Aprilis, anno Domini MCXXXIII (1133)
  Der April beginnt mit einem starken Regenschauer,
  welcher aber nach den ersten Tagen abebbt und einem
  warmen und trockenen Wetter Platz macht.
  Die Temperaturen liegen im Durchschnitt bei 16 Grad. (Details)

Überall auf den Straßen ist zu hören,
     dass die Priester beunruhigt sind. Nach einem schweren
     Unwettter wurden große Schäden an verschiedenen
     Punkten der Stadt gemeldet. Am schlimmsten traf es die
     Grabeskirche, deren Dach eingestürzt ist. Was mag
     Gottes Zorn auf die Menschen in der heiligen Stadt
     gelenkt haben?

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Meraude de Milly

Baronin von Sébaste

Geburtsjahr: 1108

Stand: 2. Stand

Volk: Lateiner

Status: verheiratet

Familie: Haus Sebastia


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1

Montag, 15. April 2019, 23:33

[Geschlossen] Meraude de Milly

1)Wie lautet Euer Name?
Meraude de Milly.

2)Wann wurdet Ihr geboren?
Im Jahr des Herrn 1108. Hier, im Königreich Jerusalem, in Anabta.

3)In welchen Stand wurdet Ihr hineingeboren?
Zweiter Stand.

4)Welchem Volk gehört Ihr an?
Fränkin.

5)Welche Religion ist die Eure?
Katholisch.

6)Wo wohnt Ihr?
Noch Sebaste (bald aber voraussichtlich Jerusalem).

7)Habt Ihr Familie in Jerusalem?
Ja. Meine Schwester, Sidonie de Milly, und mein Mann, Amaury de Sebaste.

8)Gibt es irgendwelche Besonderheiten über Euch zu wissen? Was seid Ihr von Beruf?
Ich bin Baronin von Sebaste.

9)Was ist Euer Begehr in unserem Königreich?
Seit ich denken kann, stelle ich mir genau diese Frage. :(

10)Wer ist Euer Avatar?
Annabel Scholey

Ihre Gnaden Meraude de Milly, Baronin von Sébaste
Ehefrau des Amaury de Sebastia
Adlige von Jerusalem

Meraude de Milly

Baronin von Sébaste

Geburtsjahr: 1108

Stand: 2. Stand

Volk: Lateiner

Status: verheiratet

Familie: Haus Sebastia


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2

Montag, 15. April 2019, 23:35

Aller Glanz der Sterne

Sie konnte nicht schlafen. Konnte nur selten durchschlafen. Wurde meistens geweckt von schlechten Träumen, manchmal auch Geräuschen, welche sie mit ihrem guten Gehör überdurchschnittlichgut wahrnahm, wie dem fernen Zuschlagen einer Tür, dem Klirren einer Rüstung, dem Murmeln von Nachtwächtern. Und dann lag sie in ihrem Bett, und konnte nicht anders, als nachzudenken. Nachdenken war eigentlich nichts Übles, doch im Übermaß konnte es überwältigen. Besonders wenn sie, wie in dieser Nacht, einfach keinen Schlaf mehr fand, egal, wie oft sie ihre Schlafposition änderte. Dann stand sie manchmal, wie in dieser Nacht, auf, stieg in ihre ledernen Schuhe, streifte sich ein schlichtes Kleid über - sie hatte weder Lust noch das Bedürftnis, eine Dienerin dafür aufzuwecken - und verließ ihre Kammer, welche sich im untersten Geschoss des Burgfrieds befand. Ihre Wanderungen führten sie stets nach oben, über die Wandeltreppen zu den Zinnen, wo, wie üblich, einer der Männer mit einer Trompete Wache stand. Er war, wie alle Männer, welche als Türmer eingeteilt waren, mit ihren Angewohnheiten vertraut, und verbeugte sich vor ihr, als sie auf den Wehrgang stieg.

”Meine Herrin”, machte der Wächter. ”Ihr seid wach.” Scharfsinnig war er ja. Eine gute Eigenschaft für einen Nachtwächter.

