Aprilis, anno Domini MCXXXIII (1133)
  Der April beginnt mit einem starken Regenschauer,
  welcher aber nach den ersten Tagen abebbt und einem
  warmen und trockenen Wetter Platz macht.
  Die Temperaturen liegen im Durchschnitt bei 16 Grad. (Details)

Überall auf den Straßen ist zu hören,
     dass die Priester beunruhigt sind. Nach einem schweren
     Unwettter wurden große Schäden an verschiedenen
     Punkten der Stadt gemeldet. Am schlimmsten traf es die
     Grabeskirche, deren Dach eingestürzt ist. Was mag
     Gottes Zorn auf die Menschen in der heiligen Stadt
     gelenkt haben?

Bernard de Safed

Herr von Safed

Stand: 2. Stand

Volk: Lateiner

Status: ledig

Familie: anderes Haus

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1

Freitag, 25. Januar 2019, 15:37

[Geschlossen] Ein junger Lehnsmann schlägt sich durch

1) Wie lautet Euer Name?
Mein Name ist Bernard de Safed, ich bin der Herr von Safed.

2) Wann wurdet Ihr geboren?
1112

3) In welchen Stand wurdet Ihr hineingeboren?
2. Stand

4) Welchem Volk gehört Ihr an?
Lateiner

5) Welche Religion ist die Eure?
Ich bin ein katholischer Christ

6) Wo wohnt Ihr?
Safed

7) Habt Ihr Familie in Jerusalem?
Ja, ich habe zwei jüngere Brüder, eine Mutter und weiter entfernte Verwandschaft.

8) Gibt es irgendwelche Besonderheiten über Euch zu wissen? Was seid Ihr von Beruf?
Der Herr von Safed

9) Was ist Euer Begehr in unserem Königreich?
Die Herrschaft Safed gut zu regieren

10) Wer ist Euer Gesicht?
Tom McKay

Seine Gnaden Bernard de Safed, Herr von Safed
Adliger von Jerusalem
Ritter


Bernard de Safed

Herr von Safed

Stand: 2. Stand

Volk: Lateiner

Status: ledig

Familie: anderes Haus

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2

Freitag, 25. Januar 2019, 16:46

Bernard lenkte sein Pferd, einen dunkelbraunen Destrier, langsam den schmalen Weg entlang, der durch den dichten Wald südöstlich von Safed führte. Er wollte nachdenken und er war alleine. Er war gerne alleine, ritt auch ohne Waffenknechte oder sonstiges Gefolge aus, denn jede Begleitung störte ihn. Sein Bein zwickte ihn manches Mal noch, denn vor ungefähr drei Monaten hatte er sich im Unterschenkel einen Knochen gebrochen als er im großen Turnier am Namenstag der Königin gegen Ramiro de Luna geritten war. Das Bein war mittlerweile wieder verheilt, machte ihm aber manchmal Probleme. Aber er konnte wieder ausreiten und seitdem er dies konnte, tat er es fast jeden Tag.

Zuhause in Burg Safed fühlte er sich fremd und unerwünscht, hier draußen war er... frei. Außerdem schämte er sich jedes Mal für sich selbst, wenn er in Safed war und sah was dort vor sich ging. Seine Mutter und seine beiden Brüder ließen ihm keine Luft zum atmen, schlossen ihn aus allem aus. Seine Mutter hatte ihre Stellung als Burgherrin nach dem Tod seines Vaters nie aufgegeben und sein Bruder Robert hatte ihn dazu genötigt ihn zum Konstabler zu machen, während Simon, Roberts Zwillingsbruder, der Seneschall war. Sie hatten ihm nach dem Tod ihres Vaters allesamt die Regierung nicht zugetraut und seine beiden Brüder geierten darauf selbst die Herrschaft über Safed zu bekommen. Wann immer Bernard in Safed war, musste er mit ansehen wie seine Brüder und seine Mutter regierten ohne überhaupt den Anstand zu besitzen ihn über irgendetwas zu informieren. Seine Brüder verspotteten ihn wann immer sie die Gelegenheit dazu bekamen und beide drängten sie ihn dazu ins Kloster zu gehen und Mönch zu werden. Er fühlte sich ständig ausgeliefert und es schien ihm dass seine Familie nur darauf lauerte, dass er starb. Daher wurde auch nicht protestiert, wenn er alleine ausritt. Vermutlich merkten sie nicht einmal, dass er weg war. Er hatte oft überlegt etwas an der Situation zu ändern. Aber seine beiden Brüder, nur ein Jahr jünger als er, waren groß, stark und geschickt im Umgang mit Waffen und Worten. Und sie besaßen die Liebe seiner Mutter, die in ihm wohl nur einen Fehlschlag sah... Bernard hingegen, nun er war zwar nicht kleiner als seine Brüder, dafür aber ziemlich beleibt und zudem nicht wirklich geschickt im Umgang mit Waffen. Und ebenso wenig mit Worten. Wenn seine Brüder ihn mit Worten attackierten, fielen ihm keine Entgegnungen ein und manchmal neigte er dann zum Stottern. Er hatte einfach nicht den Mut in Safed auf den Tisch zu hauen, seine Brüder ihrer Ämter zu entheben und seine Mutter auf ihren Altenteil zu beschränken. Manchmal fand er diesen Mut in sich, plante wie er seine Familie in die Schranken weisen würde und dann... tat er es nicht. Dann bekam er wieder Angst wenn er ihnen gegenüber stand und hielt den Mund.

