Armenier

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Die Armenier waren eine substantielle Minderheit im Königreich Jerusalem, insbesondere in der Stadt Jerusalem sowie in den Küstenorten. Anders als die Katholiken und die Orthodoxen sind die Armenier miaphysitisch - das bedeutet, dass sie mit den anderen Kirchen eine große Meinungsverschiedenheit über die Natur(en) Christi hatten. Trotz des Unterschieds in der Theologie kommen die Armenier generell sehr gut mit den Lateinern aus, und haben schon enorm von Geschäften mit den Kreuzfahrern profitiert.

Die Armenier besaßen ein eigenes Viertel in Jerusalem, und hatten einen eigenen Bischof in Jerusalem – ein beispielloses Privileg für einheimische christliche Gruppen. Tatsächlich war die armenische Gemeinde in Jerusalem die größte armenische Gemeinde im ganzen Königreich – die zweitgrößte, ebenfalls eine substantielle Gruppe, war in Haifa (Cayphas) angesiedelt. Die Armenier im Heiligen Land lebten schon seit vielen Generationen in Palästina; ihre Nummern sind seit dem Kreuzzug durch neue Ansiedler aus Armenien verstärkt worden.

Ein Grund für das Ansehen der Armenier war ihr einflussreicher Adel, sowie die Tatsache, dass das armenische Fürstentum Kilikien ein wichtiger Verbündeter der Kreuzfahrer war. Einige Kreuzfahreradlige heirateten edle Armenierinnen, welche sie als ebenbürtig im Status sahen.