirche steht der Papst als Bischof von Rom vor; deshalb heißt die römisch-katholische auch oft lateinische Kirche. Die Kreuzfahrer, welche in Jerusalem herrschen, sind Katholiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholiken glauben, dass der [[Papst]] der rechtmäßige Nachfolger von St. Peter ist. St. Peter war der rangoberste Apostel Jesu, und Jesus gab ihm die Autorität, die Kirche auf Erden zu leiten und anzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholiken glauben auch, dass Glaube alleine nicht genug für Erlösung ist, wenn dies nicht mit rechtschaffenen Handlungen verbunden wird. Der Katholizismus lehrt, dass ein Christ ein Sünder ist, welcher Christus‘ Angebot der Erlösung annimmt, von Gott Vergebung erlangt, allen Versuchungen abschwört und sein Leben ändert, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ein Katholik sollte auch die Botschaft Gottes an andere predigen, und die Kirche mit dem [[Papst]] als oberste Autorität für die Interpretation des Wort Gottes akzeptieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Katholiken glauben genauso stark an die Bibel wie alle anderen Christen, aber ihr Glaube an die Kirche bedeutet, dass sie die Bibel nicht als einzige Wissensquelle benutzen für die Rettung der Seele und alle menschliche Moral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche ist nicäisch; das bedeutet, dass Katholiken (wie auch [[Melkite]]n) daran glauben, dass Jesus und Gott verschiedener Natur, aber gleichen Wesens waren. Dies stand im Gegensatz zu den Miaphysiten (zum Beispiel den [[Armenier]] und die [[Jakobite]]n), welche glaubten, dass Gott und Jesus gleicher Natur waren. Diese Unterscheidung erscheint minimal, wurde allerdings im Mittelalter sehr ernst genommen; schließlich hing das Seelenheil von der richtigen Interpretation des Glaubens ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche besitzt eine sehr ausgeprägte [[Kirchenhierarchie]]; Rollen sind vom [[Papst]] bis hinab zum einfachen [[Diakon]] fix festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit der Kirche ist, dass es neben der normalen Ordensgeistlichkeit (das heißt, Mönche und Nonnen) auch [[:Kategorie:Geistliche Kriegerorden|geistliche Kriegerorden]] gibt. Diese sind besonders im Königreich Jerusalem von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Tagesablauf&amp;diff=2415</id>
		<title>Tagesablauf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Tagesablauf&amp;diff=2415"/>
		<updated>2021-07-13T13:49:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel beschreibt den typischen Ablauf eines Wochentages aus der Perspektive von verschiedenen Menschen des Mittelalters. Die Zeiten werden dabei in moderner und in mittelalterlicher Zeitrechnung angegeben. Im Mittelalter waren Minuten und Sekunden zwar schon bekannt, aber nicht im allgemeinen Gebrauch - eher sagte man z.B. eine Viertelstunde als 15 Minuten, oder ein Augenblick statt eine Sekunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Stunde des Tages hat in diesem Kapitel ihr eigenes Kapitel. Ist die Tageszeit mit einem bestimmten christlichen, muslimischen oder jüdischen Gebet assoziiert, ist dies auch im Titel aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beachten ist, dass die Zeitmessung nicht sehr genau war, und der Tag mit Sonnenaufgang begann und mit Sonnenuntergang endete. Daher konnte die Mette im Sommer um halb drei sein und das Komplet um acht; im Winter hingegen war die Mette um halb fünf und das Komplet um 6. Hier wird die Zeit zu einer Tagundnachtgleiche angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitternacht bis 1 Uhr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit ist niemand außer Haus außer ein paar müde Mitglieder der Garnison, die zum Wachtdient eingespannt sind, ein paar vereinzelte Nachtwachen, die von verschiedenen Nachbarschaften organisiert worden sind, und natürlich kriminelle Elemente. Die meisten Menschen schlafen; aber einige Haushalte – besonders in den langen Nächten des Winters – wachen um diese Zeit für eine Stunde auf, um das Feuer anzuheizen, sicher zu stellen, dass alles abgeschlossen ist, Geschichten zu erzählen, und Geschlechtsverkehr zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1-2 Uhr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt befindet sich im Tiefschlaf – eine perfekte Zeit für Diebe und Einbrecher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2-3 Uhr - Nachtfeier==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedämpft und vergleichsweise leise klingen Glocken durch die Stadt. Klöster und Kirchen feiern zu dieser Zeit die [[Stundengebet|Nachtfeier]] – der erste Teil der Mette. Diese Nachtfeier ist das erste verpflichtende Gebet für Geistliche und die Oblaten der geistlichen Orden. Hier wird um die Gesundheit der königlichen Familie, und für das Seelenheil der Toten, gebetet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==3-4 Uhr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit stehen die ersten Jerusalemer, die keine Geistlichen sind, auf. Es handelt sich dabei um Leute wie zum Beispiel [[Bäcker]], welche aufstehen müssen, um zu beginnen, Brote zu backen, damit jene rechtzeitig bis zum Morgen fertig gebacken, aber noch frisch sind. Auch [[Diener]] müssen oft schon um diese Zeit aufstehen - Häuser wollen eingeheizt, Böden gekehrt und Wäsche gewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==4-5 Uhr – Frühmesse / Fadschr / Schacharit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 4 Uhr, beim ersten Anbruch des Tageslichtes, stehen die meisten Menschen auf. Deutlich lauter als zur Nachtfeier schlagen die Glocken der Kirchen und mahnen zur Frühmesse. Die Nachtwache hört zu dieser Uhrzeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Christen Jerusalems drängen sich noch vor dem Frühstück in die Kirche oder die Kapelle, um sich die [[Stundengebet|Frühmesse]], die etwa um 4.30 beginnt, anzuhören. Über die Arbeitswoche hinweg ist die Frühmesse, auch Laudes (Gotteslob)  der wichtigste Gottesdienst - mit ihm beginnt jeder mittelalterliche Mensch den Tag. Aber auch schon der beste Christ hat schon mal die Frühmesse verschlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime derweil stehen ungefähr zur selben Zeit auf, um das erste ihrer fünf täglichen Gebete, das [[Salat|Fadschr-Gebet]], zu beten. In muslimischen Städten rufen die Muezzine von den Minaretten herab zum Gebet auf; in den meisten von Christen kontrollierten Städten ist dies jedoch nicht gestattet. Am Freitag versammeln sich alle Muslime zum Fadschr-Gebet gemeinschaftlich in der Moschee; an anderen Tagen ist es in Ordnung, das Gebet zu Hause zu vollführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden stehen ebenfalls um diese Zeit auf, um das Schacharit-Gebet, das [[Jüdische Gebete|jüdische Morgengebet]], zu beten. Üblicherweise wird dies zu Hause getan; am Samstag wird dafür die Synagoge vorgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==5-6 Uhr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Tageszeit sind die Morgengebete der drei Religionen Jerusalems vollendet. Die Einwohner Jerusalems frühstücken. Das typische [[Frühstück]] ist recht schlicht gehalten – nicht viel mehr als Brot, Wasser und eventuell ein paar Früchte. Manche Jerusalemer überspringen es sogar komplett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==6-7 Uhr - Prim==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sonne geht auf, und das Leben schwappt über die Stadt herein. Hell läuten die Glocken der Stadt zur Prim und zeigen somit an, dass der Handel, der Markt und die Arbeit eröffnet hat. Läden werden aufgemacht, Theken ausgefahren, und die Handwerker beginnen an ihren Arbeiten herumzuwerkeln oder lautstark Kunden anzuwerben. Der [[Marktvogt]] beginnt die Inspektion der Märkte und Läden. Das [[Bürgergericht]] findet sich zusammen, sodass die [[Schöffe]]n und der [[Vizegraf]] Urteile zu fällen beginnen kann. Edelleute benutzen oft diese Zeit, um mit den Amtsleuten ihres [[Adliger Haushalt|Haushaltes]] zu sprechen - zum Beispiel mit Vögten oder ihrem Seneschall. Edeldamen sind um diese Zeit oft mit Sticken beschäftigt. [[Ritter]] und [[Waffenknecht]]e verbringen diese Zeit, wenn sie nichts anderes zu tun hatten, mit Waffenübungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistliche und Oblaten beten zu dieser Zeit, pünktlich zum Glockenschlag, die Prim, die erste der sogenannte „kleine Horen“ – ein relativ kurzes Gebet, in welchem Gott um Hilfe angebetet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==7-8 Uhr - Sekund==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prim der Geistlichen ist bis spätestens jetzt abgeschlossen. Im [[:Kategorie:Johanniterorden|Johanniterorden]] pflegen sich die Ordensleute um die Kranken, und die [[Templer]] begannen ihre Waffenübungen. Die [[:Kategorie:Benediktinerorden|Benediktinerinnen]] widmen sich Gartenarbeiten oder dem Lesen und Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8-9 Uhr – Terz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen, und die Geistlichen beten die [[Stundengebet|Terz]], den vierten Gottesdienst und den zweiten der kleinen Horen. Manche Händler und Handwerker dürfen erst jetzt mit dem Verkauf von Waren anfangen - mit dieser Gewerbeeinschränkung konnten Leute, die gegen eine Regulation verstoßen hatten, sehr effektiv bestraft werden. Die Sitzung des Bürgergerichts dürfte bis jetzt abgeschlossen sein - wobei sich die Sache manchmal etwas zieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==9-10 Uhr - Quart==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens jetzt sollte die Sitzung des Bürgergerichts abgeschlossen sein - die [[Schöffe]]n können nach Hause eilen, um dort ihr Gewerbe aufzunehmen. Die Mönche und Nonnen nehmen das Studium ihrer Bücher wieder auf, oder beschäftigen sich mit Gartenarbeit oder Krankenpflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==10-11 Uhr – Quint==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tageszeit wird die Quint genannt; um diese Zeit erstirbt das Markttreiben und das Geklirr der übenden Krieger - es ist üblich, dass es jetzt [[Mittagessen]] gibt. Der Haushalt, egal ob im Kreise der Familie, einem Soldatenband oder einem geistlichen Orden, isst zusammen. Das Mittagessen ist sehr reichhaltig und die Hauptmahlzeit des Tages. Manchmal gibt es auch Gäste - für Angehörige des Adels gilt das Unterhalten von Gästen beim Mittagessen für besonders fein und ehrenhaft. Manche Leute aber haben keine Frau und auch keine Diener, die ihnen das Essen machen, und daher müssen sie zu den [[Garküche]]n des Malquisinats gehen, um dort ihren Hunger zu stillen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==11-12 