Und so ritt er also gerne aus, denn hier in den ruhigen Wäldern, da war niemand der auf ihn herabsah, der ihn loswerden wollte oder sich über ihn lustig machte. Die lange Zeit im Krankenbett hatte ihn mürrisch werden lassen. Er war seinen Brüdern während dieser ganzen Zeit hilflos ausgeliefert gewesen. Einmal hatte er sie wütend angeschrien, aber sie hatten nur gelacht und ihn liegen lassen. Geändert hatte sich nichts, bis auf die Tatsache dass er abgenommen hatte. Als junges Kind war er ebenfalls nicht dick gewesen. Aber als er langsam in ein Alter kam, in dem seine Ausbildung als Knappe begonnen wurde, ebenso wie die seiner Brüder, da war er in allem schlechter gewesen als sie. Er hatte nicht so schnell rennen können, nicht so weit springen, nicht so gut werfen und auch nicht so gut kämpfen. Sie hatten ihn mit ihrer ungestümen, wilden Art immer übertroffen und er hatte sich mehr und mehr als Versager gefühlt. Und er hatte die Freude am Essen entdeckt und es zunehmend gehasst bei den körperlichen Betätigungen der Brüder mitzumachen. Und so war er dick geworden und alles war immer und immer schlimmer geworden. Er war immer schlechter geworden als seine Brüder und wenn sein Vater ihn im jugendlichen Alter zwang an den Kampfübungen im Hof teilzunehmen, dann war das ein Horror für ihn gewesen.

So war es gegangen, bis sein Vater starb und danach, nun... die Entwicklung war fast schon logisch gewesen. Beim Turnier vor drei Monaten hatte Bernard kurz Hoffnung geschöpft. Als er Ramiro de Luna im ersten Anritt getroffen hatte, hatte er sich ausgemalt wie es wäre wenn er den spanischen Ritter besiegen würde. Wie er dann mit gestärktem Selbstbewusstsein sich gegen seine Brüder hätte stellen können... Aber dann war er im zweiten Anritt besiegt geworden und hatte sich das Bein gebrochen. Nichts war besser geworden, sondern alles nurnoch schlimmer. Aber eine Sache hatte sich geändert, anstatt seine Lage zu ignorieren, bekümmert ihn alles nur umso mehr. Während seiner Zeit im Krankenbett hatte er den ganzen Tag aus dem Fenster gesehen und kaum etwas gegessen. Er fand einfach keine Freude mehr am Essen, er fand an gar nichts mehr Freude. Er hasste seine Brüder aus tiefstem Herzen und eine Zeitlang hatte er tatsächlich überlegt ins Kloster zu gehen. Sich allem zu entziehen und dort vielleicht glücklicher zu leben. Aber dann hatte er sich doch dagegen entschieden, denn diesen Sieg wollte er seinen Brüdern nicht auch noch bieten. Und so hatte er Wochen und Monate damit verbracht seinem Bein beim Heilen zuzusehen. Sobald es ging war er aufgestanden und herum gelaufen und nun ritt er eben fast jeden Tag aus, floh vor seinen Brürdern. Er aß wieder einigermaßen, war mittlerweile aber dazu übergegangen sich von der Köchin der Burg (einer seiner wenigen Freundinnen) Essen einpacken zu lassen, das er während seiner Ausritte aß. Er hatte keine Lust darauf zu den Mahlzeiten mit seiner Familie am Tisch zu sitzen und seinen Brüdern in die Augen sehen zu müssen.

