Aprilis, anno Domini MCXXXIII (1133)
  Der April beginnt mit einem starken Regenschauer,
  welcher aber nach den ersten Tagen abebbt und einem
  warmen und trockenen Wetter Platz macht.
  Die Temperaturen liegen im Durchschnitt bei 16 Grad. (Details)

Überall auf den Straßen ist zu hören,
     dass die Priester beunruhigt sind. Nach einem schweren
     Unwettter wurden große Schäden an verschiedenen
     Punkten der Stadt gemeldet. Am schlimmsten traf es die
     Grabeskirche, deren Dach eingestürzt ist. Was mag
     Gottes Zorn auf die Menschen in der heiligen Stadt
     gelenkt haben?

Geburtsjahr: 1097

Stand: 2. Stand

Volk: Lateiner

Status: ledig

Familie: keine

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1

Mittwoch, 28. August 2019, 15:45

[Geschlossen] Der Mundschenk

1) Wie lautet Euer Name?

Mein Name ist Payen, genannt "le Bouteiller" ("der Mundschenk").

2) Wann wurdet Ihr geboren?

Geboren 1098 bei Antiochia.

3) In welchen Stand wurdet Ihr hineingeboren?

2. Stand

4) Welchem Volk gehört Ihr an?

Lateiner

5) Welche Religion ist die Eure?

Christlich (katholisch)

6) Wo wohnt Ihr?

Am Hofe der Königin von Jerusalem, wo ich nun seit 13 Jahren als Mundschenk diene.

7) Habt Ihr Familie in Jerusalem?

Ich habe und hatte nie eine Familie.

8) Gibt es irgendwelche Besonderheiten über Euch zu wissen? Was seid Ihr von Beruf?

Mundschenk von Königin Melisende, zuvor Mundschenk von König Balduin II.

9) Was ist Euer Begehr in unserem Königreich?

Einfluss, Macht, Reichtum, Besitz, Ansehen.

10) Wer ist Euer Avatar?

Benedict Cumberbatch.
  
Seine Gnaden Payen le Bouteiller
Adliger von Jerusalem
Königlicher Mundschenk


Geburtsjahr: 1097

Stand: 2. Stand

Volk: Lateiner

Status: ledig

Familie: keine

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2

Mittwoch, 28. August 2019, 17:24

In majestätischer Haltung, den Kopf leicht nach oben gerichtet, saß Payen auf seinem Thron. Er trug ein royalblaues Gewand und Goldschmuck an Hals und Händen, der im lichtdurchfluteten Saal funkelte. Von seinem Podest aus blickte Payen auf seine Untertanen, die zahlreich erschienen waren. Herzöge, Grafen und Herren aus allen Teilen des Landes hatten sich versammelt, um diesem Ereignis beizuwohnen. Zur Rechten stand der Bischof, der die Zeremonie leitete. Zur Linken standen eine Frau und zwei Mädchen, alle in Samt gekleidet. Meine Kinder? Payens Blick blieb einen langen Moment an ihnen haften, die Frau war blond, schlank und groß. Sie strahlte Erhabenheit aus. Gleichzeitig drückte sie ihre Mädchen fest an ihr Becken, die sich im Schoß der Mutter sichtlich geborgen fühlten. Dann ertönten Fanfaren und Hörner in majestätischer Manier. Der Bischof ging einige Stufen hinunter zu einer kleinen Marmorsäule, wo die Krone zur Schau gestellt worden war. Payen blickte sehnsüchtig auf das Objekt seiner Begierde, das mit funkelnden Rubinen und Saphiren verziert war. Beinahe war er gewillt danach zu greifen, um die langsamen Schritte des Bischofs nicht länger ertragen zu müssen. Payen mahnte sich aber zur Geduld und zeigte ein joviales Grinsen, bis die Hörner verstummten und der Bischof wieder zu seiner Rechten stand.

“Gütiger und edler Payen aus dem Hause Croix, Sohn des Guy de Croix. Im Namen des Herren und der Kirche als sein irdischer Vertreter, stellvertretend für die Edlen und Freien des Königreichs, kröne ich dich zu unser aller rechtmäßigen König. Möge deine Herrschaft lange andauern und uns Wohlstand und Ruhm einbringen.“ Payen schloss seine Augen und stöhnte glückselig, als die schwere Krone seinen Kopf berührte. Dann blickte er wieder in die Menge. “Kniet nun nieder vor eurem König und schwört ihm die Treue!“, sprach der Bischof sodann mit erhobener Stimme. “Lang lebe der König!“, gab er den Treueschwur vor, doch der Ruf verhallte. Die Menge stand aufrecht vor Payen, blickte unbeeindruckt zum Thron und begann teilweise zu tuscheln. Payen spürte, wie sein Herzschlag schneller wurde. Ein weiteres Mal hallte die feste Stimme des Bischofs durch den Saal: “Lang lebe euer König Payen!“ Das Tuscheln wurde lauter, einige wandten ihrem neuen König den Rücken zu und versuchten den Saal zu verlassen.