Uhr – Sext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mittagessen ist zu Ende, und das Markttreiben nimmt wieder seinen Gang. Adlige vertreiben sich die Zeit mit der [[Beizjagd]] oder der Jagd mit Hunden, oder aber, wenn das Wetter nicht gut ist, mit [[Schach]] oder [[Würfelspiel]]en -der auch, bei gebildeten Leuten, mit [[Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit schlagen auch abermals die Kirchenglocken, denn die Geistlichen beten die [[Stundengebet|Sext]] zu Mittag. Die Sext ist die dritte der kleinen Horen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==12-13 Uhr – Septim / Dhuhr / Mincha==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Sext dürfen die Mönche und Nonnen einen kleinen Mittagsschlaf halten. Auch die Angehörigen der [[Dienerschaft]] können das - sofern alle Überreste des Mittagessen abgeräumt sind. Das ist sehr willkommen, da Diener früh aufstehen müssen. Das Markttreiben nimmt weiter seinen Gang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime beten um diese Zeit das [[Salat|Dhuhr-Gebet]]. Es dauert etwa 15 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden, derweil, beten nach dem Mittagessen das [[Jüdische Gebete|Mincha-Gebet]] – wörtlich aus Hebräischen übersetzt heißt dies Darbringung, da es sich aus einem Opferritual entwickelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==13-14 Uhr - Oktav==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mönche und Nonnen, sowie Diener, müssen wieder weiterarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==14-15 Uhr - Non==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen abermals, und die Geistlichen beten die [[Stundengebet|Non]], die letzte der kleinen Horen für den heutigen Tag. Die allerersten Läden beginnen zu schließen. Vor allem sind das Handwerksläden, die einen großen Bestellungsrückstand haben, und deren Meister in Ruhe die Bestellungen fertig stellen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==15-16 Uhr – Dezim / Asr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr Läden schließen zwischen Dezim und Undezim. Der Marktvogt kann seine Arbeit für heute beenden. Hinter den Kulissen aber arbeiten Handwerker oft weiter, vor allem wenn sie bei Aufträgen im Rückstand sind. Adlige derweil kehren von ihren Jagden zurück, wenn sie solche unternommen haben. Sie machen die Bahn frei für nicht-adlige [[Beizjagd]]-Enthusiasten, die nun ihrerseits mit ihren weniger wertvollen Jagdvögeln auf die Beiz gehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime beten zu dieser Zeit das [[Salat|Asr-Gebet]], das etwa 15 Minuten dauert, und dem oft eine kleine Jause folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==16-17 Uhr - Undezim==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Meister nicht schon mit ihrer Arbeit abgeschlossen haben, tun sie es jetzt. Es bleiben aber die Gasthäuser und Schänken offen, welche um diese Zeit schon von den Leuten, die mit ihrer Arbeit Schluss gemacht haben, frequentiert werden. Es wird [[Schach]] gespielt, aber auch anderen [[Brettspiele]] und auch Spiele mit Kugeln und Kegeln wurden gespielt. Andere Männer versammelten sich in Hinterhöfen, um dort die Kunst des Bogenschießens oder des Armbrustschießens zu üben - Kenntnisse darüber sind nützlich im Fall einer bewaffneten Auseinandersetzung, sei es mit Feinden des Königreichs oder im kleineren Rahmen. Hinter den Kulissen jedoch geht in den Handwerksstätten die Arbeit bei so manchen weiter, auch wenn der Verkaufsladen an sich geschlossen hat. Adlige derweil versammeln sich im großen Saal ihrer Anwesen oder Häuser. Wenn ein fahrender Sänger oder Erzähler zu Gast ist, ist es nun an der Zeit für diesen, seine Geschichten oder Lieder preis zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17-18 Uhr &amp;gt; Duodezim / Vesper / Maghrib==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Meister schließen ihre Arbeit ab und schließen sich den anderen in den Gaststätten an.  Die Kirchenglocken schlagen abermals, und die Mönche beten die [[Vesper]], den Abendgottesdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime beten zu dieser Zeit den [[Salat|Maghrib]], das Gebet, welches ein Musliim zu absolvieren hat, wenn es draußen beginnt, dunkel zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==18-19 Uhr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 6 Uhr geht die Sonne unter. Der Sonnenuntergang zeigt die Zeit für das [[Abendessen]] an, welches sich ein jeder Mann von seiner Frau erwartet, wenn er von seiner Schänke, seinen Bogenschützenübungen oder seiner Beiz nach Hause kommt. Auf dem syrischen Platz beginnt nun möglicherweise eine Aufführung von fahrenden Leuten, die Gauklereien sowie Theaterstücke aufspielen. Manchmal ist das ein ungeordneter Klamauk, welcher in kompletten Unfug degeneriert. Wie dem auch sei, die Leute lieben es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==19-20 Uhr – Komplet / Ischa / Maariv==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen abermals, und die Mönche beten das [[Komplet]]. In den Familien wird diese Zeit benutzt, um zusammen zu sitzen und sich Geschichten zu erzählen oder sich über den heutigen Tag auszutauschen. Die Gaststätten schließen, denn es wird als extrem unfein gesehen, noch jetzt zu dieser Zeit zu trinken. Leute, die morgen früh aufmüssen, gehen jetzt ins