Meraude de Milly, Baronin von Sebaste, Ehegattin des Kämmerers Ihrer Hoheit, schenkte dem Mann, den sie als Celestin kannte, ein Lächeln, welches dezidiert nicht an ihre Augen gelangte. ”Das stimmt”, bestätigte Meraude. Sie hatte eine Stimme, welche ein kleines bisschen tiefer war, als man es von einer nicht besonders großen, schlanken, 25 Jahre alten Frau vermuten würde. Ihr haselnussbraunen Augen, welche trotz ihrer sanften Farbe etwas unweigerlich Stechendes und Intensives hatten, musterten den Wärter. Sie war nicht hier hinauf gekommen, um zu schnattern. Trotz ihres ausgeprägten Gemeinschafts- und Verantwortlichbewusstseins gehörten die Nächte ihr. Immerhin für etwas war ihre Schlaflosigkeit gut. ”Benötigt Ihr etwas, Herrin?” Sie wusste es nicht recht. Tat sie das? Manchmal lag sie im Bett und fragte sich, was eine Frau, die alles besaß, was sie besitzen wollte, denn wirklich noch wollte. Sie blickte den Mann an, und hob die Hand, sein Angebot ablehnend. ”Danke, Celestin. Ich brauche nur ein paar Minuten. Bitte lass dich nicht stören, Celestin”, machte sie ruhig zu ihm. Sie war bekannt als eine sparsame Frau, vielleicht sogar als geizig, aber sie würde sich nie dabei erwischen lassen, zu ihren Untergebenen nicht höflich und freundlich zu sein. Sie war, vor allen Dingen, Mitglied der Christenheit im Heiligen Land, und sie alle saßen, wie sie das sah, im gleichen Boot.

Es war nicht das erste Mal, dass sie Celestin gegenüber diesen Wunsch geäußert hatte. Der Mann nickte also nur, und machte sich weiter auf seinen Weg um den Wehrgang herum. Sie hörte, wie sich das Knirschen der Stiefel auf dem Holzboden entfernte, legte ihre Hände auf die steeinernen Zinnen, und blickte hinauf auf den Sternenhimmel. Was brauchte sie kostbare Tapeten und teure Teppiche? Es gab doch nichts, was die Schönheit der Sterne überbieten würde. Wie gebannt vom Glanz der schönsten aller Decken hinaufblickend, vergaß sie für ein paar Minuten die düsternen Gedanken, denen sie zu entfliehen erhoffte, als sie aus dem Bett gestiegen war.

Doch sie konnte nicht ewig hier oben bleiben. Es wurde fröstelig. Und sie musste etwas Schlaf bekommen. Morgen in der Früh gab es wieder viele Aufgaben. Sie ging wieder nach unten, entledigte sich ihrer Kleider und fiel wieder ins Bett, nur damit ihr dort wieder die Gedanken von vorher kamen.

Sie war die Frau eines guten Mannes (auch wenn es bessere geben mochte). Sei hatte zwei liebe, gesunde Kinder, für die sie sich jeden Tag aufopferte, denn keine Hebamme war für Klein-Baudouin und Klein-Meraude gut genug. Sie war Baronin, und nicht eine kleine Bäuerin oder Wäscherin, welche vom Morgen bis zum Abend schwere Arbeiten verrichten musste. Sie war reich, auch wenn sie es hasste, Geld auszugeben. Sie war eine Frau, vor der sich die Menschen verbeugten. Sie war jemand, der von den ihrigen respektiert wurde. Und dennoch, hie und da stieg da eine kleine, nörgelnde, aufdringliche Frage in ihrem Hinterkopf auf. Und zwar: sollte das alles sein? Konnte sie nie etwas anderes sein als ein langweiliges Heimchen? War das alles, was das Leben für sie bereit hielt?

Es war in diesen Momenten, dass sie in einer Spirale von Verdruss und Verzweiflung, sogar absurderweise ein wenig Selbsthass, verfiel. Bis sie schlussendlich der Schlaf, Todes Bruder, erlöste, bis endlich, wie jeden einzelnen vermaledeiten eintönigen Tag, die Kirchenglocken der Kathedrale von Sebaste erklangen und sie zum Aufstehen mahnten.

Ihre Gnaden Meraude de Milly, Baronin von Sébaste
Ehefrau des Amaury de Sebastia
Adlige von Jerusalem

Torwächter

Spielleitung

Geburtsjahr: ----

Stand: ----

Volk: ----

Status: ----

Familie: keine

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3

Dienstag, 23. April 2019, 19:55

Zusammenfassung:
Name: Meraude de Milly
Geburtsjahr: 1108
Stand: 2. Stand
Volk: Lateiner
Religion: römisch-katholisches Christentum
Wohnort: Jerusalem
Familie: Milly / Sebastia
Zusätze: Fränkin
Avatar: Annabel Scholey

Gott zum Gruße und herzlich Willkommen im Königreich!

Nach deiner Freischaltung wird dein Thread ins Archiv geschoben.
Viel Spaß nun im Königreich Jerusalem!


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