Payen war perplex, versteinert und spürte eine Flamme des Zorns in sich auflodern. Ich bin der König. Er richtete sich auf und zeigte mit einem Finger in die Menge. “Kniet nieder vor eurem König!“, schrie er wuterfüllt, sichtlich bemüht seine Verzweiflung zu überdecken. Doch abermals verhallte die Aufforderung ohne Reaktion. “Wachen, schließt das Tor!“ Die Wachen taten wie geheißen, doch die Menge drängte zum Ausgang. Die Wachen verschwanden in den Massen, kaum einer richtete mehr seinen Blick zum Thron. “Kniet nieder vor eurem König oder ich werde euch alle töten!“ Ein alter, bärtiger Mann in Rüstung meldete sich zu Wort. “Du wirst niemals unser König sein!“ “Hurensohn!“, ertönte es aus der anderen Richtung. “Bastard! Du bist nur ein elendiger Bastard!“ “Wie solltest du Krüppel unser Land regieren! Du kannst nicht einmal Kinder zeugen!“ Payen versuchte die Delinquenten ausfindig zu machen, doch er blickte nur auf eine blasse, gesichtslose Masse. Die Frau und ihre Kinder zu seiner Linken waren mittlerweile genauso wie der Bischof zu seiner Rechten verschwunden. Payen war der Meute wehrlos ausgeliefert. Sein Herz hämmerte, während er vergeblich in allen Richtungen nach Beistand suchte. Währenddessen ließen die Massen vom Tor ab und drehten sich in seine Richtung. “Wie willst du unser König sein, wenn du nicht einmal dich selbst schützen kannst?“, fragte der Bärtige. Die Leute kamen näher und näher, während Payen verängstigt zurückwich und sich in seinen Thron fallen ließ. Er klammerte sich fest und versteinerte mit weit aufgerissenen Augen. Der Bärtige stand nun direkt vor ihm, hinter ihm sein zahlloses Gefolge. “Ich…bin…euer…“, stotterte Payen mit zittriger Stimme, bevor es dunkel und leise wurde. Ein tiefes, unendlich erscheinendes Schwarz ohne Raum und Zeit umgab sein inneres Auge. Dann fiel er ungebremst ins Nichts und seine Hilfeschreie verhallten im Dunkel.

Schweißgebadet, zitternd und sich mit beiden Händen am Laken festklammernd lag Payen im Bett und blickte gen Decke. Sein Herz hämmerte, sein Kopf pochte und sein Atem war schwer. Es dauerte, bis er alles realisiert und verarbeitet hatte. Er war Zeit seines Lebens von Alpträumen geplagt gewesen, doch kaum einer hatte ihn bisher derart strapaziert. Kaum einer war derart real und greifbar gewesen. Payen richtete sich auf und verbrachte noch einige Minuten am Bettrand. Dann begann er sich zu waschen und dienstfertig zu machen – der Mundschenk wurde erwartet.
  
Seine Gnaden Payen le Bouteiller
Adliger von Jerusalem
Königlicher Mundschenk


Torwächter

Spielleitung

Geburtsjahr: ----

Stand: ----

Volk: ----

Status: ----

Familie: keine

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3

Mittwoch, 28. August 2019, 21:24

Zusammenfassung:
Name: Payen le Bouteiller
Geburtsjahr: 1098
Stand: 2. Stand
Volk: Lateiner
Religion: römisch-katholisches Christentum
Wohnort: Jerusalem
Familie: -
Zusätze: Franke
Avatar: Benedict Cumberbatch

Gott zum Gruße und herzlich Willkommen im Königreich!

Sehr interessant, ich glaub dich werden einige misstrauisch beäugen. Viel Erfolg bei denen Zielen!

Nach deiner Freischaltung wird dein Thread ins Archiv geschoben.
Viel Spaß nun im Königreich Jerusalem!


Dinge, die vor dem Start ins Rollenspiel noch Beachtung finden sollten:
- Die Timeline: Damit die Reihenfolge der Handlungen nicht durcheinander gerät und immer klar ist, welches Wissen man zu welchem Zeitpunkt schon haben kann, haben wir diese Timeline angelegt. Neue Threads oder Änderungen eines bestehenden Threads bitte immer hier kundtun.
- Die Spielregeln: Immer ein guter Ratgeber für Neueinsteiger.

Weitere, nützliche Links:
- Unsere Wiki: Hier finden sich allgemeine Informationen zu Jerusalem, speziell auf unser Rollenspiel abgestimmt.
- Die Privatforen der Familien und Einrichtungen. Hier können sich die Angehörigen derselben intern und fernab "fremder Augen" über ihre Pläne unterhalten. Dieser Bereich ist Sim-Off!
- Wenn du einmal länger keine Zeit hast, bitten wir hier um kurze Rückmeldung. Auch alle anderen Spieler informieren hier über ihre Absenz.
- Suchst du einen Schreibpartner, kannst du diesen hier finden!

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