Bett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime enden den Tag mit dem letzten Gebet des Tages, dem [[Salat|Ischa]] – dies wird gebetet, wenn es komplett dunkel geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden derweil beschließen den Tag mit dem [[Jüdische Gebete|Maariv-Gebet]], dem jüdischen Abendgebet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 20 Uhr bis Mitternacht - Nachtwache==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute gehen ins Bett. Es ist wichtig, zu festen Tageszeiten ins Bett zu gehen und aufzustehen, denn es gab noch keine Wecker und es war notwendig, den geeigneten inneren Rhythmus zu haben, um nicht zu verschlafen - wobei die Glocken am Morgen dabei helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht sind die [[Nachtwache]]n unterwegs. Diese bestehen aus Bürgern der Nachbarschaft, die sich dazu bereit erklären, in der Nacht schichtenweise mit einer Fackel herumzugehen und Ausschau zu halten nach Feuern, Übeltätern oder sonstigen Anomalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alltag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Tagesablauf&amp;diff=2414</id>
		<title>Tagesablauf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.koenigreich-jerusalem.net/forum/wiki/index.php?title=Tagesablauf&amp;diff=2414"/>
		<updated>2021-07-13T13:49:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel beschreibt den typischen Ablauf eines Wochentages aus der Perspektive von verschiedenen Menschen des Mittelalters. Die Zeiten werden dabei in moderner und in mittelalterlicher Zeitrechnung angegeben. Im Mittelalter waren Minuten und Sekunden zwar schon bekannt, aber nicht im allgemeinen Gebrauch - eher sagte man z.B. eine Viertelstunde als 15 Minuten, oder ein Augenblick statt eine Sekunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Stunde des Tages hat in diesem Kapitel ihr eigenes Kapitel. Ist die Tageszeit mit einem bestimmten christlichen, muslimischen oder jüdischen Gebet assoziiert, ist dies auch im Titel aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beachten ist, dass die Zeitmessung nicht sehr genau war, und der Tag mit Sonnenaufgang begann und mit Sonnenuntergang endete. Daher konnte die Mette im Sommer um halb drei sein und das Komplet um acht; im Winter hingegen war die Mette um halb fünf und das Komplet um 6. Hier wird die Zeit zu einer Tagundnachtgleiche angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitternacht bis 1 Uhr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit ist niemand außer Haus außer ein paar müde Mitglieder der Garnison, die zum Wachtdient eingespannt sind, ein paar vereinzelte Nachtwachen, die von verschiedenen Nachbarschaften organisiert worden sind, und natürlich kriminelle Elemente. Die meisten Menschen schlafen; aber einige Haushalte – besonders in den langen Nächten des Winters – wachen um diese Zeit für eine Stunde auf, um das Feuer anzuheizen, sicher zu stellen, dass alles abgeschlossen ist, Geschichten zu erzählen, und Geschlechtsverkehr zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1-2 Uhr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt befindet sich im Tiefschlaf – eine perfekte Zeit für Diebe und Einbrecher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2-3 Uhr - Nachtfeier==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedämpft und vergleichsweise leise klingen Glocken durch die Stadt. Klöster und Kirchen feiern zu dieser Zeit die [[Stundengebet|Nachtfeier]] – der erste Teil der Mette. Diese Nachtfeier ist das erste verpflichtende Gebet für Geistliche und die Oblaten der geistlichen Orden. Hier wird um die Gesundheit der königlichen Familie, und für das Seelenheil der Toten, gebetet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==3-4 Uhr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit stehen die ersten Jerusalemer, die keine Geistlichen sind, auf. Es handelt sich dabei um Leute wie zum Beispiel [[Bäcker]], welche aufstehen müssen, um zu beginnen, Brote zu backen, damit jene rechtzeitig bis zum Morgen fertig gebacken, aber noch frisch sind. Auch [[Diener]] müssen oft schon um diese Zeit aufstehen - Häuser wollen eingeheizt, Böden gekehrt und Wäsche gewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==4-5 Uhr – Frühmesse / Fadschr / Schacharit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 4 Uhr, beim ersten Anbruch des Tageslichtes, stehen die meisten Menschen auf. Deutlich lauter als zur Nachtfeier schlagen die Glocken der Kirchen und mahnen zur Frühmesse. Die Nachtwache hört zu dieser Uhrzeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Christen Jerusalems drängen sich noch vor dem Frühstück in die Kirche oder die Kapelle, um sich die [[Stundengebet|Frühmesse]], die etwa um 4.30 beginnt, anzuhören. Über die Arbeitswoche hinweg ist die Frühmesse, auch Laudes (Gotteslob)  der wichtigste Gottesdienst - mit ihm beginnt jeder mittelalterliche Mensch den Tag. Aber auch schon der beste Christ hat schon mal die Frühmesse verschlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime derweil stehen ungefähr zur selben Zeit auf, um das erste ihrer fünf täglichen Gebete, das [[Salat|Fadschr-Gebet]], zu beten. In muslimischen Städten rufen die Muezzine von den Minaretten herab zum Gebet auf; in den meisten von Christen kontrollierten Städten ist dies jedoch nicht gestattet. Am Freitag versammeln