Dass er sich besser fühlte als je zuvor in seinem Leben bemerkte er eigentlich gar nicht wirklich, oder er schob es auf die Ausritte in den schönen Wäldern. Aber die viele Zeit auf dem Pferderücken und die gesündere Ernährung taten ihm wirklich gut. Er war noch immer ungemein beleibt, aber es war deutlich besser geworden. Er schaffte es mittlerweile selber auf sein Pferd, seitdem er während eines Ausrittes einmal herunter gefallen war und keine Wahl gehabt hatte als es selber zu schaffen, und er geriet auch nicht mehr nach fünf Treppenstufen ins Schnaufen. Er ließ sich mittlerweile einen Bart stehen und außerdem trug er einen Gambeson und hatte sich mit seinem Schwert umgürtet. Es war nicht das Schwert seines Vaters, jenes hatte sich Robert gekrallt, aber es war immerhin ein Schwert. Seine Kleidung war in grün und rot gehallten, die Farben seiner Familie. Seine Farben... Und so bot er trotz seiner großen Leibesfülle keinen gar so lächerlichen Anblick auf seinem Pferd wie noch vor einem halben Jahr.

Und wie er so durch den Wald ritt, dachte er nach. Vor fast einem Monat hatte Guillaume de Bures zu einem Kriegsrat gerufen und Lehnstreue gefordert, oder besser gesagt erbeten. Denn es sollte ein Kriegszug in den Osten stattfinden. Natürlich hatte Bernard sich dem Fürsten nicht verweigert, denn niemand flößte ihm mehr Angst ein als Guillaume de Bures, der vermutlich über Bernard ähnlich dachte wie es seine Brüder taten. Und somit würden die Vasallen und Dienstmannen Safeds bald nach Tiberias reisen um sich dort dem Kriegszug anzuschließen. Immerhin war Safed die zweitgrößte Herrschaft nach Toron und stellte dem fürstlichen Heer 15 Ritter und 60 Fußsoldaten. Robert hatte die Planung natürlich zur Gänze an sich gerissen und Bernard wusste dass Robert davon ausging die Männer alleine anzuführen. Aber das wollte Bernard nicht, da würde er ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Er würde seine Männer anführen, er würde mit dem Aufgebot nach Tiberias reiten und seinem Fürst die Männer aus Safed bringen. Nicht sein Bruder!

Aber wie sollte er das anstellen? Wenn er Robert über seine Pläne informierte, würden er und Simon ihn auslachen und aufziehen und ihm sagen, dass er für einen Feldzug viel zu fett war. Dann würde Robert die Männer nehmen und davon reiten. Das Problem war, dass die Ritter allesamt Robert und Simon als Anführer akzeptierten. Es gab keine Schar an treuen Gefolgsleuten, die sich hinter Bernard, ihren rechtmäßigen Herren, stellen würden. Er musste einfach irgendwie die Kraft finden seinem Bruder die Stirn zu bieten, von ihm ernst genommen zu werden... Aber er wusste nicht wie er das machen sollte. Er würde so gerne die Männer anführen, seinem Fürsten beweisen dass er das konnte und seinen Brüdern zeigen dass er der Herr der Familie war. Er überlegte und überlegte...

Seine Gnaden Bernard de Safed, Herr von Safed
Adliger von Jerusalem
Ritter


Torwächter

Spielleitung

Geburtsjahr: ----

Stand: ----

Volk: ----

Status: ----

Familie: keine

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3

Freitag, 25. Januar 2019, 16:48

Zusammenfassung:
Name: Bernard de Safed
Geburtsjahr: 1112
Stand: 2. Stand
Volk: Lateiner
Religion: römisch-katholisches Christentum
Wohnort: Safed
Familie: Haus Safed
Zusätze: Adliger
Avatar: Tom McKay

Herzlich Willkommen in Jerusalem :)

Nach deiner Freischaltung wird dein Thread ins Archiv geschoben.
Viel Spaß nun im Königreich Jerusalem!


Dinge, die vor dem Start ins Rollenspiel noch Beachtung finden sollten:
- Die Timeline: Damit die Reihenfolge der Handlungen nicht durcheinander gerät und immer klar ist, welches Wissen man zu welchem Zeitpunkt schon haben kann, haben wir diese Timeline angelegt. Neue Threads oder Änderungen eines bestehenden Threads bitte immer hier kundtun.
- Die Spielregeln: Immer ein guter Ratgeber für Neueinsteiger.

Weitere, nützliche Links:
- Unsere Wiki: Hier finden sich allgemeine Informationen zu Jerusalem, speziell auf unser Rollenspiel abgestimmt.
- Die Privatforen der Familien und Einrichtungen. Hier können sich die Angehörigen derselben intern und fernab "fremder Augen" über ihre Pläne unterhalten. Dieser Bereich ist Sim-Off!
- Wenn du einmal länger keine Zeit hast, bitten wir hier um kurze Rückmeldung. Auch alle anderen Spieler informieren hier über ihre Absenz.
- Suchst du einen Schreibpartner, kannst du diesen hier finden!