sich alle Muslime zum Fadschr-Gebet gemeinschaftlich in der Moschee; an anderen Tagen ist es in Ordnung, das Gebet zu Hause zu vollführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden stehen ebenfalls um diese Zeit auf, um das Schacharit-Gebet, das [[Jüdische Gebete|jüdische Morgengebet]], zu beten. Üblicherweise wird dies zu Hause getan; am Samstag wird dafür die Synagoge vorgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==5-6 Uhr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Tageszeit sind die Morgengebete der drei Religionen Jerusalems vollendet. Die Einwohner Jerusalems frühstücken. Das typische [[Frühstück]] ist recht schlicht gehalten – nicht viel mehr als Brot, Wasser und eventuell ein paar Früchte. Manche Jerusalemer überspringen es sogar komplett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==6-7 Uhr - Prim==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sonne geht auf, und das Leben schwappt über die Stadt herein. Hell läuten die Glocken der Stadt zur Prim und zeigen somit an, dass der Handel, der Markt und die Arbeit eröffnet hat. Läden werden aufgemacht, Theken ausgefahren, und die Handwerker beginnen an ihren Arbeiten herumzuwerkeln oder lautstark Kunden anzuwerben. Der [[Marktvogt]] beginnt die Inspektion der Märkte und Läden. Das [[Bürgergericht]] findet sich zusammen, sodass die [[Schöffe]]n und der [[Vizegraf]] Urteile zu fällen beginnen kann. Edelleute benutzen oft diese Zeit, um mit den Amtsleuten ihres [[Adliger Haushalt|Haushaltes]] zu sprechen - zum Beispiel mit Vögten oder ihrem Seneschall. Edeldamen sind um diese Zeit oft mit Sticken beschäftigt. [[Ritter]] und [[Waffenknecht]]e verbringen diese Zeit, wenn sie nichts anderes zu tun hatten, mit Waffenübungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistliche und Oblaten beten zu dieser Zeit, pünktlich zum Glockenschlag, die Prim, die erste der sogenannte „kleine Horen“ – ein relativ kurzes Gebet, in welchem Gott um Hilfe angebetet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==7-8 Uhr - Sekund==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prim der Geistlichen ist bis spätestens jetzt abgeschlossen. Im [[:Kategorie:Johanniterorden|Johanniterorden]] pflegen sich die Ordensleute um die Kranken, und die [[Templer]] begannen ihre Waffenübungen. Die [[:Kategorie:Benediktinerorden|Benediktinerinnen]] widmen sich Gartenarbeiten oder dem Lesen und Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==8-9 Uhr – Terz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen, und die Geistlichen beten die [[Stundengebet|Terz]], den vierten Gottesdienst und den zweiten der kleinen Horen. Manche Händler und Handwerker dürfen erst jetzt mit dem Verkauf von Waren anfangen - mit dieser Gewerbeeinschränkung konnten Leute, die gegen eine Regulation verstoßen hatten, sehr effektiv bestraft werden. Die Sitzung des Bürgergerichts dürfte bis jetzt abgeschlossen sein - wobei sich die Sache manchmal etwas zieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==9-10 Uhr - Quart==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens jetzt sollte die Sitzung des Bürgergerichts abgeschlossen sein - die [[Schöffe]]n können nach Hause eilen, um dort ihr Gewerbe aufzunehmen. Die Mönche und Nonnen nehmen das Studium ihrer Bücher wieder auf, oder beschäftigen sich mit Gartenarbeit oder Krankenpflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==10-11 Uhr – Quint==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tageszeit wird die Quint genannt; um diese Zeit erstirbt das Markttreiben und das Geklirr der übenden Krieger - es ist üblich, dass es jetzt [[Mittagessen]] gibt. Der Haushalt, egal ob im Kreise der Familie, einem Soldatenband oder einem geistlichen Orden, isst zusammen. Das Mittagessen ist sehr reichhaltig und die Hauptmahlzeit des Tages. Manchmal gibt es auch Gäste - für Angehörige des Adels gilt das Unterhalten von Gästen beim Mittagessen für besonders fein und ehrenhaft. Manche Leute aber haben keine Frau und auch keine Diener, die ihnen das Essen machen, und daher müssen sie zu den [[Garküche]]n des Malquisinats gehen, um dort ihren Hunger zu stillen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==11-12 Uhr – Sext==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mittagessen ist zu Ende, und das Markttreiben nimmt wieder seinen Gang. Adlige vertreiben sich die Zeit mit der [[Beizjagd]] oder der Jagd mit Hunden, oder aber, wenn das Wetter nicht gut ist, mit [[Schach]] oder [[Würfelspiel]]en -der auch, bei gebildeten Leuten, mit [[Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit schlagen auch abermals die Kirchenglocken, denn die Geistlichen beten die [[Stundengebet|Sext]] zu Mittag. Die Sext ist die dritte der kleinen Horen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==12-13 Uhr – Septim / Dhuhr / Mincha==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Sext dürfen die Mönche und Nonnen einen kleinen Mittagsschlaf halten. Auch die Angehörigen der [[Dienerschaft]] können das - sofern alle Überreste des Mittagessen abgeräumt sind. Das ist sehr willkommen, da Diener früh aufstehen müssen. Das Markttreiben nimmt weiter seinen Gang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime beten um diese Zeit das [[Salat|Dhuhr-Gebet]]. Es dauert etwa 15 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden, derweil, beten nach dem Mittagessen das [[Jüdische Gebete|Mincha-Gebet]] – wörtlich aus Hebräischen übersetzt heißt dies Darbringung, da es sich aus einem Opferritual entwickelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==13-14 Uhr - Oktav==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mönche und Nonnen, sowie Diener, müssen wieder weiterarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==14-15 Uhr - Non==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen abermals, und die Geistlichen beten die [[Stundengebet|Non]], die letzte der kleinen Horen für den heutigen Tag. Die allerersten Läden beginnen zu schließen. Vor allem sind das Handwerksläden, die einen großen Bestellungsrückstand haben, und deren Meister in Ruhe die Bestellungen fertig stellen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==15-16 Uhr – Dezim / Asr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr Läden schließen zwischen Dezim und Undezim. Der Marktvogt kann seine Arbeit für heute beenden. Hinter den Kulissen aber arbeiten Handwerker oft weiter, vor allem wenn sie bei Aufträgen im Rückstand sind. Adlige derweil kehren von ihren Jagden zurück, wenn sie solche unternommen haben. Sie machen die Bahn frei für nicht-adlige [[Beizjagd]]-Enthusiasten, die nun ihrerseits mit ihren weniger wertvollen Jagdvögeln auf die Beiz gehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime beten zu dieser Zeit das [[Salat|Asr-Gebet]], das etwa 15 Minuten dauert, und dem oft eine kleine Jause folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==16—17 Uhr - Undezim==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Meister nicht schon mit ihrer Arbeit abgeschlossen haben, tun sie es jetzt. Es bleiben aber die Gasthäuser und Schänken offen, welche um diese Zeit schon von den Leuten, die mit ihrer Arbeit Schluss gemacht haben, frequentiert werden. Es wird [[Schach]] gespielt, aber auch anderen [[Brettspiele]] und auch Spiele mit Kugeln und Kegeln wurden gespielt. Andere Männer versammelten sich in Hinterhöfen, um dort die Kunst des Bogenschießens oder des Armbrustschießens zu üben - Kenntnisse darüber sind nützlich im Fall einer bewaffneten Auseinandersetzung, sei es mit Feinden des Königreichs oder im kleineren Rahmen. Hinter den Kulissen jedoch geht in den Handwerksstätten die Arbeit bei so manchen weiter, auch wenn der Verkaufsladen an sich geschlossen hat. Adlige derweil versammeln sich im großen Saal ihrer Anwesen oder Häuser. Wenn ein fahrender Sänger oder Erzähler zu Gast ist, ist es nun an der Zeit für diesen, seine Geschichten oder Lieder preis zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==17-18 Uhr &amp;gt; Duodezim / Vesper / Maghrib==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Meister schließen ihre Arbeit ab und schließen sich den anderen in den Gaststätten an.  Die Kirchenglocken schlagen abermals, und die Mönche beten die [[Vesper]], den Abendgottesdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime beten zu dieser Zeit den [[Salat|Maghrib]], das Gebet, welches ein Musliim zu absolvieren hat, wenn es draußen beginnt, dunkel zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==18-19 Uhr==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 6 Uhr geht die Sonne unter. Der Sonnenuntergang zeigt die Zeit für das [[Abendessen]] an, welches sich ein jeder Mann von seiner Frau erwartet, wenn er von seiner Schänke, seinen Bogenschützenübungen oder seiner Beiz nach Hause kommt. Auf dem syrischen Platz beginnt nun möglicherweise eine Aufführung von fahrenden Leuten, die Gauklereien sowie Theaterstücke aufspielen. Manchmal ist das ein ungeordneter Klamauk, welcher in kompletten Unfug degeneriert. Wie dem auch sei, die Leute lieben es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==19-20 Uhr – Komplet / Ischa / Maariv==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenglocken schlagen abermals, und die Mönche beten das [[Komplet]]. In den Familien wird diese Zeit benutzt, um zusammen zu sitzen und sich Geschichten zu erzählen oder sich über den heutigen Tag auszutauschen. Die Gaststätten schließen, denn es wird als extrem unfein gesehen, noch jetzt zu dieser Zeit zu trinken. Leute, die morgen früh aufmüssen, gehen jetzt ins Bett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime enden den Tag mit dem letzten Gebet des Tages, dem [[Salat|Ischa]] – dies wird gebetet, wenn es komplett dunkel geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden derweil beschließen den Tag mit dem [[Jüdische Gebete|Maariv-Gebet]], dem jüdischen Abendgebet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 20 Uhr bis Mitternacht - Nachtwache==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leute gehen ins Bett. Es ist wichtig, zu festen Tageszeiten ins Bett zu gehen und aufzustehen, denn es gab noch keine Wecker und es war notwendig, den geeigneten inneren Rhythmus zu haben, um nicht zu verschlafen - wobei die Glocken am Morgen dabei helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht sind die [[Nachtwache]]n unterwegs. Diese bestehen aus Bürgern der Nachbarschaft, die sich dazu bereit erklären, in der Nacht schichtenweise mit einer Fackel herumzugehen und Ausschau zu halten nach Feuern, Übeltätern oder sonstigen Anomalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alltag]]&lt;/div&gt;</summary>
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[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
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&amp;#039;&amp;#039;Hierarchien und Karrieren:&amp;#039;&amp;#039; [[:Kategorie:Adelshierarchie|Adelshierarchie]] | [[:Kategorie:Bürgerliche Hierarchie|Bürgerliche Hierarchie]] | [[:Kategorie:Kirchenhierarchie|Kirchenhierarchie]]&lt;br /&gt;
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&amp;#039;&amp;#039;Kriegskonzepte:&amp;#039;&amp;#039; [[Kreuzzug]] | [[Offene Schlacht]] | [[Raubzug]] | [[Seekrieg]] | [[Belagerung]] | [[Kriegsgefangenschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&amp;#039;&amp;#039;Kampftechniken:&amp;#039;&amp;#039; [[Schwertkampf]] | [[Speerkampf]] | [[Ringkampf]] | [[Berittener Kampf]] | [[Kampf mit Schild]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Militärische Verbände:&amp;#039;&amp;#039; [[Königliche Haustruppe]] | [[Jerusalemer Garnison]] | [[:Kategorie:Geistliche Kriegerorden|Geistliche Kriegerorden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Festungen:&amp;#039;&amp;#039; [[Burg]] | [[Stadtmauer]]&lt;br /&gt;
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|[[File:Benediktinerrang.png|Hierarchie der Benediktinerinnen]]&lt;br /&gt;
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		<updated>2021-07-08T16:58:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Templerorden – kurz für Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem (Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Hierosalemitanis) – war ein Ritterorden, der 1118 gegründet worden war. Seine Mitglieder, die Templer, führten ein Leben, welches vom Gebet und vom Kampf dominiert war und sie sahen es als ihre vorrangige Mission, Christen und christliches Land gegen die Heiden zu verteidigen. Als geistlicher Ritterorden im Rahmen der [[:Kategorie:Römisch-katholische Kirche|Katholischen Kirche]] genoss er besondere Privilegien, aber auch Pflichten, in der Gesellschaft des Königreichs Jerusalem. Die Templer verfolgten, mit der Zustimmung des Papstes, gewisse [[Regeln des Templerordens|Regeln]] welche den [[Alltag im Templerorden]] bestimmten. Die Regeln schrieben auch vor, dass die Templer eine gewisse Uniform – die Ordenstracht – zu tragen hatten, und ein gemeinschaftliches Leben, in welchem alles Eigentum untereinander und mit dem Orden geteilt werden musste, führen mussten. Die Templer hatten den Ruf, tapfere und vorbildliche Kämpfer zu sein, und als solche spielten sie eine wichtige Rolle in den [[Kreuzzug|Kreuzzügen]]. Ihr Hauptquartier war der [[Tempel des Salomon]], nach welchem sie benannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Templer entstanden im Jahr 1118 aus einem Zusammenschluss von einer Gruppe von Rittern, welche gemeinsam entschlossen, ein geistliches Leben im Tempel Salomons (wie die Kreuzfahrer die Al-Aqsa-Moschee bezeichneten) zu führen. Jene geistlichen Ritter stellten sich in den Dienst der Pilger, welche nach dem ersten Kreuzzug in Scharen nach Jerusalem pilgerten, um sie vor Banditen und islamischen Armeen auf [[Raubzug|Raubzügen]] zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1120 wurden sie, auf dem [[Konzil von Nablus]], als geistliche Gruppe vom Klerus von Jerusalem anerkannt. Um diese Zeit gelangten sie auch in den Besitz des Tempels. 1129 schließlich wurden sie auch vom Papst anerkannt, welcher ihnen kurz darauf ein Regelwerk auferlegte – die Templer waren nun als Orden, welcher nur dem Papst unterstand, offiziell anerkannt. Er war somit der erste Orden, der die Ideale des adligen Rittertums mit denen der Mönche vereinte, zweier Stände, die bis dahin streng getrennt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die Templer kirchenrechtlich gesehen nur dem Papst unterstehen, und sie ihre eigene Gerichtsbarkeit haben, in der sich weltliche Herrscher nicht einmischen dürfen, so ist der Orden dennoch vom Königreich Jerusalem nicht unabhängig – denn der Tempel, das Hauptquartier der Templer, sowie auch der andere Landbesitz des Ordens im Königreich Jerusalem, ist ein Lehen der Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1130ern wuchs der Ruhm und die Berühmtheit der Templer enorm durch die Propaganda des Bernard de Clairvaux, einem vorrangigen Kirchenmann seiner Zeit, welcher sie mit Lob überschüttete und viele europäische Kämpfer dem Orden anempfahl. Der Orden erfuhr dadurch ein rapides Anwachsen, sowohl in Bezug auf die Anzahl der Templer wie auch seiner Geldmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sendungsbewusstsein==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorrangige Aufgabe der Templer war es, Pilger auf ihrem Weg von und nach Jerusalem zu beschützen; allerdings sahen die Templer sich auch dazu berufen, das Königreich Jerusalem insgesamt vor äußeren Feinden zu schützen, und seine Grenzen zu sichern. Das Königreich Jerusalem aber ist längst nicht mehr das einzige Königreich, wo die Templer Land besitzen; auch auf der iberischen Halbinsel und in Frankreich haben sie es schon geschafft, Fuß zu fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Templer verwahrten auch das Geld von Pilgern, solange jenes dies benötigen, und liehen Bedürftigen Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Motivation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor ein Mann Templer wurde, musste er sich einer [[Aufnahme im Templerorden|Aufnahmezeremonie]] unterziehen. Dies geschah aus vielfältigen Motiven. Manch ein Ritter oder Waffenknecht wurde Templer, weil er dabei helfen wollte, den Ort, wo Jesus Christus gelebt, gewirkt, gestorben und auferstanden war, vor den Heiden zu beschützen. Viele Leute schlossen sich an, weil sie von europäischen Kirchenleuten wie Bernard de Clairvaux „angeworben“ worden waren, oder aufgrund einer spontanen Entscheidung bei einer Pilgerfahrt, weil sie einer schwierigen Situation zuhause entfliehen wollten, weil sie ein abenteuerliches Leben erstrebten, eine Karriere erhofften, oder ihnen das Leben eines Templers – zwar entbehrungsreich, aber mit regelmäßigen Mahlzeiten und einem Dach über den Kopf – zusagte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Motivation eines Templers war jedoch der Glaube, dass Dienst im Orden die Sünden eines Menschen aufheben und das Verhältnis mit Gott wiederherstellen konnte, sodass für einen Templer das Tor zum Himmel freistand. Der Grund dafür war, dass die Templer sich im „stetigen Kreuzzug“ befanden – und Kreuzfahrer zu sein bedeutete einen Erlass für die Seele. Zudem bedeutete der Tod im Kampf für den Templerorden gegen die Heiden, dass man ein Märtyrer des Glaubens war, was den Eintritt in den Himmel garantierte. Besonders in einer Zeit, wo das Leben kurz und unsicher war, hatte dies große Bedeutung, und viele Menschen wurden Templer, weil ihnen ein gottgefälliges Leben und ein glorreicher Tod im Feld lieber war als ein potentieller bedeutungsloser Tod durch Krankheit oder einen sinnlosen Unfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Templerränge|Hierarchie]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze des Ordens stand der [[Großmeister (Templerorden)|Großmeister]], welcher vom [[Generalkapitel (Templerorden)|Generalkapitel]] gewählt wurde. Ihm zur Seite standen der [[Großkomtur (Templerorden)|Großkomtur]], der für das Finanzielle und die Verwaltung der Vermögen des Ordens zuständig war, und der [[Großmarschall (Templerorden)|Großmarschall]], welcher die Verantwortung über die militärischen Aspekte des Ordens hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Templer waren Mitglieder einer Kommende – Stützpunkte der Templer, welche über das Heilige Land verteilt waren. Einer Kommende stand ein [[Komtur (Templerorden)|Komtur]] vor; die Kommende bestand aus [[Ritterbruder (Templerorden)|Ritterbrüdern]], [[Sergeant (Templerorden)|Sergeanten]] und [[Turkopole (Templerorden)|Turkopolen]]. Auch Priester und Mönche konnten in einer Kommende dienen. Kommenden hatten gewisse Entscheidungsfreiheiten, mussten aber stets den Instruktionen der Ordensführung Folge leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Großmeister, der Großkomtur und der Großmarschall jedoch hatten auch Anspruch auf ein eigenes Gefolge (bestehend aus zwei Ritterbrüdern, einem Sergeanten, einem Turkopolen, einem Priester, einem Knappen und einem Sekretär) welches außerhalb des Kommendensystems stand und nur der Führungsriege des Ordens unterstand. Die Mitglieder jenes Gefolges besaßen daher besonderes Ansehen unter den Templern, und waren oft ausersehen für höhere Positionen in der Hierarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Organisation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in vielen Ländern tätige Institution war es für die Templer notwendig, sich zu organisieren. Das [[Generalkapitel (Templerorden)|Generalkapitel]] traf sich regelmäßig, um Ordensangelegenheiten zu besprechen; innerhalb einer Kommende (einer Niederlassung des Ordens) gab es [[Wöchentliche Versammlung (Templerorden)|wöchentliche Versammlungen]], um interne Angelegenheiten zu regeln und Brüder, die gegen die Regeln verstoßen hatten, zu bestrafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Disziplin im Templerorden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben im Templerorden war gekennzeichnet von seiner Betonung auf Disziplin. Im 12. Jahrhundert war es sehr selten, dass ein Kommandant das Training seiner Soldaten überwachte, oder sich sonstwie dafür zuständig fühlte – jeder Ritter und Waffenknecht war für sein eigenes Training und seine eigene Ausrüstung zuständig. Der Templerorden jedoch legte Wert darauf, dass die Brüder zusammen trainierten, ein vergleichbares, hohes Kampfniveau erreichten, und zusammen effektiv agieren konnten. Dies führte dazu, dass die Templer im Schlachtfeld Manöver und Taktiken ausführen konnten, von denen normale, weltliche Heere zumeist weit entfernt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine große Besonderheit unter den Taktiken der Templer war die „Eschielle“ – so bezeichnete man eine dicht zusammengedrängte Schwadron aus Ritterbrüdern und berittenen Sergeanten, welche im Galopp gegen feindliche Truppen anreiten konnte, und zwar mit einer solchen Geschwindigkeit und Präzision, dass der Gegner dagegen nur bestehen konnte, wenn er außerordentlich gut trainiert war (was kaum vorkam). Dieses Manöver konnte nur durch hartes Training ermöglicht werden. Ein Templerheer organisierte seine Kavallerie zumeist in mehrere Eschielles, welche zusammen in straff organisierten Anritten für Verheerung im gegnerischen Heer sorgen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geistliche Kriegerorden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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